Wurdemanns Putzergarnele, Lysmata wurdemanni
48,99 €*
15 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 1,50 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferzeit: 2-5 Tage
Wurdemanns Putzergarnele, Lysmata wurdemanni
| Deutscher Name: | Wurdemanns Putzergarnele |
| Wissenschaftlich: | Lysmata wurdemanni |
| Synonyme: | Wurdemann-Garnele, Peppermint Shrimp |
| Herkunft: | Westlicher Atlantik; küstennahe, strukturreiche Meereslebensräume. |
| Lebensweise: | Zurückgezogener, oft dämmerungs- und nachtaktiver Allesfresser. |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet; an empfindlichen Polypen beobachten, kein sicherer Glasrosenfresser. |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder kleine Gruppe mit Deckung, keine Garnelenjäger. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 g/l, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C, möglichst gleichmäßig. |
| Beckengröße: | Ab etwa 60 l als vorsichtige Orientierung für ein stabiles System. |
| Futter: | Feines marines Frostfutter und sinkendes Garnelenfutter. |
| Maximale Größe: | Etwa 4–5 cm Körperlänge; Abgrenzung ähnlicher Arten schwierig. |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Wurdemanns Putzergarnele (Lysmata wurdemanni)
Wurdemanns Putzergarnele ist eine Garnele des westlichen Atlantiks und gehört zu einer Gruppe sehr ähnlicher rot gezeichneter Arten. Ihre wissenschaftliche Abgrenzung wurde durch die Neubeschreibung mehrerer zuvor verwechselter Verwandter deutlich präzisiert. Deshalb lässt sich eine alte Handelsangabe nicht ohne Weiteres auf jedes heute angebotene Tier übertragen. Die ursprünglichen Fundangaben beziehen sich unter anderem auf Florida und South Carolina. Im natürlichen Lebensraum bieten strukturreiche Bodenbereiche, Spalten und geschützte Stellen Gelegenheit zum Verbergen und zur Nahrungssuche. Der durchscheinende Körper mit seinen roten Längszeichnungen fällt zwischen unregelmäßigen Oberflächen weniger auf als auf hellem Sand. Lange Fühler tasten die Umgebung ab, während feine Beine die Garnele über das Substrat tragen. Im Aquarium wird sie häufig erst in der Dämmerung deutlicher sichtbar. Ein einzelner offener Stein reicht als Rückzugsraum nicht aus, besonders wenn mehrere Tiere gepflegt werden. Gut erreichbare, aber geschützte Futterplätze erleichtern die Kontrolle. Die bekannte Bezeichnung als Glasrosenfresser sollte wegen der Artverwechslungen und unterschiedlichen individuellen Futterannahme immer vorsichtig verstanden werden.
Lebensweise und Verhalten
Die Tiere suchen bevorzugt im Schutz der Einrichtung nach Fressbarem. Kleine Gruppen sind bei ausreichend Deckung möglich. Das besondere Geschlechtssystem der Gattung erlaubt Fortpflanzung nach einer männlichen Jugendphase; die Aufzucht frei schwimmender Larven bleibt dennoch anspruchsvoll und ist kein verlässlicher Nebeneffekt der Haltung.
Eignung für das Riffaquarium
Die Eignung ist bedingt: Nicht jedes Tier frisst Glasrosen, und ähnliche Handelsarten werden häufig verwechselt. Auch kleine andere Nesseltiere oder gefütterte Korallen können belästigt werden. Beobachten Sie empfindliche Polypen und rechnen Sie nicht mit einer sicheren oder vollständigen Bekämpfung von Glasrosen.
Vergesellschaftung
Ruhige kleine Fische ohne Beuteinteresse sind geeigneter als große oder räuberische Arten. Verteilen Sie mehrere Spalten über die Einrichtung. Bei einer kleinen Garnelengruppe muss auch ein frisch gehäutetes Tier einen ungestörten Platz finden können.
Wasserwerte und Temperatur
Für ein stabiles tropisches Riffaquarium dienen 24–26 °C, 33–35 g/l Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH als Orientierung. Vermeiden Sie schnelle Salzschwankungen beim Wasserwechsel und gleichen Sie Verdunstung regelmäßig aus. Diese allgemeinen Pflegewerte ersetzen keine Beobachtung der Tiere.
Aquarium und Einrichtung
Ab ungefähr 60 Litern kann eine kleine, gut strukturierte Haltung geplant werden. Das ist eine vorsichtige Aquarienorientierung und keine nachgewiesene biologische Mindestgrenze. Mehrere besetzbare Spalten und ausreichend Abstand zu aggressiven Mitbewohnern sind entscheidend.
Fütterung
Geben Sie feine marine Frostkost und passendes sinkendes Garnelenfutter in kleinen Portionen. Füttern Sie zurückgezogene Tiere bei Bedarf in der Dämmerung. Futterreste oder Glasrosen allein bieten keine sichere bedarfsgerechte Ernährung; zu viel liegen gebliebenes Futter belastet das Wasser.
Häutung
Während der Häutung und der anschließenden Aushärtung braucht die Garnele einen geschützten Spalt. Ein zurückgezogenes Tier sollte dabei nicht herausgelockt oder bedrängt werden. Eine leere Hülle ist kein toter Garnelenkörper und kann bei guter Wasserqualität als natürliche Nährstoffquelle liegen bleiben.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt werden in einem gesicherten Behälter langsam angeglichen. Eine kontrollierte Tropfmethode kann dabei helfen. Setzen Sie die Garnele behutsam nahe einer Spalte ein und kontrollieren Sie erst nach einer Ruhephase die Futterannahme.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Körperlänge liegt gewöhnlich bei etwa 4–5 cm. Da verschiedene ähnlich gezeichnete Arten unter demselben Handelsnamen vorkommen, ist die Artbestimmung allein anhand der roten Streifen nicht sicher. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Garnelen |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
| Endgröße: | bis 5 cm |
| Haltungsform: | Einzelhaltung, Gruppenhaltung |
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.