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Wasserfreund „Chai“, Hygrophila lancea ‘Chai’, In-Vitro-Pflanze
| Deutscher Name: | Wasserfreund „Chai“ |
| Botanisch: | Hygrophila lancea ‘Chai’ |
| Synonyme: | Hygrophila 'Chai', Hygrophila lancea 'Araguaia' variegata, Chai-Wasserfreund |
| Herkunft: | Wildart in Ost- und Südostasien; 'Chai' ist eine panaschierte Kulturform |
| Standort: | Vorder- bis Mittelgrund |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| pH-Bereich: | 5,5 – 7,0 |
| Wasserhärte: | Weich |
| Wasser-Temperatur: | 20 – 28 °C |
| Düngung: | Regelmäßig, Makro- und Mikronährstoffe |
| CO₂-Zugabe: | Erforderlich |
| Vermehrung: | Kopf- und Seitentriebstecklinge |
| Wachstum: | Langsam |
| Erreichbare Höhe: | 5 – 10 cm, buschig |
| Lieferung als: | In Vitro, 100 ml |
Herkunft von Wasserfreund „Chai“ (Hygrophila lancea ‘Chai’)
Der Wasserfreund „Chai“ ist eine panaschierte Kulturform von Hygrophila lancea, einer Stängelpflanze aus der Familie der Akanthusgewächse. Die Wildart ist in Ost- und Südostasien verbreitet und wächst dort an feuchten Ufern, in Sümpfen und flachen Gewässern, oft zeitweise über Wasser. In der Aquaristik wurde eine schmalblättrige, rötliche Form dieser Art zunächst als Hygrophila 'Araguaia' bekannt, weil man irrtümlich eine Herkunft aus Brasilien annahm; später stellte sich heraus, dass sie zu der asiatischen Hygrophila lancea gehört. Aus dieser Form entstand in einer Gärtnerei in Singapur die Mutation „Chai“, die erst seit wenigen Jahren in Europa erhältlich ist. Ihre schmalen, linealischen Blätter haben einen grünen Mittelstreifen und weiß bis rosa gefärbte Ränder. Dieser Kontrast erinnert an den bekannten rosa Wasserkelch und macht die Pflanze zu einem außergewöhnlichen Farbtupfer im Aquarium. Wie die Ausgangsform wächst auch „Chai“ unter Wasser stark verzweigt und flach ausladend. Da der helle Blattanteil weniger Blattgrün enthält, wächst die Pflanze langsamer und braucht gute Bedingungen. Die angebotenen Pflanzen stammen aus steriler Laborvermehrung und sind frei von Algen und Schnecken.
Optimale Standorte im Aquarium
„Chai“ eignet sich als Akzent im Vorder- und Mittelgrund. Am schönsten wirkt sie als kleine, buschige Gruppe vor dunklen Steinen, Holz oder dunkelgrünen Pflanzen, die den weiß-rosa Blattrand betonen. Auch in Nano-Aquarien und Aquascapes setzt sie besondere Farbakzente. Emers kann sie in Paludarien oder Wabi-Kusa kultiviert werden.
Lichtbedarf
Für eine kräftige Panaschierung und gesundes Wachstum ist helles Licht nötig. Unter schwacher Beleuchtung wird der Wuchs gestreckt, die Färbung verblasst und die Pflanze kümmert.
Haltung und Pflege im Aquarium
Die Pflege ist anspruchsvoll. „Chai“ gedeiht am besten in einem eingefahrenen, stabil laufenden Aquarium mit weichem Wasser; in frisch eingerichteten Becken oder auf neuem Soil tut sie sich schwer. Regelmäßiges Einkürzen der Triebspitzen fördert den buschigen Wuchs. Starke Schwankungen der Wasserwerte sollten vermieden werden.
Düngung
Eine gute Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen ist wichtig, da die hellen Blattbereiche wenig Reserven haben. Ein nährstoffreicher Bodengrund oder Wurzeldünger ergänzt die Flüssigdüngung sinnvoll. Mangelerscheinungen zeigen sich zuerst an verkrüppelten oder blassen Triebspitzen.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist für diese Kulturform praktisch unverzichtbar. Ohne zusätzliches CO2 wächst sie nur sehr schwach oder geht ein; mit 20 bis 30 mg/l entwickelt sie sich zufriedenstellend.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt über Kopf- und Seitentriebstecklinge. Diese werden abgeschnitten und mit einer Pinzette in den Bodengrund gesteckt. Da die Pflanze langsam wächst, sollte man ihr nach dem Schnitt Zeit zur Erholung geben.
Wachstumsgeschwindigkeit
„Chai“ wächst langsam und bildet unter Wasser zahlreiche Seitentriebe, die sich flach ausbreiten. So entsteht nach und nach ein niedriger, dichter Busch mit gebogenen, schmalen Blättern.
Endgröße
Im Aquarium bleibt die Pflanze meist zwischen 5 und 10 Zentimetern und wächst eher in die Breite als in die Höhe.
Lieferung als In-Vitro-Pflanze
Der Wasserfreund „Chai“ wird als In-vitro-Pflanze im Becher mit Nährgel geliefert. Die Pflanzen vorsichtig aus dem Becher nehmen und das Gel unter lauwarmem Wasser gründlich ausspülen, damit keine Reste ins Aquarium gelangen. Anschließend den Bestand in kleine Portionen mit einigen Trieben teilen und diese mit einer Pinzette in den Bodengrund setzen. In den ersten Wochen nach dem Einsetzen ist ein stabiles, gut gedüngtes Becken mit CO2 besonders wichtig.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich (4–8 °dGH) |
| Pflegeanspruch: | Anspruchsvoll |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Erforderlich |
| Pflanzentyp: | Stängelpflanze |
| Aquarienposition: | Vordergrund, Mittelgrund |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Langsam |
| Wuchshöhe: | Klein (bis 10 cm) |
| Lieferform: | In Vitro |
| pH-Wert: | 5,5–7 |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.