Sonnenkoralle „Gelb“ (Nachzucht), Tubastraea coccinea, Größe S–M
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Sonnenkoralle „Gelb“ (Nachzucht), Tubastraea coccinea, Größe S–M
| Deutscher Name: | Sonnenkoralle „Gelb“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Tubastraea coccinea |
| Synonyme: | Gelbe Sonnenkoralle, Orange Sonnenkoralle, Sun Coral, Orange Cup Coral, Tubastrea |
| Herkunft: | Indo-Pazifik; schattige Felswände, Höhlen und Überhänge im Flachwasser, im Atlantik eingeschleppt |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS) ohne Zooxanthellen, nicht photosynthetisch |
| Lichtbedarf: | Kein Licht nötig; schattiger Platz, starkes Licht fördert Algenbewuchs auf dem Skelett |
| Strömung: | Mäßig und wechselnd; zum Füttern kurz drosseln, damit die Polypen Futter greifen |
| Wasserwerte: | Salinität 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025); pH 8,1–8,4; KH 8–11 °dKH; Ca 400–450 mg/l; Mg 1250–1400 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Unter Überhängen, in Höhlen oder schattig im unteren Bereich, gut erreichbar zum Füttern |
| Ernährung: | Täglich gezielt jedem Polypen: Mysis, Artemia, Copepoden, feines Frost- oder Lebendplankton |
| Wachstum: | Bei reichlicher Fütterung recht zügig; bildet neue Polypen durch Knospung an der Basis |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll; tägliche Einzelfütterung und gute Nährstoffabfuhr erforderlich |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Sonnenkoralle „Gelb“ (Nachzucht) (Tubastraea coccinea)
Tubastraea coccinea ist im tropischen Indo-Pazifik zu Hause und gehört zur Familie Dendrophylliidae. Anders als die meisten Riffkorallen lebt sie ohne symbiotische Algen und siedelt deshalb dort, wo andere Steinkorallen kaum Licht bekommen: an schattigen, senkrechten Felswänden, unter Überhängen und in Höhlen des Flachwassers. Seit Jahrzehnten breitet sich die Art außerdem im westlichen Atlantik, in der Karibik, im Golf von Mexiko und vor Brasilien aus. Als Verbreitungswege gelten Bewuchs an Schiffsrümpfen, Ballastwasser und Bohrinseln, auf deren Stahl und Beton sie dichte Rasen bildet. Ihre Kolonien bestehen aus kleinen Büscheln röhrenförmiger Kelche, die einzeln mehr als einen Zentimeter Durchmesser erreichen können. Das Gewebe ist orange bis rötlich gefärbt, die Tentakel leuchten gelb bis gelborange, das Kalkskelett darunter ist hell. Tagsüber bleiben die Polypen meist eingezogen; nachts strecken sie ihre durchscheinenden Tentakel aus und fangen Zooplankton. Jeder Polyp trägt männliche und weibliche Keimzellen, die Larven können bis zu zwei Wochen frei treiben. Bei der hier angebotenen Handelsform „Gelb“ dominiert ein kräftiges Sonnengelb, wenn die Polypen geöffnet sind. Wie alle Steinkorallen steht die Art in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Dieses Tier stammt aus Nachzucht.
Haltung im Riffaquarium
Die Sonnenkoralle ist kein Selbstläufer, sondern eine Koralle für Halter, die gern täglich Zeit am Becken verbringen. Weil sie keine Zooxanthellen besitzt, deckt sie ihren gesamten Energiebedarf über gefangenes Futter. Unterversorgte Kolonien verhungern langsam: Die Polypen werden kleiner, das Gewebe zieht sich vom Skelett zurück. Gesunde Tiere sind dagegen vollständig mit Gewebe überzogen und öffnen ihre Polypen zur Fütterungszeit zuverlässig. Durch die kräftige Fütterung steigen Nitrat und Phosphat schnell an, deshalb gehören ein leistungsstarker Abschäumer, regelmäßige Wasserwechsel und eine gute Nährstoffabfuhr zur Grundausstattung. Fadenalgen oder Valonia auf dem Skelett sollten früh entfernt werden, da sie das Gewebe verdrängen können.
