Wiener-Smaragd-Guppy Schwertmix, Paar, Poecilia reticulata
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Wiener-Smaragd-Guppy Schwertmix, Paar, Poecilia reticulata
| Deutscher Name: | Wiener-Smaragd-Guppy Schwertmix, Paar |
| Wissenschaftlich: | Poecilia reticulata |
| Synonyme: | Guppy, Millionenfisch, Zuchtguppy, Schwertguppy, Wiener Smaragd Guppy |
| Herkunft: | Wildform aus dem nördlichen Südamerika und der Karibik; dieser Guppy ist eine Zuchtform aus europäischer Nachzucht |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlich und lebhaft, am wohlsten in einer Gruppe mit friedlichen, ähnlich kleinen Fischen |
| Wasserwerte: | pH ca. 7,0–8,2, GH ca. 10–25 °dGH, KH ca. 5–15 °dKH; Schwankungen vermeiden |
| Temperatur: | 22–26 °C, kurzzeitig bis ca. 28 °C verträglich |
| Beckengröße: | Ab 54 Litern bzw. 60 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Dichte Randbepflanzung und Schwimmpflanzen, dazu freie Wasseroberfläche und ein offener Schwimmbereich |
| Futter: | Allesfresser: feines Flocken- und Granulatfutter, dazu Lebend- und Frostfutter wie Artemia und Daphnien |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen kleiner, bunt, mit Schwertflosse und Gonopodium; Weibchen größer, schlichter und rundlicher |
| Zucht möglich: | Lebendgebärend, Wurf etwa alle 4 Wochen; Jungfische brauchen dichte Pflanzen als Schutz |
| Maximale Größe: | Männchen ca. 3–4 cm, Weibchen ca. 5–6 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Garnelen meist gut verträglich; Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Wiener-Smaragd-Guppy Schwertmix, Paar (Poecilia reticulata)
Der Guppy gehört zu den Lebendgebärenden Zahnkärpflingen und ist ursprünglich im nördlichen Südamerika und auf einigen Karibikinseln zu Hause. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Venezuela über Guyana und das brasilianische Gebiet nördlich des Amazonas bis nach Trinidad und Tobago sowie Barbados. Dort lebt er in langsam fließenden Bächen, Flussarmen, kleinen Teichen und Uferzonen, teils sogar in küstennahem Brackwasser. Tiefe, stark strömende Gewässer meidet er. Weil Guppys sehr anpassungsfähig sind und früher gezielt gegen Mückenlarven ausgesetzt wurden, haben sie sich in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Welt als Neozoon etabliert. Der Wiener Smaragd ist dagegen keine Naturform, sondern eine traditionsreiche europäische Zuchtlinie, die mit der Wiener Guppyzucht verbunden ist. Typisch sind smaragdgrün schimmernde Deckfarben mit roten, gelben und schwarzen Akzenten, häufig auf Schwertformen. Die Tiere in diesem Angebot stammen aus Nachzucht und nicht aus Wildfängen. Sie sind an Aquarienbedingungen gewöhnt und deutlich robuster als viele ihrer Verwandten aus der Natur. Der Zusatz Schwertmix bedeutet, dass verschiedene Schwertformen der Schwanzflosse gemischt vorkommen können.
Vergesellschaftung
Guppys sind friedlich, neugierig und ausgesprochen lebhaft. Sie halten sich meist in den oberen und mittleren Wasserschichten auf und zeigen in der Gruppe ihr schönstes Verhalten: Die Männchen spreizen die Flossen und werben fast ununterbrochen um die Weibchen. Gerade bei einem einzelnen Paar kann das für das Weibchen Stress bedeuten. Deshalb ist es sinnvoll, später weitere Weibchen zu ergänzen, etwa zwei bis drei pro Männchen, oder dem Weibchen viele Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Als Mitbewohner eignen sich ruhige, ähnlich kleine Fische mit vergleichbaren Wasseransprüchen, zum Beispiel Panzerwelse, kleine Salmler oder Platys. Flossenzupfer wie manche Barben sind für die langen Schwertflossen ungeeignet, ebenso große oder räuberische Arten wie Skalare. Auch starke Strömung und sehr schwimmfreudige, rasante Mitbewohner stressen die Tiere und behindern vor allem die Männchen mit den ausgeprägten Schwertflossen.
