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| Deutscher Name: | Wandelnde Geige |
| Wissenschaftlicher Name: | Gongylus gongylodes |
| Synonyme: | Mantis gongylodes, Spectra gongylodes |
| Herkunft: | Indien, Sri Lanka, Südostasien |
| Terrariumgröße: | ab 30 x 30 x 45 cm (B x T x H) für ein einzelnes Tier |
| Beleuchtung: | Helle Beleuchtung mit UV-B-Anteilen |
| Bodengrund: | Unbehandelter Kokoshumus oder ein Gemisch aus Erde und Sand |
| Temperatur: | 25-30 °C am Tag, 20-24 °C in der Nacht |
| Luftfeuchtigkeit: | 50-60 % |
| Futter: | Fliegende Insekten wie Fruchtfliegen, Stubenfliegen, Wachsmotten |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen größer und kräftiger, Männchen haben längere Fühler |
| Zucht möglich: | ja |
| Erreichbare Größe: | Weibchen ca. 10 cm, Männchen ca. 8 cm |
Die Wandelnde Geige (Gongylus gongylodes) stammt aus den tropischen Regionen Indiens, Sri Lankas und Südostasiens. Diese faszinierende Fangschrecke lebt bevorzugt in offenen Wäldern, Sträuchern und Graslandschaften, wo sie ihre außergewöhnliche Tarnung perfekt einsetzen kann. Die Form ihrer Körperanhänge ähnelt trockenen Blättern und verleiht ihr ein unverwechselbares Aussehen, das sie in der Natur nahezu unsichtbar macht. Sie ist bekannt für ihr langsames, wankendes Bewegungsmuster, das das Schwanken von Pflanzen im Wind nachahmt.
Ein einzelnes Tier benötigt ein Terrarium mit den Mindestmaßen von 30 x 30 x 45 cm (B x T x H). Für die Gruppenhaltung sollte die Grundfläche entsprechend größer gewählt werden, um genug Platz für alle Individuen zu bieten. Wichtig sind zahlreiche Klettermöglichkeiten in Form von Zweigen, Ästen und künstlichen Pflanzen. Das Terrarium sollte gut belüftet sein, um Schimmelbildung zu vermeiden, und eine ausreichende Höhe bieten, damit die Tiere sich problemlos häuten können.
Helle Beleuchtung mit einem UV-B-Anteil ist notwendig, um ein gesundes Wachstum und die Vitalität der Tiere sicherzustellen. Tageslichtlampen oder LED-Lampen mit einem natürlichen Lichtspektrum sind empfehlenswert. Zusätzlich können Wärmelampen genutzt werden, um Temperaturzonen im Terrarium zu schaffen.
Als Bodengrund eignet sich unbehandelter Kokoshumus oder ein Gemisch aus Erde und Sand, das eine gewisse Feuchtigkeit speichert, ohne zu nass zu sein. Der Bodengrund sollte regelmäßig kontrolliert werden, um Hygieneprobleme zu vermeiden. Ein trockenerer Bereich im Terrarium kann zusätzlich geschaffen werden, um den Tieren verschiedene Mikroklimazonen anzubieten.
Die ideale Temperatur für Gongylus gongylodes liegt tagsüber zwischen 25 und 30 °C. Nachts kann die Temperatur auf 20 bis 24 °C abgesenkt werden. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Terrarium ist wichtig, wobei Temperaturzonen den Tieren helfen, ihre bevorzugte Umgebung selbst zu wählen.
Eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 % ist für die Wandelnde Geige ausreichend. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Schimmelbildung und Häutungsproblemen führen. Die Luftfeuchtigkeit kann durch regelmäßiges, aber sparsames Besprühen des Terrariums aufrechterhalten werden. Ein gut belüftetes Terrarium hilft, die richtigen Bedingungen zu bewahren.
Die Wandelnde Geige ist ein opportunistischer Jäger und ernährt sich von fliegenden Insekten wie Fruchtfliegen, Stubenfliegen und Wachsmotten. Lebendes Futter ist essenziell, da die Tiere nur auf bewegliche Beute reagieren. Es ist wichtig, eine abwechslungsreiche Ernährung zu bieten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Fütterung sollte in kleinen Mengen, jedoch regelmäßig erfolgen, um die Tiere nicht zu überfüttern.
Weibchen der Wandelnden Geige sind größer und kräftiger gebaut als die Männchen. Letztere besitzen längere und dünnere Antennen sowie eine schlankere Körperform. Während Weibchen ein gedrungeneres Abdomen haben, sind die Flügel der Männchen meist länger, wodurch sie im Vergleich zu den Weibchen agiler wirken.
Die Zucht von Gongylus gongylodes ist bei optimalen Haltungsbedingungen möglich. Nach der Paarung legt das Weibchen mehrere Eipakete (Ootheken) ab, aus denen nach 4 bis 6 Wochen die Jungtiere schlüpfen. Die Aufzucht der Nymphen erfordert besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Fütterung, da sie anfänglich nur sehr kleine Beutetiere wie Fruchtfliegen akzeptieren.
Weibchen der Wandelnden Geige erreichen eine Körperlänge von etwa 10 cm, während Männchen mit etwa 8 cm etwas kleiner bleiben. Die langen Beine und Körperanhänge tragen zusätzlich zu ihrer beeindruckenden Erscheinung bei.
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