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Schabemundbuntbarsch „Marmalade“, Labeotropheus fuelleborni, ca. 4,0-5,0 cm

Marmorierte OB-Zeichnung

Schwarze Tupfen auf orangem oder blauem Grund, jedes Tier anders

Schabt Algen ab

Weidet mit dem unterständigen Maul Aufwuchs von den Steinen

Lebhafter Mbuna

Bringt Bewegung in gut strukturierte Malawi-Felsbecken

Maulbrütende Weibchen

Die Brut reift drei bis vier Wochen im Maul der Mutter

Schabemundbuntbarsch „Marmalade“, Labeotropheus fuelleborni, ca. 4,0-5,0 cm


Auf einen Blick: Schabemundbuntbarsch „Marmalade“, Labeotropheus fuelleborni
Deutscher Name:Schabemundbuntbarsch „Marmalade“
Wissenschaftlich:Labeotropheus fuelleborni
Synonyme:Marmalade Cat, Fuelleborns Schabemundbuntbarsch OB, Labeotropheus fuelleborni OB
Herkunft:Malawisee, Felsküsten; OB-Farbform aus Nachzucht
Gesellschafts-Aquarium:Ein Männchen mit mehreren Weibchen, mit anderen robusten Mbuna
Wasserwerte:pH 7,6–8,8, GH 10–20 °dH, KH 10–18 °dH
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:ab 150 cm Länge, rund 300 Liter
Bepflanzung:Viele Steinaufbauten mit Höhlen, Sand, kaum Pflanzen
Futter:Spirulina- und Pflanzenflocken, Gemüse, wenig Frostfutter
Geschlechts-Unterschiede:Männchen größer, mit Eiflecken; Weibchen kleiner
Zucht möglich:Maternaler Maulbrüter, Tragzeit drei bis vier Wochen
Maximale Größe:Männchen bis etwa 15–17 cm, Weibchen um 12 cm
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Ungeeignet
Im Detail: Schabemundbuntbarsch „Marmalade“, Labeotropheus fuelleborni

Herkunft von Schabemundbuntbarsch „Marmalade“ (Labeotropheus fuelleborni)

Der Schabemundbuntbarsch Labeotropheus fuelleborni wurde 1926 von Ernst Ahl beschrieben und ist im gesamten Malawisee verbreitet, von Malawi über Mosambik bis nach Tansania. Er lebt im flachen, stark bewegten und sauerstoffreichen Wasser über den Felsküsten und Inseln, wo er mit seinem unterständigen Maul und der wulstigen Schnauze Algenrasen von den Steinen schabt. In vielen Populationen treten neben blau-schwarzen Tieren auch orange gefleckte Weibchen auf, die als OB- oder Orange-Blotch-Färbung bezeichnet werden. Gefleckte Männchen sind in der Natur dagegen sehr selten und werden in der Aquaristik liebevoll Marmalade Cat genannt. Die als Marmalade angebotenen Tiere stammen aus Nachzuchtlinien, in denen diese marmorierte Zeichnung gezielt weitergegeben wird: Auf orangem, cremefarbenem oder blauem Grund verteilen sich unregelmäßige schwarze Tupfen und Flecken, bei Männchen oft kombiniert mit blauen Partien und einer orangefarbenen Rückenflosse. Kein Fisch gleicht dem anderen, und die Zeichnung entwickelt sich mit dem Heranwachsen weiter. Damit die Linie erhalten bleibt, sollte sie nicht mit anderen Labeotropheus-Formen gekreuzt werden.

Vergesellschaftung

Schabemundbuntbarsche sind lebhafte, territoriale Mbuna, die vor allem Artgenossen und ähnlich gefärbte Fische verjagen. Bewährt hat sich ein Männchen mit drei bis fünf Weibchen in einem gut besetzten Mbuna-Becken, damit sich die Aggression verteilt. Passende Mitbewohner sind robuste Mbuna wie Pseudotropheus oder Labidochromis. Ruhige Kaiserbuntbarsche und Haplochrominen werden zu stark bedrängt.

Passende Wasserparameter

Das Wasser sollte hart und alkalisch sein: pH 7,6 bis 8,8, Gesamthärte 10 bis 20 °dH und Karbonathärte 10 bis 18 °dH. Kräftige Filterung mit guter Strömung und Sauerstoffversorgung kommt der Art aus der Brandungszone entgegen, regelmäßige Teilwasserwechsel halten das Nitrat niedrig.

Haltungstemperatur

24 bis 27 °C sind ideal. Höhere Temperaturen steigern Aggression und Sauerstoffbedarf.

Beckengröße

Wegen der Größe und des Temperaments empfehlen wir ein Becken ab 150 cm Länge und etwa 300 Litern. Viele Steinaufbauten bis nahe an die Oberfläche schaffen Reviere und Sichtbarrieren.

Bepflanzung

Ein Mbuna-Becken lebt von Felsen: Gestapelte Steine mit vielen Höhlen und Spalten bieten Reviere und Rückzugsorte, dazu ein Sandboden. Pflanzen werden meist abgeweidet oder ausgegraben; allenfalls harte Anubias auf Steinen halten stand. Mit Algen bewachsene Steine sind eine willkommene Weide.

Futter

Labeotropheus ist ein spezialisierter Aufwuchsfresser. Die Grundlage bilden Spirulina- und Pflanzenflocken oder Pellets, ergänzt durch überbrühten Spinat, Zucchini oder Nori. Eiweißreiches Futter wie Mückenlarven nur sparsam geben, denn zu viel tierische Kost kann zur gefürchteten Malawi-Bloat-Erkrankung führen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden größer, zeigen Eiflecken in der Afterflosse und meist mehr Blau sowie eine orangefarbene Rückenflosse. Weibchen bleiben kleiner und tragen die gefleckte Marmalade-Zeichnung oft auf orangem oder beigem Grund. Bei Jungfischen ist das Geschlecht noch nicht sicher bestimmbar.

Zucht

Die Art ist ein maternaler Maulbrüter. Nach dem Ablaichen trägt das Weibchen etwa 25 bis 60 Eier drei bis vier Wochen im Maul und frisst in dieser Zeit nicht. Die entlassenen Jungfische nehmen sofort Artemia-Nauplien und fein zerriebenes Flockenfutter. Ein Weibchen mit Brut sollte möglichst ungestört bleiben.

Endgröße

Männchen erreichen im Aquarium etwa 15 bis 17 cm, Weibchen bleiben mit rund 12 cm kleiner. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 8 bis 10 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Für Garnelen ist dieses Becken nicht geeignet, sie werden gejagt und gefressen. Zudem passen die Wasserwerte nicht zu den meisten Zwerggarnelen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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