Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea
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Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea
| Deutscher Name: | Korallenfinger-Laubfrosch |
| Wissenschaftlich: | Litoria caerulea |
| Synonyme: | Australischer Laubfrosch, Australischer Grüner Laubfrosch, White’s Tree Frog, Dumpy Tree Frog |
| Herkunft: | Nördliches und östliches Australien, Torres-Strait-Inseln und südliches Neuguinea |
| Lebensweise: | Überwiegend nachtaktiv, baumbewohnend und außerhalb der Fortpflanzungszeit wenig gesellig |
| Haltungsform: | Gut belüftetes Hochterrarium mit kräftigen Kletterästen, erhöhten Ruheplätzen und flacher Wasserschale |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für ein adultes Tier mindestens etwa 45 × 45 × 60 cm; für ein bis zwei Tiere sind etwa 60 × 45 × 90 cm empfehlenswert |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 24–28 °C mit wärmerem oberen Bereich, nachts ungefähr 18–22 °C; moderate, schwankende Luftfeuchte |
| Beleuchtung: | 10–12 Stunden Tageslicht mit schwacher UVB-Versorgung, Temperaturgefälle und vollständig beschatteten Rückzugsplätzen |
| Bodengrund: | Gut drainiertes, schadstofffreies Terrariensubstrat mit Laubauflage; weder vernässt noch verschluckbar |
| Futter: | Abwechslungsreiche lebende Futterinsekten, gut ernährt und bedarfsgerecht mit Calcium und Vitaminen ergänzt |
| Maximale Größe: | Meist etwa 7–11 cm Kopf-Rumpf-Länge, große Weibchen vereinzelt bis ungefähr 12 cm |
Lebensraum und Verhalten von Korallenfinger-Laubfrosch (Litoria caerulea)
Der Korallenfinger-Laubfrosch stammt aus einem sehr großen Verbreitungsgebiet in Australasien. In Australien besiedelt er vor allem den Norden und Osten, von den warmen Regionen Westaustraliens und des Northern Territory über Queensland bis nach New South Wales und in den Nordosten von South Australia. Hinzu kommen Inseln der Torres-Straße sowie Vorkommen im südlichen Neuguinea. Die Art ist keineswegs nur ein Bewohner geschlossener Regenwälder. Sie lebt ebenso in offenen Eukalyptuswäldern, lichten Gehölzen, Graslandschaften, Feuchtgebieten und saisonal trockenen Regionen. Entscheidend sind geeignete Verstecke und erreichbare Süßwasserstellen, besonders während der Fortpflanzungszeit. Mit ihren großen Haftscheiben klettert sie an Stämmen, Ästen, Blättern und sogar glatten, vom Menschen geschaffenen Flächen. In Siedlungsnähe nutzt sie mitunter Dachrinnen, Fallrohre, Wassertanks oder feuchte Gebäudebereiche als Rückzugsort. Tagsüber ruht der kräftige Frosch meist geschützt und wird in der Dämmerung aktiv. Dann sucht er erhöhte Jagdplätze auf, an denen vorbeikommende Insekten erbeutet werden. Diese Anpassungsfähigkeit darf in der Terrarienhaltung nicht mit Anspruchslosigkeit verwechselt werden: Sauberes Wasser, geeignete Temperaturen, gute Belüftung und hygienische Ruheplätze bleiben unverzichtbar.
Die richtige Haltung
Als baumbewohnende Art benötigt Pelodryas caerulea ein ausbruchsicheres Hochterrarium, dessen nutzbare Höhe durch kräftige, waagerechte und schräge Äste erschlossen wird. Breite Sitzflächen kommen dem gedrungenen Körperbau entgegen. Korkröhren, große Blätter und blickgeschützte Plätze im oberen Bereich bieten tagsüber Ruhe. Für ein adultes Tier gelten etwa 45 × 45 × 60 cm als Untergrenze; ein Terrarium von ungefähr 60 × 45 × 90 cm bietet einem oder zwei Tieren deutlich bessere Kletter- und Klimazonen. Bei Gruppenhaltung müssen alle Frösche ähnlich groß sein, ausreichend Futterplätze erhalten und einzeln beobachtet werden, da kleinere Tiere als Beute angesehen werden können. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Arten ist abzuraten. Eine standsichere, flache Wasserschale mit bequemem Ausstieg gehört immer zur Einrichtung. Das Wasser wird täglich erneuert und muss frei von Chlor, Chloramin und schädlichen Rückständen sein. Dauerhaft nasse Böden, scharfes Gitter, raue Oberflächen und schlecht belüftete Staunässe sind zu vermeiden.
