Talkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Oulophyllia bennettae, Größe S–M
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Talkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Oulophyllia bennettae, Größe S–M
| Deutscher Name: | Talkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Oulophyllia bennettae |
| Synonyme: | Oulophyllia, Intermediate Valley Coral, Moonstone Coral, Maze Brain Coral |
| Herkunft: | Indowestpazifik vom Roten Meer und Ostafrika bis Samoa; dieses Tier stammt aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), massiv bis kuppelförmig mit großen, kantigen Kelchen |
| Lichtbedarf: | Mittel, eingewöhnt auch mittel bis hoch |
| Strömung: | Schwach bis mäßig |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–10 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1.250–1.350 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Unterer Beckenbereich auf Gestein oder Sand mit viel Platz rundherum |
| Ernährung: | Zooxanthellen; zusätzlich Plankton und kleines Frostfutter |
| Wachstum: | Bildet mit der Zeit eine Kuppel aus labyrinthartigen Graten |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; robust, aber mit kräftigen Fangtentakeln |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Talkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht) (Oulophyllia bennettae)
Oulophyllia bennettae ist eine großpolypige Steinkoralle, die 1977 von Veron, Pichon und Wijsman-Best als Favites bennettae beschrieben wurde. Heute wird sie in der Gattung Oulophyllia geführt, die in älteren Werken der Familie Faviidae und nach neueren Untersuchungen der Familie Merulinidae zugeordnet wird. Im Englischen wird sie als Intermediate Valley Coral bezeichnet. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr groß und reicht vom Roten Meer, dem Golf von Aden und Oman über Ostafrika, Madagaskar, Indien und Sri Lanka bis nach Südostasien, Japan, Australien mit dem Great Barrier Reef und zu den Inseln des Pazifiks bis Samoa. Sie lebt von der Gezeitenzone bis in etwa 40 Meter Tiefe, vor allem an oberen Riffhängen. Die Kolonien sind massiv und können kuppelförmig werden; sie tragen große, kantige Kelche mit weit stehenden Septen und großen, gerundeten Zähnen. In der Aquaristik ist die Gattung eher selten zu sehen. „Lila/Grün“ bezeichnet eine lila und grün gefärbte Farbform, die in Aquakultur vermehrt wird; dieses Tier ist eine Nachzucht. In der Roten Liste der IUCN gilt die Art als nicht gefährdet, im Washingtoner Artenschutzübereinkommen steht sie in Anhang II. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Haltung im Riffaquarium
Die Talkoralle gilt als robuste großpolypige Steinkoralle für ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Werten. Im Aquarium dehnt sie ihr Gewebe oft deutlich über das Skelett hinaus aus, weshalb sie mehr Platz braucht, als der Ableger zunächst vermuten lässt. Kupfer verträgt die Gattung schlecht; kupferhaltige Medikamente und Materialien sind daher tabu. Regelmäßige Kontrollen von KH, Calcium und Magnesium helfen, das Wachstum gleichmäßig zu halten.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein geeigneter Platz liegt im unteren Beckenbereich auf flachem Gestein oder auf einer ruhigen Sandfläche mit mittlerem Licht und schwacher bis mäßiger Strömung. Die Koralle sollte rundherum genug Raum haben, denn Talkorallen können nachts lange Fangtentakel ausbilden, bei manchen Arten der Gattung bis zu etwa 30 Zentimeter. Ein großzügiger Abstand zu anderen Korallen von mindestens 15 Zentimetern ist deshalb ratsam. Neue Tiere zunächst etwas schattiger setzen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 8 bis 10 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1.250 bis 1.350 mg/l liegen; die Koralle verbraucht beim Skelettaufbau Calcium, Karbonat und Magnesium. Auch Strontium, Jod und Spurenelemente sollten ergänzt werden. Die Temperatur liegt idealerweise bei 24 bis 27 °C. Gleichmäßige Werte sind wichtiger als exakte Einzelwerte.
Ernährung und Fütterung
Die Talkoralle lebt zu einem großen Teil von den Zooxanthellen in ihrem Gewebe, fängt mit ihren großen Polypen aber auch Plankton aus dem Wasser. Eine gezielte Fütterung ein- bis zweimal pro Woche mit kleinem Frostfutter wie Mysis, Artemia oder Zooplankton unterstützt Wachstum und Färbung. Am besten abends füttern, wenn die Tentakel ausgestreckt sind, und die Strömung dafür kurz drosseln.
Wachstum und Vermehrung
Oulophyllia bennettae wächst massiv und bildet mit zunehmender Größe eine Kuppel aus labyrinthartigen Graten und Tälern. Kolonien erreichen etwa 25 Zentimeter Durchmesser. Im Aquarium breitet sich zunächst das Gewebe deutlich über das Skelett hinaus aus, bevor die typische Kuppelform entsteht. Die Vermehrung in Aquakultur ist möglich, das Angebot bleibt aber begrenzt.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Talkorallen gelten als wehrhaft: Mit ihren nächtlichen Fangtentakeln können sie Nachbarkorallen nesseln und schädigen. Bei dieser Art werden Fangtentakel von Haltern seltener beobachtet, dennoch sollte von Anfang an großzügig Abstand eingeplant werden. Mit den meisten riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen ist sie verträglich; Fische, die an großpolypigen Steinkorallen zupfen, sind ungeeignet.
Eingewöhnung
Nach dem Auspacken wird die Koralle im Transportwasser langsam an Temperatur und Salzgehalt des Aquariums angeglichen, etwa mit der Tropfmethode über 30 bis 45 Minuten. Anschließend zunächst bei gedämpftem Licht und schwacher Strömung platzieren und die Lichtintensität über zwei bis drei Wochen schrittweise erhöhen.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht der Farbform „Lila/Grün“. Die Angabe „Größe S–M“ bezeichnet die Größenklasse kleiner bis mittlerer Ableger, wie sie bei Steinkorallen üblich ist. Form und Farbverteilung können von Ableger zu Ableger etwas variieren. Die Koralle wird sorgfältig im Beutel mit Meerwasser verpackt.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.