Skalar „Santa Isabel“, Pterophyllum scalare
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Skalar „Santa Isabel“, Pterophyllum scalare
| Deutscher Name: | Skalar „Santa Isabel“ |
| Wissenschaftlich: | Pterophyllum scalare |
| Synonyme: | Skalar, Segelflosser, Santa-Isabel-Skalar, Santa Isabel Angelfish, Freshwater Angelfish |
| Herkunft: | Oberer Rio Negro um Santa Isabel do Rio Negro, Brasilien (Schwarzwasser) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppenhaltung ab 6 Tieren; friedlich, zur Laichzeit territorial |
| Wasserwerte: | Weich bis mittelhart, schwach sauer; pH ca. 5,5–7,0, GH ca. 2–10 (Richtwerte) |
| Temperatur: | ca. 25–29 °C, bevorzugt 26–28 °C |
| Beckengröße: | Für eine Gruppe ab ca. 400 L, Beckenhöhe mind. 50 cm |
| Bepflanzung: | Hohe, schmalblättrige Pflanzen, Wurzeln, gedämpftes Licht, Schwimmpflanzen |
| Futter: | Allesfresser: Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar; sicher erst zur Laichzeit an der Legeröhre |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, Paarbildung aus der Gruppe; Nachzucht gilt als anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | Körper ca. 12–15 cm, mit Flossen deutlich höher (Spanne ca. 20–30 cm) |
| Liefergröße: | ca. 8,0-10,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Zwerggarnelen gefährdet, Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Skalar „Santa Isabel“ (Pterophyllum scalare)
Der Skalar Pterophyllum scalare ist im Amazonasgebiet zuhause, mit Nachweisen vor allem aus Brasilien, Kolumbien, Peru, Guyana und Französisch-Guayana. Bei „Santa Isabel“ handelt es sich nicht um eine eigene Art, sondern um eine nach ihrem Fundort benannte Form: Gemeint sind Tiere vom oberen Rio Negro rund um die Stadt Santa Isabel do Rio Negro im brasilianischen Bundesstaat Amazonas. Der Rio Negro ist ein klassischer Schwarzwasserfluss. Sein Wasser ist durch Huminstoffe teefarben, nährstoffarm, weich und sauer, und genau an diese Bedingungen sind die Tiere dort angepasst. Die Form fällt durch einen hohen, seitlich stark abgeflachten Körper und lang ausgezogene Flossen auf. Typisch ist ein rötlicher Farbton auf dem Rücken, der sich bis in die Rückenflosse ziehen kann, dazu bei erwachsenen Tieren oft eine teilweise rot gefärbte Iris. Die Gitterzeichnung in Schwanz- und Afterflosse hilft, sie vom echten Altum-Skalar zu unterscheiden. Im Handel wird sie gelegentlich als „Santa Isabel Altum“ bezeichnet. Das ist irreführend, denn Pterophyllum altum stammt aus dem Orinoco-Einzugsgebiet und ist eine eigene Art. Innerhalb der Gattung gelten derzeit drei Arten als anerkannt: Pterophyllum scalare, P. altum und P. leopoldi. Die Santa-Isabel-Tiere gehören zu P. scalare. Ob einzelne Tiere im Handel Wildfänge oder Nachzuchten sind, lässt sich allein am Namen nicht erkennen.
Vergesellschaftung
Skalare sind gesellige Buntbarsche und fühlen sich in einer Gruppe von mindestens sechs Tieren am wohlsten. Aus einer solchen Gruppe finden sich später oft von selbst Paare zusammen, was meist stabiler ist als ein künstlich zusammengestelltes Paar. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine lockere Rangordnung mit Imponieren und kurzen Scheinangriffen, ernsthafte Verletzungen sind bei ausreichend Platz und Sichtschutz eher die Ausnahme. Zur Laichzeit verteidigen die Paare ihr Revier deutlich energischer, dann braucht es Ausweichraum. Gut passen friedliche, ähnlich große Begleiter, etwa größere Salmler, ruhige südamerikanische Zwergbuntbarsche oder Buntbarsche der Gattung Heros sowie Panzerwelse und Harnischwelse am Boden. Sehr kleine Fische wie Neonsalmler können bei ausgewachsenen Skalaren als Futter enden. Flossenzupfer wie Tigerbarben und sehr hektische, aufdringliche Arten stressen die langsam schwimmenden Tiere. Junge Tiere im Größenbereich von 8–10 cm sind zunächst noch vorsichtig und profitieren von ruhiger Gesellschaft und Rückzugsmöglichkeiten.
Passende Wasserparameter
Die Form stammt aus weichem, saurem Schwarzwasser. Im Aquarium gelten als Richtwerte ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,0, eine Gesamthärte von grob 2 bis 10 °dGH und eine niedrige Karbonathärte. Je weicher und saurer das Wasser, desto näher liegen die Bedingungen am Naturstandort, was besonders bei Zuchtversuchen und für die Farbentwicklung hilfreich sein kann. Seriöse Quellen nennen hier etwas abweichende Spannen, deshalb sind die Werte als Orientierung zu verstehen. Wichtiger als eine exakte Zahl ist ein stabiles, sauberes Wasser: Nitrat niedrig halten, Ammonium und Nitrit müssen null sein, und regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Wasserwechsel bitte temperiert und in der Härte angepasst durchführen. Huminstoffquellen wie Seemandelbaumblätter, Erlenzapfen oder Wurzelholz können das Wasser leicht abpuffern und färben. Bei Neuzugängen empfiehlt sich eine langsame Anpassung an die Wasserwerte des Beckens.