Die richtige Bepflanzung
Robuste, breitblättrige Terrarienpflanzen schaffen Deckung und zusätzliche Sitzplätze. Geeignet sind kräftige, ungiftige Arten, deren Blätter das Gewicht des Frosches tragen oder zumindest geschützte Zwischenräume bilden. Pflanzen müssen ohne Pflanzenschutzmittel, Blattglanz, Düngerreste oder systemische Insektizide eingebracht werden. Da der Korallenfinger-Laubfrosch recht schwer und wenig zimperlich klettert, sollten Wurzelballen geschützt und Äste unabhängig von den Pflanzen sicher verankert werden. Eine Drainageschicht verhindert vernässte Erde; überschüssiges Wasser muss ablaufen oder zuverlässig entfernt werden können. Eine Laubauflage hält den Frosch vom lockeren Bodengrund fern und unterstützt in bioaktiven Anlagen die Bodenfauna. Lose Moospolster, kleine Rindenstücke oder Kiesel sind ungünstig, wenn sie beim Beutefang verschluckt werden könnten. Pflanzen ersetzen keine gut erreichbaren, stabilen Kletteräste und keine dunklen Ruheplätze.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Bewährt hat sich tagsüber ein Temperaturgefälle von etwa 24–28 °C, wobei ein kontrollierter Bereich im oberen Terrarium kurzzeitig etwas wärmer sein darf. Nachts kann die Temperatur auf ungefähr 18–22 °C absinken. Jede Wärmequelle wird über einen Thermostaten gesichert; mehrere Messpunkte verhindern unbemerkte Überhitzung. Zur Luftfeuchte finden sich abweichende Haltungsangaben. Praxisgerecht ist ein moderater Bereich von ungefähr 50–70 %, der nach dem Sprühen kurz ansteigen darf und anschließend bei guter Lüftung wieder abfällt. Der Boden soll nicht dauerhaft nass sein. Frische Luft, trockene Sitzflächen und eine saubere Wasserschale sind wichtiger als tropischer Dauerdunst. Für einen stabilen Tag-Nacht-Rhythmus sind 10–12 Stunden Beleuchtung sinnvoll. Eine schwache UVB-Quelle kann die Vitamin-D3-Versorgung unterstützen, muss jedoch mit Abstand, geeigneter Abschirmung und vollständig schattigen Ausweichplätzen kombiniert werden. Intensive UV-Strahlung oder ungeschützte Lampen sind ungeeignet.
Fütterung
Der Korallenfinger-Laubfrosch ist ein kräftiger Lauerjäger und nimmt unterschiedliche lebende Wirbellose an. Als Grundlage eignen sich gut ernährte Grillen, Heimchen und geeignete Schaben; Abwechslung bringen Fliegen, Heuschrecken, Mottenlarven oder andere passende Futterinsekten. Die Beute sollte sicher schluckbar sein und nicht breiter als der Kopf wirken. Vor dem Verfüttern werden die Futtertiere hochwertig ernährt. Calcium sowie ein für Amphibien geeignetes Vitamin- und Mineralpräparat werden nach einem abgestimmten Plan verwendet, der Alter, Futtervielfalt und vorhandene UVB-Beleuchtung berücksichtigt. Eine unkontrollierte Kombination hoch dosierter D3-Präparate mit UVB ist zu vermeiden. Erwachsene Tiere neigen bei reichlicher Fütterung deutlich zu Übergewicht. Körperform und Futteraufnahme sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Nicht gefressene Insekten werden entfernt, damit sie den ruhenden Frosch nicht belästigen oder verletzen. Wirbeltiere sind als regelmäßiges Futter weder erforderlich noch empfehlenswert.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden im Durchschnitt größer und kräftiger als Männchen, doch allein anhand der Körpergröße ist eine sichere Bestimmung nicht immer möglich. Geschlechtsreife Männchen fallen vor allem durch ihre tiefen, wiederholten Rufe auf. Während der Fortpflanzungszeit bilden sie an der Innenseite der Daumen dunkle Brunftschwielen aus, mit denen sie sich beim Amplexus am Weibchen festhalten. Außerhalb der Saison können diese Merkmale weniger deutlich sein. Bei jungen Tieren ist eine verlässliche Geschlechtsbestimmung häufig noch nicht möglich.