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Zwerg-Homalomena, Homalomena humilis, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Zwerg-Homalomena |
| Botanisch: | Homalomena humilis |
| Synonyme: | Homalomena, Zwerg-Aronstab |
| Herkunft: | Südthailand, Malaiische Halbinsel, Sumatra, Java und Borneo |
| Geeignet für: | Regenwaldterrarium, Paludarium, Flaschengarten |
| Wuchsform: | Kompakte Rosette aus derben, länglich-herzförmigen Blättern |
| Standort im Terrarium: | Vorder- und Mittelgrund, auf Steinen oder in feuchten Nischen |
| Lichtbedarf: | Halbschattig bis hell, keine direkte Sonne |
| Temperatur: | 18 – 28 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Hoch, 70 – 90 % |
| Substrat: | Lockeres, durchlässiges Substrat mit Rinde, Kokos und Lavagranulat |
| Feuchtigkeit / Gießen: | Gleichmäßig leicht feucht, keine Staunässe |
| Düngung: | Sehr sparsam |
| Vermehrung: | Teilung, Seitentriebe |
| Wachstum: | Langsam bis mittel |
| Erreichbare Höhe: | Etwa 10 – 20 cm |
| Eignung im Tierterrarium: | Enthält wie viele Aronstabgewächse Calciumoxalat; nicht zum Verzehr geeignet |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Zwerg-Homalomena (Homalomena humilis)
Homalomena humilis ist ein kleines Aronstabgewächs aus den feuchten Tropen Südostasiens. Die Art ist von der thailändischen Halbinsel über die Malaiische Halbinsel bis nach Sumatra, Java und Borneo verbreitet. Dort wächst sie im Tieflandregenwald, häufig als Felsbewohner auf bemoosten Kalk- oder Granitsteinen, an schattigen Bachufern und an Stellen, die durch Nebel, Regen und Spritzwasser dauerhaft feucht bleiben. Der Name humilis bedeutet niedrig oder bescheiden und beschreibt treffend den gedrungenen Wuchs, denn im Vergleich zu vielen anderen Homalomena-Arten bleibt diese Pflanze klein. Die Blätter sitzen an kurzen Stielen, sind derb, länglich bis schwach herzförmig und je nach Herkunft sattgrün, dunkelgrün oder mit rötlichem bis fast schwarzem Ton gefärbt. Der Blütenstand ist ein typischer Aronstab-Kolben mit unscheinbarer Spatha. In der Natur bilden die Pflanzen oft kleine Gruppen, die sich über kurze Rhizome ausbreiten. Diese Herkunft erklärt, warum Homalomena humilis im Terrarium vor allem eines braucht: gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit, gedämpftes Licht und ein Substrat, das feucht, aber gut belüftet bleibt. Unter solchen Bedingungen ist sie robust und langlebig.
Verwendung im Terrarium
Die Pflanze eignet sich hervorragend für tropische Regenwaldterrarien, Paludarien und geschlossene Pflanzengläser. Durch ihre geringe Höhe passt sie auch in kleinere Becken, etwa für Pfeilgiftfrösche, Zwerggeckos oder Wirbellose. Im Paludarium kann sie im feuchten Uferbereich gesetzt werden, solange Rhizom und Blätter über dem Wasser bleiben. Mit ihren kräftigen Blättern bildet sie einen schönen Kontrast zu Moosen, feinen Farnen und Bucephalandra.
Standort und Gestaltung
Homalomena humilis gehört in den Vorder- oder Mittelgrund. Besonders natürlich wirkt sie auf Steinen, zwischen Wurzeln oder in Nischen einer Rückwand, wo ihre Wurzeln in lockerem, feuchtem Material Halt finden. Am Boden sollte sie nicht in einer Senke stehen, in der sich Wasser sammelt. Ein Platz mit leichter Luftbewegung beugt Fäulnis an den Blattstielen vor.
Lichtbedarf
Die Art kommt aus dem schattigen Unterwuchs und mag halbschattiges bis helles, aber indirektes Licht. Unter starker Beleuchtung können die Blätter ausbleichen oder Brandflecken bekommen. Zu wenig Licht führt dagegen zu langen Blattstielen und lockerem Wuchs. Eine Position etwas abseits der Lampen ist meist ideal.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Ideal sind Temperaturen zwischen 18 und 28 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90 Prozent. Unter etwa 15 °C stellt die Pflanze das Wachstum ein und kann Schaden nehmen. In offener Zimmerkultur leidet sie häufig unter zu trockener Luft, die sich durch braune Blattränder zeigt. Im geschlossenen Terrarium mit regelmäßigem Sprühen fühlt sie sich am wohlsten.
Substrat und Wasserversorgung
Geeignet ist ein lockeres, luftiges Substrat, das Feuchtigkeit hält, aber nicht verdichtet. Bewährt haben sich Mischungen aus Pinienrinde, Kokosfasern, Lavagranulat oder Bims und etwas Sphagnum. Auf Steinen oder Rückwänden genügt ein Polster aus Moos, in das die Wurzeln einwachsen können.
Pflege im Terrarium
Die Pflege ist unkompliziert, wenn die Luftfeuchtigkeit stimmt. Das Substrat sollte stets leicht feucht sein, darf aber nicht nass stehen, denn das kurze Rhizom fault bei Staunässe schnell. Alte oder beschädigte Blätter werden am Grund abgeschnitten. Gelegentliches Abbrausen mit kalkarmem Wasser hält die Blätter sauber und verhindert Kalkflecken.
Düngung
Homalomena humilis wächst langsam und braucht nur wenig Nährstoffe. Im Terrarium reichen meist die Nährstoffe aus Substrat und Tierausscheidungen. Bei hellen Blättern kann alle vier bis acht Wochen ein sehr schwach dosierter Flüssigdünger gegeben werden.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung größerer Horste oder durch Abtrennen von Seitentrieben mit eigenen Wurzeln. Die Teilstücke werden direkt in feuchtes, lockeres Substrat oder in ein Moospolster gesetzt und bei hoher Luftfeuchtigkeit gehalten, bis sie neue Blätter bilden.
Wachstum und Rückschnitt
Die Pflanze wächst langsam bis mäßig schnell und bildet aus einem kurzen Rhizom nach und nach neue Blätter. Mit der Zeit entstehen kleine, dichte Gruppen. Da sie nicht wuchert, bleibt sie auch in kleinen Terrarien über lange Zeit gut beherrschbar.
Endgröße
Im Terrarium erreicht Homalomena humilis meist eine Höhe von etwa 10 bis 20 Zentimetern. Die genaue Größe hängt von Licht und Luftfeuchtigkeit ab; bei wenig Licht werden die Blattstiele länger.
Verträglichkeit und Sicherheit für Terrarientiere
Wie viele Aronstabgewächse enthält Homalomena Calciumoxalat-Kristalle, die beim Verzehr Schleimhäute reizen können. Für Terrarientiere, die keine Pflanzen fressen, etwa Pfeilgiftfrösche oder Geckos, ist sie unproblematisch. In Becken mit pflanzenfressenden Tieren sollte sie nicht verwendet werden.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze wird im 5-cm-Topf mit Steinwolle geliefert. Vor dem Einsetzen den Topf entfernen und die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln lösen, damit sich die Wurzeln später im Terrariensubstrat ausbreiten können. Danach die Pflanze in lockeres, feuchtes Substrat oder in ein Moospolster auf Stein setzen und gut einsprühen. Das Rhizom sollte nicht tief eingegraben werden. In den ersten Wochen hilft eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit beim Anwachsen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Lieferform: | Topf |
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