Licht, Strömung und Platzierung
Am wohlsten fühlt sich die Sonnenkoralle an einem schattigen Platz, etwa unter einem Überhang, in einer Höhle oder im unteren Beckenbereich. Wichtig ist, dass der Platz für die tägliche Fütterung mit Pipette gut erreichbar bleibt. Viele Halter setzen die Kolonie leicht erhöht auf Gestein oder einen Ableger-Halter, damit sich kein Sand auf dem Gewebe sammelt. Zu viel Licht schadet nicht direkt, fördert aber Algen auf dem freiliegenden Skelett. Zu Korallen mit langen Fegetentakeln sollte ausreichend Abstand bestehen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden eine Salinität von 33 bis 35 ‰ (Dichte etwa 1,023 bis 1,025), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 8 bis 11 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l, Magnesium bei 1250 bis 1400 mg/l liegen. Die Temperatur bewegt sich idealerweise zwischen 24 und 27 °C. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist Stabilität. Phosphat und Nitrat sollten trotz der intensiven Fütterung niedrig gehalten werden, damit sich keine Algen auf der Kolonie festsetzen.
Ernährung und Fütterung
Die Fütterung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Geeignet sind aufgetaute Mysis, angereicherte Artemia, Copepoden, Cyclops und anderes feines Frost- oder Lebendplankton. Am besten wird jeder geöffnete Polyp einzeln mit einer Pipette versorgt, bis er das Futter einzieht. Mindestens einmal täglich sollte gefüttert werden, erfahrene Halter füttern auch mehrmals am Tag kleine Portionen. Anfangs öffnen sich die Polypen vor allem nach dem Abschalten des Lichts; mit regelmäßiger Fütterung zur gleichen Zeit lassen sich viele Kolonien auf eine Fütterung am Abend oder sogar tagsüber umgewöhnen. Futterneidische Fische und Garnelen sollten während der Fütterung abgelenkt werden.
Wachstum und Vermehrung
Gut genährte Sonnenkorallen wachsen für eine großpolypige Steinkoralle erstaunlich zügig. Neue Polypen entstehen durch Knospung am Rand und an der Basis, sodass aus einem kleinen Ableger nach und nach ein dichtes Büschel leuchtender Kelche wird. Bleibt die Fütterung zu knapp, stagniert das Wachstum und einzelne Polypen bilden sich zurück.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Sonnenkoralle gilt als friedlich und nesselt kaum gegen Nachbarn. Sie selbst sollte jedoch vor stark nesselnden Korallen mit Fegetentakeln geschützt werden. Falterfische und große Kaiserfische zupfen gern an den Polypen und passen nicht dazu. Garnelen und flinke Fische, die Futter aus den Tentakeln stehlen, erschweren die Fütterung.
Eingewöhnung
Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam an, am besten über die Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten. Anschließend wird die Koralle unter Wasser vorsichtig an ihrem Platz eingesetzt; das Skelett ist zerbrechlich und sollte nur an der Unterseite angefasst werden. Ein Korallenbad gegen Schädlinge ist empfehlenswert. In den ersten Tagen kann es dauern, bis sich die Polypen öffnen; bieten Sie dann abends gezielt Futter an.
Lieferung
Sie erhalten einen Nachzucht-Ableger der Sonnenkoralle in der Größenklasse S–M. Diese Angabe beschreibt die Größe des Ablegers als Klasse und nicht als feste Zentimeterzahl, da jeder Ableger etwas anders gewachsen ist. Die Farbe „Gelb“ zeigt sich am deutlichsten bei geöffneten Polypen und neutralem Tageslichtspektrum; unter blauem Licht wirkt sie gedämpfter.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.