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Schwertträger „Güntheri“ Farbmix, Xiphophorus hellerii

Lebhafter Farbmix

Bunte Mischung aus Zuchtfarben, Zusammenstellung variiert

Robust im Alltag

Anpassungsfähig, für Anfänger und Gesellschaftsbecken geeignet

Ab 100 cm Becken

Braucht Schwimmraum und eine Gruppe mit Weibchenüberschuss

Lebendgebärend

Nachwuchs ist häufig; Jungfische brauchen Schutzbereiche

Schwertträger „Güntheri“ Farbmix, Xiphophorus hellerii


Auf einen Blick: Schwertträger „Güntheri“ Farbmix, Xiphophorus hellerii
Deutscher Name:Schwertträger „Güntheri“ Farbmix
Wissenschaftlich:Xiphophorus hellerii
Synonyme:Grüner Schwertträger, Helleri, Green Swordtail, Schwertträger Farbmix, Güntheri-Schwertträger
Herkunft:Mittelamerika, natürliches Areal von Veracruz (Mexiko) bis Honduras; Handelsware aus Nachzucht
Gesellschafts-Aquarium:Lebhaft, aber im Gesellschaftsbecken meist friedlich; in der Gruppe mit mehr Weibchen als Männchen halten
Wasserwerte:pH ca. 7,0–8,3, mittelhart bis hart (etwa 10–30 °dGH), gut eingefahrenes Wasser
Temperatur:Spanne in der Literatur 18–28 °C; praxisnah 22–26 °C
Beckengröße:Ab 100 cm Kantenlänge, für eine Gruppe besser 160 Liter und mehr
Bepflanzung:Dichte Randbepflanzung mit viel freiem Schwimmraum in der Beckenmitte
Futter:Allesfresser: Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter plus pflanzliche Anteile
Geschlechts-Unterschiede:Männchen mit Gonopodium und Schwert, Weibchen größer und fülliger; bei 4–6 cm oft noch nicht sicher erkennbar
Zucht möglich:Lebendgebärend, sehr leicht; Jungfische werden ohne Verstecke leicht gefressen
Maximale Größe:Lieferung 4–6 cm; ausgewachsen meist 8–12 cm, Weibchen größer
Liefergröße:ca. 4,0-6,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte größere Garnelen oft möglich, Nachwuchs und kleine Garnelen werden gefressen
Im Detail: Schwertträger „Güntheri“ Farbmix, Xiphophorus hellerii

Herkunft von Schwertträger „Güntheri“ Farbmix (Xiphophorus hellerii)

Der Schwertträger Xiphophorus hellerii ist ein Lebendgebärender aus der Familie der Poeciliidae und stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom Río Nantla im mexikanischen Veracruz über Guatemala und Belize bis nach Honduras. Dort besiedelt er Flüsse, Bäche, Lagunen und pflanzenreiche Uferzonen, teils mit guter Strömung, vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern. Das Wasser ist in diesen Lebensräumen eher hart und neutral bis alkalisch, manche Populationen leben sogar nahe an Flussmündungen. Diese Anpassungsfähigkeit erklärt, warum die Art im Aquarium so unkompliziert ist. Der Name „Güntheri“ im Handel ist keine wissenschaftlich abgegrenzte Form. Xiphophorus guentheri gilt als älteres Synonym der Art, die Bezeichnung wird im Zierfischhandel aber uneinheitlich für Zuchtfarbschläge verwendet. Die angebotenen Tiere sind Nachzuchten, keine Wildfänge. Sie zeigen als Farbmix unterschiedliche Zeichnungen, meist mit grünlichen, gelblichen, orangen oder rötlichen Anteilen. Welche Färbung die einzelnen Fische ausbilden, lässt sich bei der Lieferung nicht zusichern. Die Zuchtlinien sind jahrzehntelang auf Farbe und Robustheit selektiert worden, weshalb sie meist deutlich genügsamer sind als Wildfänge.

Vergesellschaftung

Schwertträger sind temperamentvolle, aktive Schwimmer, die sich in der Beckenmitte und im oberen Bereich aufhalten. Gegenüber anderen Fischen verhalten sie sich meist friedlich, untereinander können aber vor allem die Männchen Rangkämpfe austragen und Weibchen intensiv bedrängen. Deshalb gehört eine Gruppe mit deutlich mehr Weibchen als Männchen ins Becken, mindestens vier bis fünf Tiere. Gut passen robuste, ähnlich große und nicht zu ruhige Mitbewohner wie andere Lebendgebärende, Barben, Panzerwelse oder Regenbogenfische, sofern die Wasserwerte übereinstimmen. Sehr langsame, langflossige oder scheue Arten können durch die Lebhaftigkeit gestresst werden. Platys und Schwertträger lassen sich kreuzen; wer reine Linien möchte, hält sie getrennt.

Passende Wasserparameter

Schwertträger bevorzugen mittelhartes bis hartes, neutrales bis leicht alkalisches Wasser. Üblich sind pH-Werte von etwa 7,0 bis 8,3 und eine Gesamthärte von grob 10 bis 30 °dGH, die Quellen nennen dabei leicht unterschiedliche Spannen. Sehr weiches, saures Wasser ist auf Dauer ungünstig. Wichtiger als der exakte Wert ist Beständigkeit: Regelmäßige Teilwasserwechsel, ein eingefahrenes Filtersystem und niedrige Nitratwerte halten die Tiere vital. Wer neu eingesetzte Jungfische langsam an die Wasserwerte des Beckens gewöhnt, vermeidet unnötigen Stress.

