Schwarzfleck-Fangschreckenkrebs, Gonodactylus smithii
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Schwarzfleck-Fangschreckenkrebs, Gonodactylus smithii
| Deutscher Name: | Schwarzfleck-Fangschreckenkrebs |
| Wissenschaftlich: | Gonodactylus smithii |
| Synonyme: | Violettfleck-Fangschreckenkrebs |
| Herkunft: | Indopazifik; flache Riffdächer und Korallengeröll |
| Lebensweise: | Tagaktiver Schmetterer mit eigener Höhle |
| Riffaquarium-tauglich: | Frisst Schnecken und Krebstiere; auch Fische gefährdet |
| Verträglichkeit: | Konsequente Einzelhaltung im Artbecken |
| Wasserwerte: | 33–36 PSU; pH 8,1–8,4; KH etwa 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 23–28 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 60 Litern als großzügige Planungsempfehlung |
| Futter: | Marine Muschel- und Krebstierkost |
| Maximale Größe: | Bis ungefähr 9 cm Körperlänge |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Schwarzfleck-Fangschreckenkrebs (Gonodactylus smithii)
Gonodactylus smithii bewohnt tropische Küsten des Indopazifiks. Das bekannte Gebiet erstreckt sich vom westlichen Indischen Ozean bis nach Neukaledonien. Besonders häufig findet man die Art auf flachen Riffdächern und in Bereichen nahe der unteren Gezeitenzone. Dort bieten Korallengeröll und feste Riffstrukturen kleine Hohlräume, die als sichere Unterkunft dienen. Auch Vorkommen in tieferem Wasser sind bekannt. Die Art ist deshalb nicht allein über die Tiefe oder eine bestimmte Körperfarbe zu bestimmen. Viele Tiere erscheinen grün bis dunkelgrün, während Exemplare aus tieferen Bereichen stärker rötliche Töne zeigen können. Ein wichtiges Merkmal ist der dunkelviolette, hell umrandete Fleck an den Fangbeinen. Der deutsche Handelsname Schwarzfleck beschreibt diesen Bereich vereinfacht. Im Aquarium ersetzt ein geschützter Höhlenplatz den natürlichen Hohlraum im Riff. Sand und gröberes Geröll ermöglichen dem Krebs, den Eingang zu gestalten. Die Steine müssen unabhängig von solchen Bauarbeiten stabil stehen. Der genaue Sammelort des angebotenen Tieres ist nicht dokumentiert.
Lebensweise und Verhalten
Die beweglichen Stielaugen verfolgen aufmerksam, was vor der Höhle geschieht. Als Schmetterer setzt der Krebs kräftige Schlagkeulen ein. Futter mit langer Zange reichen und niemals mit bloßen Fingern in den Unterschlupf greifen.
Eignung für das Riffaquarium
Für die übliche Gemeinschaft mit Garnelen, Krebsen oder Schnecken ist die Art ungeeignet. Solche Tiere gehören zum Beutespektrum; auch Fische können verletzt oder gefressen werden. Im Ausnahmefall können die Schläge dünne Scheiben beschädigen. Robuste Bauweise und geschützte Technik einplanen.
Vergesellschaftung
Ein einzelnes Tier pro abgegrenztem Artbecken ist die sichere Lösung. Ein zweiter Fangschreckenkrebs kann schwer verletzt werden. Gut gefütterte Tiere bleiben Räuber und werden dadurch nicht verlässlich gemeinschaftsfähig.
Wasserwerte und Temperatur
23–28 °C und 33–36 PSU bilden den belegten Haltungsrahmen. pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH sind allgemeine Meerwasser-Orientierungswerte. Schwankungen, Sauerstoffmangel und Kupferbelastung vermeiden.
Aquarium und Einrichtung
Für die langfristige Haltung empfehlen wir großzügig ab etwa 60 Litern mit nutzbarer Bodenfläche. Eine körperlange Höhle, feste Aufbauten und eine sichere Abdeckung sind wichtiger als reine Höhe. Diese Volumenangabe ist eine Planungsempfehlung.
Fütterung
Abwechslungsreiche marine Muschel- und Krebstierstücke in passenden Portionen anbieten. Hartschalige Bestandteile entsprechen der natürlichen Ernährung. Reste entfernen; ein Algenbelag ersetzt keine tierische Nahrung.
Häutung
Während der Häutung und anschließenden Aushärtung braucht der Krebs Ruhe. Einen verschlossenen Höhleneingang nicht aufbrechen. Futterannahme und Aktivität können in dieser Zeit vorübergehend zurückgehen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit kontrollierter Tropfmethode bei geeigneten Transportbedingungen. Ohne direkten Handkontakt in einen passenden Behälter führen und vor seiner vorbereiteten Höhle absetzen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Art erreicht ungefähr 9 cm Körperlänge. Die Liefergröße von 5–7 cm liegt darunter. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Krebse & Einsiedler |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C, 28 °C |
| Endgröße: | über 5 bis 10 cm |
| Haltungsform: | Einzelhaltung |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.