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Schmalblättriges Papageienblatt, Alternanthera reineckii, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Schmalblättriges Papageienblatt |
| Botanisch: | Alternanthera reineckii |
| Synonyme: | Kleines Papageienblatt, Rotes Papageienblatt, Telanthera |
| Herkunft: | Südliches Südamerika, z. B. Bolivien und Argentinien |
| Standort: | Vorder- und Mittelgrund in Gruppen |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| pH-Bereich: | 5,0 – 7,0 |
| Wasserhärte: | Weich bis mittelhart |
| Wasser-Temperatur: | 17 – 25 °C, verträgt 4 – 30 °C |
| Düngung: | Volldüngung mit Eisen, Bodendünger |
| CO₂-Zugabe: | Empfohlen |
| Vermehrung: | Kopfstecklinge |
| Wachstum: | Mittel |
| Erreichbare Höhe: | 10 – 30 cm |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Schmalblättriges Papageienblatt (Alternanthera reineckii)
Das Schmalblättrige Papageienblatt, botanisch Alternanthera reineckii, gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und stammt aus dem südlichen Südamerika, unter anderem aus Bolivien und Argentinien. Dort wächst es in Überschwemmungsgebieten, an Fluss- und Teichufern und in sumpfigen Bereichen, teils unter Wasser und teils als Sumpfpflanze über der Wasserlinie. Diese wechselnden Bedingungen erklären seine Anpassungsfähigkeit an Temperatur und Wasserwerte. Im Hobby war genau diese ursprüngliche, schmalblättrige Form lange Zeit sehr verbreitet und wurde früher auch unter dem Handelsnamen Telanthera osiris angeboten. Heute ist sie seltener geworden, weil bekanntere Zuchtformen wie „Rosaefolia“, „Lilacina“ oder „Mini“ in den Vordergrund getreten sind. Mit diesen darf die reine Art nicht verwechselt werden: Sie wächst lockerer als die kompakte Mini-Form und zeigt eine hellere Färbung. Die Unterwasserblätter werden meist etwa zwei Zentimeter lang und einen Zentimeter breit, bei sehr guter Versorgung auch deutlich größer. Die Oberseite schimmert hell rötlich grün mit orangeroten Tönen, die Unterseite ist bei gutem Licht hell purpurrot. Damit setzt das Papageienblatt warme Farbakzente in jedem Pflanzenaquarium.
Optimale Standorte im Aquarium
Das Schmalblättrige Papageienblatt wirkt am schönsten in Gruppen im Vorder- oder Mittelgrund. Die einzelnen Stecklinge sollten mit etwas Abstand gesetzt werden, damit jeder Trieb genügend Licht erhält. Sein aufrechter, symmetrischer Wuchs passt gut in Holland-Aquarien und als roter Kontrast vor grünen Stängelpflanzen; auch in größeren Nano-Aquarien ist es gut einsetzbar.
Lichtbedarf
Die Pflanze braucht kräftiges Licht. Bei mittlerer Beleuchtung bleiben die Blätter eher grünlich, unter starkem Licht färben sie sich deutlich rötlich. Bei schwachem Licht sterben die unteren Blätter häufig ab und die Stängel verkahlen.
Haltung und Pflege im Aquarium
Regelmäßiges Einkürzen und Neusetzen der Triebspitzen hält die Gruppe dicht und farbig. Ältere, verkahlte Stängel ersetzt man am besten durch frische Kopfstecklinge. Stabile Wasserwerte, leicht saures Wasser und eine gute Nährstoffversorgung sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine schöne Färbung. Beschattung durch höhere Pflanzen oder Schwimmpflanzen sollte vermieden werden.
Düngung
Für eine kräftige Rotfärbung ist eine gute Versorgung mit Eisen und Spurenelementen wichtig. Ein Volldünger in Kombination mit einem nährstoffreichen Bodengrund oder Düngekugeln im Wurzelbereich hat sich bewährt. Ein zu hoher Nitratgehalt kann die Rottöne abschwächen.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist empfehlenswert. Mit 20 bis 30 mg/l CO2 wachsen die Triebe kompakter, die Blätter werden größer und die Färbung intensiver.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt über Kopfstecklinge. Dazu gesunde Triebspitzen abschneiden, die untersten Blätter entfernen und die Stecklinge einzeln in den Bodengrund stecken. Die Pflanze kann auch emers kultiviert werden.
Wachstumsgeschwindigkeit
Das Papageienblatt wächst mittelschnell und bildet aufrechte Stängel von etwa drei Millimetern Stärke mit gegenständigen, schmal elliptischen Blättern. Der Wuchs ist lockerer als bei der Zuchtform „Mini“.
Endgröße
Die Triebe werden im Aquarium meist 10 bis 30 Zentimeter hoch und etwa 3 bis 4 Zentimeter breit. Durch Rückschnitt lässt sich die Höhe gut steuern.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze kommt im 5-cm-Topf mit Steinwolle und wurde in der Gärtnerei meist über Wasser gezogen. Vor dem Einsetzen den Topf entfernen und die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln lösen. Anschließend die Stängel vereinzeln, die untersten Blattpaare abzupfen und die Triebe mit etwas Abstand in kleinen Gruppen in den Bodengrund stecken. In den ersten Wochen bildet die Pflanze ihre rötlichere Unterwasserform aus; einzelne ältere Überwasserblätter können dabei abfallen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich bis mittelhart (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Anspruchsvoll |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Empfohlen |
| Pflanzentyp: | Stängelpflanze |
| Aquarienposition: | Vordergrund, Mittelgrund |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C, Geeignet bei 30 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Mittel |
| Wuchshöhe: | Hoch (21–40 cm) |
| Lieferform: | Topf |
| pH-Wert: | 5–7 |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.