Schwarzkehl-Zwergbuntbarsch „Super Red“, Apistogramma viejita, ca. 3,0-4,0 cm
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Schwarzkehl-Zwergbuntbarsch „Super Red“, Apistogramma viejita, ca. 3,0-4,0 cm
| Deutscher Name: | Schwarzkehl-Zwergbuntbarsch „Super Red“ |
| Wissenschaftlich: | Apistogramma viejita |
| Synonyme: | Apistogramma viejita Super Red, Viejita Super Red, Roter Viejita |
| Herkunft: | Zuchtform, Stammart aus dem Rio-Meta-Gebiet in Kolumbien |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paar oder ein Männchen mit zwei Weibchen, kleine friedliche Salmler |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, GH 2–10 °dH |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm, rund 54 Liter |
| Bepflanzung: | Sand, Wurzeln, Laub, Höhlen und Randbepflanzung |
| Futter: | Artemia, Cyclops, Mückenlarven, feines Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer mit roten Kopf- und Flankenpartien, Weibchen gelblich |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter, das Weibchen übernimmt die Brutpflege |
| Maximale Größe: | Männchen etwa 5–6 cm, Weibchen um 4 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Schwarzkehl-Zwergbuntbarsch „Super Red“ (Apistogramma viejita)
Der Schwarzkehl-Zwergbuntbarsch „Super Red“ ist eine Zuchtform von Apistogramma viejita, bei der die roten Farbanteile der Männchen durch gezielte Auslese stark verstärkt wurden. Ausgefärbte Männchen zeigen kräftig rote Wangen und Kiemendeckel, eine rot überhauchte Vorderhälfte des Körpers und rote Säume in Rücken- und Schwanzflosse. Die Stammart kommt im oberen Einzugsgebiet des Rio Meta in Kolumbien vor, das zum Orinoco-System gehört. Dort lebt sie in flachen, langsam fließenden Uferbereichen mit dichter Ufervegetation und Laubschichten, oft in offener Savannenlandschaft. Die Bezeichnung „viejita“ stammt aus dem Spanischen und bedeutet sinngemäß „kleine Alte“. Im Handel wird der Name allerdings uneinheitlich verwendet: Viele als viejita angebotene Tiere gehen ganz oder teilweise auf die nahe verwandte Art Apistogramma macmasteri zurück. Bei Zuchtformen wie dieser ist die genaue Abstammung daher nicht immer sicher nachvollziehbar. Für die Haltung spielt das kaum eine Rolle, denn beide Arten stellen sehr ähnliche Ansprüche. Die angebotenen Tiere stammen aus tschechischer Nachzucht, sind an Aquarienwasser gewöhnt und deutlich robuster als Wildfänge. Ihre volle Rotfärbung entwickeln die Männchen erst mit der Geschlechtsreife.
Vergesellschaftung
Die Fische werden als Paar oder als kleiner Harem aus einem Männchen und zwei Weibchen gepflegt. Jedes Weibchen braucht eine eigene Höhle. Gegenüber anderen Arten sind sie friedlich; ideale Mitbewohner sind kleine Salmler wie Ziersalmler, Glühlichtsalmler oder Beilbauchsalmler sowie Otocinclus. Andere Apistogramma-Arten sollten nicht im selben Becken leben, um Streit und Kreuzungen zu vermeiden.
Passende Wasserparameter
Wildfänge der Art stammen aus extrem weichem, saurem Wasser. Die angebotenen Zuchtformen sind deutlich anpassungsfähiger und kommen mit pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 10 °dH gut zurecht. Für die Zucht und die beste Färbung ist weiches, leicht saures Wasser mit pH 6 bis 6,5 vorteilhaft. Saubere Wasserqualität mit wenig Nitrat ist wichtig.
Haltungstemperatur
Geeignet sind 24 bis 28 °C. Die Temperatur bei der Eientwicklung beeinflusst wie bei allen Apistogramma das Geschlechterverhältnis der Jungtiere.
Beckengröße
Ein Paar oder ein kleiner Harem lässt sich ab 60 cm Kantenlänge und etwa 54 Litern pflegen. Wichtiger als die Höhe ist eine gut strukturierte Bodenfläche mit mehreren Höhlen und Sichtbarrieren.
Bepflanzung
Feiner Sand, Wurzeln, eine Lage Falllaub und dichte Randbepflanzung schaffen Verstecke und Reviere. Kleine Höhlen aus Kokosnussschalen oder Ton dienen als Brutplatz. Gedämpftes Licht, zum Beispiel durch Schwimmpflanzen, lässt das Rot besonders intensiv wirken.
Futter
Als Kleintierfresser nehmen die Fische am liebsten Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven. Feines Granulat wird von Nachzuchten gut angenommen. Carotinoidhaltiges Futter unterstützt die Rotfärbung.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden größer, haben ausgezogene Rücken- und Bauchflossen und tragen die intensive Rotfärbung an Kopf und Flanken. Weibchen bleiben kleiner, sind gelblich bis graugelb gefärbt und zeigen in der Brutpflege ein leuchtendes Gelb mit schwarzer Zeichnung. Jungtiere lassen sich ab etwa 3 cm an den Flossen unterscheiden.
Zucht
Das Weibchen legt die Eier an die Decke einer Höhle und bewacht Gelege und Larven allein, während das Männchen das Revier verteidigt. Die Larven schlüpfen nach etwa zwei bis drei Tagen, nach einer weiteren Woche schwimmen die Jungen frei. Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien sind das ideale Aufzuchtfutter. Nicht alle Nachkommen erreichen die gleiche Intensität der Rotfärbung.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 5 bis 6 cm, Weibchen bleiben bei rund 4 cm. Die angebotenen Tiere sind 3 bis 6 cm groß. Die Lebenserwartung liegt bei etwa drei bis fünf Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene Zwerggarnelen werden meist nicht ernsthaft verfolgt, Garnelennachwuchs gehört aber zur Beute. Für Garnelenzuchtbecken sind die Fische daher nicht geeignet.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.