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Signalflossensalmler, Micralestes humilis

Rote Signalflosse

Leuchtend rote Fettflosse und rot gefärbte obere Augenhälfte

Afrikanischer Schwarm

Silbriger Schwarmfisch für westafrikanische Gesellschaftsbecken

Anspruchslos im Wasser

Kommt mit weichem bis hartem Wasser und Flockenfutter gut zurecht

Seltener Wildfang

Nur gelegentlich angebotene Art aus dem Einzugsgebiet des Niger

Signalflossensalmler, Micralestes humilis


Auf einen Blick: Signalflossensalmler, Micralestes humilis
Deutscher Name:Signalflossensalmler
Wissenschaftlich:Micralestes humilis
Synonyme:Rotfettflossen-Kongosalmler, Afrikanischer Signalsalmler, Micralestes stormsi (Handelsname)
Herkunft:West- und Zentralafrika: Kongobecken, Niger, Cross, Ogowe; Tschad- und Mwerusee
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher, schreckhafter Schwarmfisch; Gruppe ab 8–10 Tieren
Wasserwerte:pH 6,5–7,5, weich bis hart (bis etwa 20 °dGH)
Temperatur:22–26 °C
Beckengröße:Ab 100 cm Kantenlänge mit viel Schwimmraum
Bepflanzung:Randbepflanzung, Wurzeln und gedämpftes Licht, viel freie Fläche
Futter:Allesfresser: Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter
Geschlechts-Unterschiede:Männchen mit vorn ausgebuchteter Afterflosse
Zucht möglich:Freilaicher ohne Brutpflege; im Aquarium kaum dokumentiert
Maximale Größe:Meist 6–8 cm, in der Natur bis etwa 10 cm
Liefergröße:ca. 3–5 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Zwerggarnelen bedingt, Nachwuchs wird gefressen
Im Detail: Signalflossensalmler, Micralestes humilis

Herkunft von Signalflossensalmler (Micralestes humilis)

Der Signalflossensalmler gehört zu den afrikanischen Echten Salmlern und ist ein naher Verwandter des bekannten Kongosalmlers. Beschrieben wurde die Art bereits 1899. Sie ist in Afrika weit verbreitet: Nachweise gibt es aus weiten Teilen des Kongobeckens, aus den Küstenflüssen Niederguineas wie Cross, Ntem und Ogowe, aus dem Niger und dem Sambesi sowie aus dem Tschad- und dem Mwerusee. Dort lebt der Fisch in Schwärmen im freien Wasser von Flüssen und Seen. Im Handel wird er meist unter dem Namen Micralestes stormsi angeboten; diese Art sieht sehr ähnlich aus und wird von Fachleuten teils sogar für identisch gehalten. Mehrere weitere Micralestes-Arten ähneln sich auf den ersten Blick stark, was häufig zu Verwechslungen führt. Auffälligstes Merkmal ist die leuchtend rote Fettflosse, daneben ist die obere Hälfte des Auges rot gefärbt. Die rote Fettflosse wirkt im Schwarm als Signal, das die Gruppe zusammenhält, und lenkt Fressfeinde womöglich vom empfindlichen Auge ab. Der silbrig glänzende Körper bildet in westafrikanischen Gesellschaftsbecken einen schönen Kontrast zu bunteren Arten. Angeboten werden Wildfänge aus Nigeria, die nur gelegentlich verfügbar sind.

Vergesellschaftung

Der Signalflossensalmler ist ein friedlicher, aber ausgesprochen schreckhafter Schwarmfisch und ein typisches Fluchttier. Er sollte unbedingt in einer Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren gepflegt werden, damit er sich sicher fühlt. Als Mitbewohner passen ruhige, friedliche Fische wie andere afrikanische Salmler, Prachtbarsche oder Panzerwelse. Hektische, ruppige oder große räuberische Arten verunsichern die Tiere und sind ungeeignet. In einem ruhigen Becken zeigen sie ihr schönes Schwarmverhalten am besten.

Passende Wasserparameter

Die Art ist bei der Wasserchemie anspruchslos. Ein pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5 und weiches bis hartes Wasser bis etwa 20 °dGH sind gut geeignet. Wichtig sind sauberes, sauerstoffreiches Wasser und regelmäßige Teilwasserwechsel. Eine leichte Strömung kommt den aktiven Schwimmern entgegen. Wildfänge sollten langsam an die eigenen Wasserwerte gewöhnt werden.

Haltungstemperatur

Ideal ist eine Wassertemperatur von etwa 22 bis 26 °C. Kurzfristig werden auch Werte bis 27 °C vertragen, auf Dauer ist der mittlere Bereich jedoch zu empfehlen.

Beckengröße

Als lebhafter, schreckhafter Schwarmfisch braucht der Signalflossensalmler viel Platz. Empfehlenswert ist ein Aquarium ab etwa 100 cm Kantenlänge mit großem, freiem Schwimmraum. Eine gut schließende Abdeckung ist wichtig, da erschreckte Tiere springen können.

Bepflanzung

Eine gut strukturierte Einrichtung mit dichter Rand- und Hintergrundbepflanzung, Wurzeln und einigen Schwimmpflanzen gibt den Fischen Sicherheit. Gleichzeitig muss genügend freier Schwimmraum bleiben. Gedämpftes Licht und ein dunkler Bodengrund mindern die Schreckhaftigkeit und lassen die rote Fettflosse besonders gut zur Geltung kommen.

Futter

Der Signalflossensalmler ist ein unkomplizierter Allesfresser. Er nimmt hochwertiges Flocken- und Granulatfutter ebenso an wie Frost- und Lebendfutter, etwa Mückenlarven, Daphnien, Artemia und Cyclops. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Färbung und Kondition. Da die Fische im freien Wasser fressen, kommen sie auch neben anderen Schwarmfischen gut zum Zug.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter lassen sich an der Form der Afterflosse unterscheiden: Bei den Männchen ist deren vorderer Teil deutlich ausgebuchtet bzw. verdickt, bei den Weibchen verläuft der Rand gerade. Weibchen wirken zudem etwas fülliger.

Zucht

Über die Zucht im Aquarium ist kaum etwas veröffentlicht. Wie andere afrikanische Salmler dürfte der Signalflossensalmler ein Freilaicher ohne Brutpflege sein, der seine Eier über Pflanzen oder dem Boden verstreut. Für einen Zuchtversuch empfiehlt sich ein großes Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und feinfiedrigen Pflanzen; die Elterntiere sollten nach dem Ablaichen entfernt werden.

Endgröße

In der Literatur werden teils über 10 cm Gesamtlänge genannt, im Aquarium erreichen die Tiere meist etwa 6 bis 8 cm. Geliefert werden Tiere von etwa 3 bis 5 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Ausgewachsene Zwerggarnelen werden von dem Salmler meist nur gelegentlich bedrängt, sind aber nicht völlig sicher. Garnelennachwuchs gilt dagegen als Beute und wird gefressen. Für Garnelenzuchtbecken ist die Art daher nicht geeignet.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen
Wasserhärte: sehr weich (0–4 °dGH), weich (4–8 °dGH), mittelhart (8–15 °dGH)
pH-Bereich: sauer (unter pH 6,5), neutral (pH 6,5–7,5)
Endgröße: über 5 bis 10 cm
Haltungsform: Schwarmhaltung
Aufenthaltsbereich: Freiwasser

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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