Haltungstemperatur
Für diese Rio-Negro-Form eignen sich Temperaturen von etwa 25 bis 29 °C, mit einem Wohlfühlbereich um 26 bis 28 °C. Zur Zucht darf es am oberen Ende dieser Spanne liegen. Kühlere Phasen unter 24 °C schwächen die Tiere und erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten. Starke Schwankungen sollten vermieden werden, ein zuverlässiger Heizer mit Thermostat und ein zusätzliches Kontrollthermometer sind sinnvoll.
Beckengröße
Skalare werden mit ihren Flossen sehr hoch, und diese Form zählt zu den eher großen Vertretern. Deshalb zählt neben dem Volumen vor allem die Beckenhöhe. Für eine Gruppe erwachsener Tiere sind etwa 400 Liter und eine Höhe von mindestens 50 cm ein sinnvoller Richtwert, ein einzelnes Paar kommt mit gut 250 Litern aus. Die Jungtiere von 8 bis 10 cm können anfangs in einem kleineren Becken eingewöhnt werden, wachsen aber zügig und sollten nicht zu lange beengt gehalten werden. Eine feste Abdeckung ist empfehlenswert, da erschreckte Fische springen können.
Bepflanzung
Ein hohes, strukturreiches Becken passt zum Körperbau. Lange, schmalblättrige Pflanzen wie Vallisneria, aber auch Schwertpflanzen mit breiten Blättern bieten Sichtschutz und dienen als Laichfläche. Senkrecht stehende Wurzeln, Schieferplatten oder Tonröhren werden gern als Laichplatz genutzt. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht, was zu den Schwarzwasser-Verhältnissen passt und scheue Tiere beruhigt. Als Bodengrund eignen sich feiner Sand oder Kies in dunkleren Tönen; Laub und Holz unterstreichen den Biotopcharakter. Zwischen Pflanzen und Dekor sollte freier Schwimmraum bleiben, da die Fische viel Platz zum Drehen benötigen. Zur Laichzeit können Pflanzen aufgeräumt oder angeknabbert werden, daher sollten sie kräftig bewurzelt sein.
Futter
Skalare sind Allesfresser mit deutlichem Raubfischanteil. Hochwertige Flocken und Granulat bilden die Basis, ergänzt durch Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia und Mysis sowie gelegentlich Lebendfutter. Ein abwechslungsreicher Speiseplan fördert Gesundheit und Färbung. Gefüttert wird am besten ein- bis zweimal täglich nur so viel, wie in wenigen Minuten gefressen wird; heranwachsende Tiere dürfen etwas häufiger kleine Portionen erhalten. Frisches Futter erleichtert Wildformen oft die Eingewöhnung. Futterreste sollten entfernt werden, damit das Wasser sauber bleibt.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich lassen sich Männchen und Weibchen bei Skalaren kaum unterscheiden, bei Jungtieren von 8 bis 10 cm praktisch gar nicht. Bei alten Tieren kann ein Männchen einen kräftigeren Stirnbuckel oder einen etwas bulligeren Kopf zeigen, das ist aber unzuverlässig. Sicher erkennbar wird das Geschlecht erst zur Laichzeit an der Legeröhre: Beim Weibchen ist sie breit und stumpf, beim Männchen schmaler und spitzer. Zum Ablaichen finden sich zudem häufig gleich große Paare zusammen, die sich gemeinsam von der Gruppe abgrenzen.
Zucht
Skalare sind Offenbrüter. Das Paar reinigt eine senkrechte Fläche wie ein Pflanzenblatt, Schiefer oder Rohr und das Weibchen legt dort Eier ab, die das Männchen befruchtet. Beide Eltern bewachen, befächeln und später die Jungfische. Bei dieser Santa-Isabel-Form berichten Halter, dass die Zucht nicht ganz einfach ist und ähnliche Schwierigkeiten bereitet wie beim Altum-Skalar. Ideal ist es, wenn sich das Paar selbst aus einer Gruppe findet. Weiches, saures, sauberes Wasser und Ruhe im Becken begünstigen den Erfolg. Unerfahrene Paare fressen den Laich gelegentlich, was nicht ungewöhnlich ist. Die Jungfische werden zunächst mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien und feinem Staubfutter aufgezogen. Sicher aufgezogen werden sie am besten in einem separaten Becken.
Endgröße
Die Größenangaben schwanken je nach Quelle: Der Körper wird etwa 12 bis 15 cm lang, mit Rücken- und Afterflosse erreichen die Tiere eine Höhe von rund 20 bis 30 cm, einzelne Angaben nennen mehr. Die angebotenen Tiere von 8 bis 10 cm haben ihre endgültige Größe also noch lange nicht erreicht und wachsen bei guter Pflege über einige Monate deutlich. Die Form gilt als besonders hochrückig und wuchtig.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte Garnelen: Skalare sind Allesfresser mit Raubfischanteil, und sehr kleine Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina werden erfahrungsgemäß als Futter angesehen; sicher ist ihr Überleben nicht. Größere, wehrhafte Arten können in einem dicht bepflanzten Becken mit vielen Verstecken eher bestehen, eine Garantie gibt es jedoch nicht. Garnelennachwuchs: Jungtiere und frisch geschlüpfte Garnelen sind für Skalare leichte Beute und sollten nicht mit ihnen vergesellschaftet werden. Wer Garnelen halten will, sollte sie vorsichtig und mit Rückzugsorten ausprobieren.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.