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung ist an warme, regenreiche Perioden und stehende oder langsam überflutete Gewässer gebunden. Männchen rufen nach Niederschlägen und suchen zur Paarung Plätze nahe dem Wasser auf. Im Amplexus gibt das Weibchen zahlreiche Eier ab, die in lockeren Gruppen an der Wasseroberfläche treiben oder sich an Pflanzen und anderen Strukturen verteilen können. Für eine kontrollierte Nachzucht ist ein separates, hygienisch geführtes Regen- beziehungsweise Zuchtterrarium erforderlich. Es braucht einen ausreichend großen Wasserbereich, sichere Ausstiege und Sitzplätze oberhalb des Wassers. Eine gezielte saisonale Stimulation sollte nur mit gesunden, gut konditionierten Zuchttieren erfolgen. Nach dem Ablaichen werden die Eltern getrennt, da weder Brutpflege stattfindet noch Jungtiere vor ihnen sicher sind. Eier und Kaulquappen benötigen eine eigene aquatische Aufzucht mit stabiler Wasserqualität. Nach der Metamorphose müssen die jungen Frösche problemlos an Land gelangen können.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Korallenfinger-Laubfrösche erreichen gewöhnlich etwa 7–11 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen sind meist größer und massiger als Männchen; für besonders große Weibchen werden Werte um 12 cm genannt. Die breite Gestalt, der kräftige Kopf und die auffallend großen Haftscheiben lassen die Tiere zusätzlich sehr stattlich wirken. Größe und Körperfülle schwanken mit Geschlecht, Herkunft, Alter und Ernährungszustand. Ein stark rundlicher Körper ist daher nicht automatisch arttypisch, sondern kann auch auf zu energiereiche Fütterung und Bewegungsmangel hinweisen.
Nice-to-Know
Die Rückenfarbe kann je nach Temperatur, Licht, Aktivität und Umgebung von kräftigem Grün über Oliv bis zu einem bräunlichen Ton wechseln. Kleine weiße Punkte sind möglich und nicht automatisch ein Krankheitszeichen. Der deutsche Name bezieht sich auf die auffälligen Haftscheiben an Fingern und Zehen. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; besonders Männchen können dann weit hörbar rufen. Trotz ihres oft ruhigen Auftretens sind sie Beobachtungstiere. Häufiges Anfassen belastet die empfindliche Haut und sollte vermieden werden. Bei sorgfältiger Haltung können Korallenfinger-Laubfrösche deutlich über zehn Jahre alt werden und verlangen entsprechend eine langfristige Planung.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Die Haut gibt ein schützendes Sekret mit biologisch aktiven Bestandteilen ab. Der Korallenfinger-Laubfrosch gilt für Menschen nicht als gefährlich giftig, das Sekret kann jedoch Augen, Mund, Schleimhäute oder empfindliche Haut reizen. Direkter Kontakt wird deshalb auf notwendige Pflegemaßnahmen beschränkt. Dafür eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe; anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt. Gesicht und Augen dürfen während der Arbeit am Terrarium nicht berührt werden. Ebenso wichtig ist der Schutz des Frosches: Seifenreste, Cremes, Desinfektionsmittel, Nikotin, Duftstoffe und andere Chemikalien können über seine durchlässige Haut aufgenommen werden. Kinder und Haustiere sollten keinen unbeaufsichtigten Kontakt haben.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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5 Bewertungen
18. Januar 2026 15:27
Super fitte kleine Froschies
Ich bin mit allem sehr zufrieden,super Tiere und super Service!
27. Juni 2025 12:28
Muntere kleine Kletterer
Wir haben das erste Mal Tiere im Internet bestellt und waren positiv überrascht wie gesund und munter die Kleinen bei uns ankamen, alles lief reibungslos. Sie haben ihr neues Zuhause super angenommen und sind sofort auf Kletter-Erkundungstour im Terrarium gegangen. Wir sind gespannt wie sie wachsen und sich entwickeln. Wir würden wieder hier bestellen!
19. März 2025 19:35
klein heißt klein ...
... Was aber nicht schlimm ist. Agiles Tier, schon gut gewachsen er/ sie frisst mit gutem Appetit diverses Futter in passender Größe. Versand und Verpackung auch reibungslos.
13. Dezember 2024 11:31
Kleine Hüpfer
Wie schon des öfteren, waren die Tiere wunderbar verpackt und sind putz munter angekommen. Wirklich nur zu empfehlen.
22. September 2024 09:47
Großer Frosch
Die Korallenfinger sind sehr schön anzuschauen und durch die große auch gut im Terrarium zu finden. Alles in allem tolle Frösche nur zu empfehlen
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