Passende Wasserparameter
Guppys gelten als anpassungsfähig, reagieren aber empfindlich auf plötzliche Schwankungen. Gute Erfahrungen gibt es mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,2, einer Gesamthärte von etwa 10 bis 25 °dGH und einer Karbonathärte von etwa 5 bis 15 °dKH. Sehr weiches, saures Wasser liegt nicht im Idealbereich. Angaben in der Literatur weichen zum Teil deutlich voneinander ab, daher gilt: lieber konstante Werte als der Versuch, einen exakten Zahlenwert zu treffen. Regelmäßige Teilwasserwechsel halten das Wasser sauber und sind bei den starken Vermehrern besonders wichtig. Beim Einsetzen sollten die Fische langsam an das Beckenwasser gewöhnt werden, damit der Wechsel schonend verläuft. Da gut gezüchtete Linien mit langen Flossen empfindlicher auf schlechte Wasserqualität reagieren als einfache Formen, lohnt sich ein gut eingefahrenes Becken mit stabiler Filterung.
Haltungstemperatur
Wohl fühlen sich Guppys bei etwa 22 bis 26 °C. Kurzzeitig werden auch etwas höhere Werte bis etwa 28 °C vertragen, dauerhaft hohe Temperaturen verkürzen aber die Lebenserwartung. Wichtiger als ein bestimmter Wert ist ein gleichmäßiger Temperaturverlauf, denn plötzliche Wechsel, zum Beispiel beim Wasserwechsel oder im Winter, werden schlecht verkraftet. Mit einer Temperatur im mittleren Bereich lassen sich Guppys gut mit vielen anderen Friedfischen kombinieren. Bei Haltung am unteren Ende des Bereichs verlangsamen sich Stoffwechsel und Wurffolge etwas.
Beckengröße
Für eine Gruppe empfehlen sich mindestens 54 Liter bei einer Kantenlänge von 60 cm. Ein einzelnes Paar kommt zwar damit zurecht, wächst aber schnell zu einer Gruppe heran, sobald das Weibchen Junge bekommt. Plane deshalb von Anfang an etwas mehr Platz ein oder überlege, wie du den Nachwuchs später abgibst. Wegen der langen Schwertflossen sollte das Becken keine scharfen Dekokanten haben, und die Filterströmung sollte sanft bleiben. Eine Abdeckung ist sinnvoll, da die lebhaften Fische bei Schreck gelegentlich springen. Von sehr kleinen Nano-Becken ist abzuraten, weil sich dort Wasserwerte schneller verschieben.
Bepflanzung
Guppys schätzen ein gut bewachsenes Becken mit dichten Randzonen und Rückzugsplätzen. Feinfiedrige Pflanzen wie Hornkraut, Wasserpest oder Javamoos sowie Schwimmpflanzen bieten dem Nachwuchs Deckung und liefern zusätzlich Aufwuchs zum Knabbern. Ein Teil der Wasseroberfläche sollte frei bleiben, weil die Tiere gern dicht unter der Oberfläche schwimmen, Biofilm abweiden und Anflugnahrung aufnehmen. In der Mitte bleibt ausreichend freier Schwimmraum, damit die Männchen ihre Schwertflossen entfalten können. Der Bodengrund ist für die Tiere selbst nicht entscheidend; feiner, heller oder dunkler Sand und Kies sind gleichermaßen möglich. Wurzeln und glatte Steine ergänzen die Einrichtung, sollten aber keine scharfen Kanten haben.