Haltungstemperatur

In der Literatur finden sich Angaben zwischen etwa 18 und 28 °C. Für die Praxis haben sich 22 bis 26 °C bewährt: Dann sind die Fische munter, fressen gut und entwickeln sich zügig. Dauerhaft sehr kühles Wasser verlangsamt Stoffwechsel und Wachstum, dauerhaft sehr warmes Wasser verkürzt tendenziell die Lebensspanne und erhöht den Sauerstoffbedarf. Kurzzeitige Schwankungen werden gut toleriert, plötzliche Sprünge sollten aber vermieden werden.

Beckengröße

Auch wenn die Lieferware nur 4 bis 6 cm misst, werden Schwertträger deutlich größer und sind ausgesprochen schwimmfreudig. Viele Quellen nennen mindestens 100 cm Kantenlänge, andere raten zu 120 cm und rund 200 Litern. Für eine kleine Gruppe mit Weibchenüberschuss sind etwa 160 Liter eine sinnvolle Orientierung; je größer das Becken, desto entspannter ist das Sozialverhalten. Eine gut schließende Abdeckung ist empfehlenswert, da die Tiere bei Schreck oder Balz springen können.

Bepflanzung

Am wohlsten fühlen sich Schwertträger in einem Becken mit dichter Bepflanzung an den Rändern und im Hintergrund, kombiniert mit einer großen freien Fläche zum Schwimmen. Robuste Pflanzen wie Vallisnerien, Javafarn, Hornkraut oder Wasserpest passen gut zu hartem Wasser. Schwimmpflanzen und feinfiedrige Büschel bieten Weibchen und Jungfischen Rückzug und dämpfen die Balz der Männchen. Zwischen Wasseroberfläche und Pflanzen sollte etwas Raum bleiben, weil sich die Fische gern im oberen Wasserbereich aufhalten. Wurzeln und Steine dienen als Strukturgeber.

Futter

Schwertträger sind Allesfresser und nehmen Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter gerne an. Ein pflanzlicher Anteil, etwa durch Spirulina-Flocken, gebrühten Spinat oder Algenaufwuchs, ist wichtig für Verdauung und Farbe. Gefüttert wird ein- bis zweimal täglich in Mengen, die in wenigen Minuten aufgenommen werden. Für heranwachsende Tiere dürfen es abwechslungsreiche, fein zerkleinerte Futtersorten mit etwas höherem Eiweißanteil sein. Überfütterung belastet das Wasser und führt rasch zu verfetteten Fischen.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsreife Männchen erkennen Sie am Gonopodium, der zur Begattungsflosse umgebildeten Afterflosse, und am namensgebenden Schwert am unteren Rand der Schwanzflosse. Weibchen bleiben ohne Schwert, werden aber größer, kräftiger und im trächtigen Zustand deutlich fülliger; oft zeigt sich ein dunkler Trächtigkeitsfleck. Bei Fischen von 4 bis 6 cm ist die Unterscheidung noch nicht immer sicher, das Geschlechterverhältnis lässt sich daher beim Kauf nicht garantieren. Gelegentlich entwickeln ältere Weibchen männliche Merkmale, ein bei Schwertträgern bekanntes Phänomen.

Zucht

Schwertträger sind lebendgebärend und vermehren sich im Gesellschaftsbecken meist ohne Zutun. Die Tragzeit beträgt je nach Temperatur grob vier bis sechs Wochen, die Würfe können je nach Größe des Weibchens zahlreiche Jungfische umfassen. Weibchen speichern Samen und können mehrfach ohne neue Paarung werfen. Die Eltern fressen Nachwuchs, wenn er nicht Rückzug findet: Dichte Schwimmpflanzen, Javamoos oder ein Ablaichkasten erhöhen die Überlebensrate. Die Kleinen nehmen fein zerriebenes Flockenfutter und frisch geschlüpfte Artemia an und wachsen bei guter Pflege zügig heran. Farbmix-Nachzuchten fallen farblich unterschiedlich aus und müssen nicht den Elterntieren gleichen.

Endgröße

Die Tiere werden mit 4 bis 6 cm geliefert und sind damit noch Jungfische. Ausgewachsen erreichen Zuchtformen häufig etwa 8 bis 12 cm, wobei Weibchen meist größer werden als Männchen; das Schwert kommt bei den Männchen zusätzlich zur Körperlänge hinzu. Die Quellen nennen leicht abweichende Maximalwerte, Wildformen können noch etwas größer werden. Mit guter Pflege liegt die Lebenserwartung bei mehreren Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Adulte, größere Garnelen werden von Schwertträgern häufig in Ruhe gelassen, wenn das Becken dicht strukturiert ist und die Fische satt sind; eine Garantie gibt es jedoch nicht, da die Tiere opportunistisch Futter nehmen. Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina sind riskanter, vor allem frisch gehäutete Tiere. Garnelennachwuchs und frisch geschlüpfte Jungtiere werden dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen. Ein dauerhafter Zuchtbestand von Zwerggarnelen ist mit Schwertträgern deshalb nicht zu erwarten. Moos, Wurzeln und Laub helfen den Garnelen, sind aber kein sicherer Schutz.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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