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Schmuck-Junker, Halichoeres cosmetus, ca. 4,0-6,0 cm
| Deutscher Name: | Schmuck-Junker |
| Wissenschaftlich: | Halichoeres cosmetus |
| Synonyme: | Schmuck-Lippfisch, Orangestreifen-Junker, Adorned Wrasse, Orange Lined Adorned Wrasse |
| Herkunft: | Westlicher Indischer Ozean von Südafrika bis Jemen, Sokotra und Westthailand |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet – korallensicher, aber Gefahr für kleine Krebstiere |
| Verträglichkeit: | Friedlich; einzeln oder als Haremsgruppe mit einem Männchen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (Salinität ca. 33–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 300 Liter mit tiefem Sandbett |
| Futter: | Fleischfresser: Mysis, Artemia, Krill, Copepoden, Granulat und Flocken |
| Schwierigkeitsgrad: | Leicht bis mittel, braucht Sandbett und gute Abdeckung |
| Geschlechts-Unterschiede: | Protogyner Zwitter; Männchen kräftiger und intensiver gefärbt |
| Zucht möglich: | Paarbildung zur Laichzeit; Freilaicher, Nachzucht im Aquarium nicht etabliert |
| Maximale Größe: | Bis etwa 13 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-6,0 cm |
Herkunft von Schmuck-Junker (Halichoeres cosmetus)
Der Schmuck-Junker ist ein Lippfisch des westlichen Indischen Ozeans. Sein Verbreitungsgebiet reicht im Süden bis Natal in Südafrika und erstreckt sich über Ostafrika und die Inseln des westlichen Indischen Ozeans bis nach Jemen und zum Sokotra-Archipel im Norden, ostwärts wird die Art bis Westthailand gemeldet. Dort ist sie auf flachen Korallen- und Felsriffen häufig anzutreffen. Bevorzugt werden Mischzonen aus Korallen und Geröll in Lagunen und an den äußeren Riffhängen, meist in Tiefen von etwa zwei bis dreißig Metern. Die Tiere leben einzeln oder in kleinen, lockeren Gruppen und durchsuchen den Riffgrund unablässig nach kleinen Wirbellosen. Nachts und bei Gefahr graben sie sich wie viele Junker vollständig in den Sand ein. Jungtiere sind überwiegend weiß mit kräftigen orangefarbenen Längsstreifen und dunklen Augenflecken auf der Rückenflosse. Mit dem Heranwachsen wird die helle Grundfarbe blaugrün bis grün, die orangefarbenen Linien bleiben besonders am Kopf als schmuckvolle Zeichnung erhalten und die Augenflecken verblassen. Die Art gilt als häufig und wird als nicht gefährdet eingestuft.
Eignung für das Riffaquarium
Der Schmuck-Junker ist bedingt riffgeeignet. Stein- und Weichkorallen sowie Anemonen lässt er in Ruhe. Als Fleischfresser stellt er jedoch kleinen Krebstieren, Würmern und Schnecken nach, sodass kleine Garnelen, Röhrenwürmer und Fächerwürmer gefährdet sind. Größere Putzergarnelen und robuste Einsiedlerkrebse werden meist toleriert. Gleichzeitig kann er unerwünschte Kleintiere im Becken dezimieren.
Vergesellschaftung und Verhalten
Gegenüber anderen Fischen ist der Schmuck-Junker friedlich und lässt sich gut mit Riffbarschen, Doktorfischen, Zwergkaiserfischen, Grundeln und anderen Lippfischen ähnlicher Größe vergesellschaften. Untereinander kann ein Männchen mit einigen Weibchen als Haremsgruppe gepflegt werden, sofern alle Tiere gleichzeitig eingesetzt werden. Später hinzugesetzte Artgenossen werden oft bekämpft, mehrere Männchen vertragen sich nicht. Sehr kleine, scheue Fische und Kleinkrebse sind als Mitbewohner nur eingeschränkt geeignet. Wie alle Lippfische springt die Art gern und benötigt eine lückenlose Abdeckung.
Wasserwerte und Temperatur
Der Schmuck-Junker benötigt stabile Riffbedingungen: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 23 bis 27 °C. Niedrige Nitrat- und Phosphatwerte sowie eine kräftige Strömung entsprechen seinem natürlichen Lebensraum.
Aquarium und Einrichtung
Für ein Einzeltier oder eine kleine Haremsgruppe empfehlen wir ein Riffaquarium ab etwa 300 Litern mit viel Schwimmraum und reichlich Riffgestein zum Absuchen. Unverzichtbar ist eine Sandfläche aus feinem Sand mit mindestens fünf bis acht Zentimetern Höhe, in die sich die Tiere zum Schlafen eingraben. Das Becken muss lückenlos abgedeckt sein.
Futter und Futterumstellung
Im Aquarium frisst der Schmuck-Junker bereitwillig fleischiges Frostfutter wie Mysis, Artemia, Krill, Copepoden und gehackte Muschel, außerdem Granulat und Flockenfutter. Zwei bis drei Fütterungen täglich sind ideal, da er in der Natur fast den ganzen Tag nach Nahrung sucht. Ein gut eingefahrenes Becken mit Bodenleben ergänzt den Speiseplan auf natürliche Weise.
Eingewöhnung
Den Transportbeutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach wird über die Tropfmethode innerhalb von 30 bis 60 Minuten Beckenwasser zugegeben, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Den Fisch ohne Transportwasser einsetzen und das Licht gedimmt lassen. Es ist normal, dass er sich in den ersten Tagen im Sand vergräbt und erst nach einiger Zeit regelmäßig zeigt.
Geschlechtsunterschiede
Wie viele Lippfische ist der Schmuck-Junker ein protogyner Zwitter: Alle Tiere beginnen als Weibchen, und das dominante Tier einer Gruppe kann sich später in ein Männchen umwandeln. Männchen werden etwas größer und zeigen eine kräftigere, kontrastreichere Färbung.
Zucht
Zur Laichzeit bilden sich deutliche Paare. Die Eier werden als Freilaicher ins Freiwasser abgegeben und treiben mit der Strömung. Eine gezielte Nachzucht im Aquarium ist nicht etabliert, Nachzuchttiere sind im Handel nicht erhältlich.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Schmuck-Junker erreicht eine Gesamtlänge von etwa 12 bis 13 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.