Futter
Guppys sind Allesfresser und nehmen ein breites Spektrum an Futter an. Als Basis eignet sich hochwertiges, fein zerkleinertes Flocken- oder Mikrogranulat mit pflanzlichem Anteil. Ergänzend sorgen Artemia, Daphnien, Mückenlarven oder passende Frostfuttersorten für Abwechslung und unterstützen die Farbentwicklung. Gefüttert wird lieber zweimal täglich in kleinen Portionen, die in wenigen Minuten gefressen werden, denn Guppys neigen zum Überfressen. Wegen ihrer kleinen Mäuler sollte das Futter fein genug sein. Algenaufwuchs und Pflanzenreste werden gern zusätzlich abgeweidet. Ein Fastentag pro Woche entlastet den Verdauungstrakt und hält das Wasser sauber.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind leicht zu unterscheiden. Männchen bleiben schlanker und kleiner, tragen die auffälligen Deckfarben und die verlängerten Schwertflossen. Zudem haben sie ein Gonopodium, also eine zum Begattungsorgan umgebildete Afterflosse. Weibchen werden deutlich größer und rundlicher, zeigen meist eine schlichtere Färbung mit eher kurzen Flossen. Bei trächtigen Tieren wird im hinteren Bauchbereich der dunkle Gravidfleck sichtbar. Ein Paar besteht also immer aus einem farbigen Männchen mit Schwert und einem größeren, dezenteren Weibchen. Bei sehr jungen Tieren lässt sich das Geschlecht erst mit zunehmender Reife eindeutig erkennen.
Zucht
Guppys sind lebendgebärend: Die Jungfische schlüpfen im Körper des Weibchens und kommen voll entwickelt zur Welt. Die Tragzeit beträgt je nach Temperatur etwa vier Wochen, ein Wurf umfasst je nach Größe und Alter des Weibchens zwischen etwa 10 und 100 Jungfische. Weibchen können Samen speichern und bekommen deshalb auch nach der Trennung vom Männchen weitere Würfe. Eltern fressen ihren Nachwuchs gerne; dichte Pflanzen, Schwimmpflanzen oder ein separates Aufzuchtbecken erhöhen die Überlebenschance deutlich. Die Kleinen nehmen fein zerriebenes Flockenfutter oder frisch geschlüpfte Artemia an. Wer den Wiener Smaragd rein erhalten möchte, muss strenge Auswahl und Linientreue beachten, da die typischen Merkmale bei Mischungen schnell verschwinden. Aus einem Schwertmix-Paar fallen die Nachkommen deshalb sehr unterschiedlich in Farbe und Flossenform aus.
Endgröße
Die Männchen erreichen meist etwa 3 bis 4 cm Körperlänge, die Weibchen werden mit etwa 5 bis 6 cm deutlich größer. Die Schwertverlängerung der Schwanzflosse kommt bei den Männchen noch hinzu. Die angebotenen Tiere von etwa 3 bis 4 cm sind noch nicht ganz ausgewachsen und entwickeln Farbe und Flossenform in den folgenden Wochen weiter. Bei guter Pflege werden Guppys in der Regel zwei bis vier, mitunter bis zu fünf Jahre alt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte Zwerggarnelen wie Neocaridina lassen sich mit Guppys meist gut vergesellschaften, da die Fische sie wegen ihres kleinen Mauls kaum beeinträchtigen. Gelegentlich werden aber frisch gehäutete oder sehr kleine Garnelen bedrängt. Ganz anders sieht es beim Nachwuchs aus: Winzige Garnelenbabys werden von Guppys als Futter gesehen und häufig gefressen. Dichtes Moos und viele Verstecke erhöhen zwar die Überlebenschance einzelner Jungtiere, ein regelmäßiger Garnelennachwuchs ist im selben Becken aber kaum zu erwarten. Wer Garnelen gezielt vermehren möchte, sollte sie getrennt halten.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.