Santa-Maria-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei
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Santa-Maria-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei
| Deutscher Name: | Santa-Maria-Endler-Guppy, Männchen |
| Wissenschaftlich: | Poecilia wingei |
| Synonyme: | Santa Maria Bleeding Heart, Santa-Maria-Endler, Bleeding-Heart-Endler |
| Herkunft: | Japanische Zuchtlinie; Ursprung der Endler-Art im nordöstlichen Venezuela |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher, lebhafter Gruppenfisch; reine Männergruppen sind möglich |
| Wasserwerte: | pH 7,0–8,5; mittelhartes bis sehr hartes Wasser, etwa 15–30 °dGH |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 40 Litern und 45 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Dichte Randbepflanzung mit freiem Schwimmraum und Schwimmpflanzen |
| Futter: | Feines Allesfutter mit pflanzlichen und tierischen Bestandteilen |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen klein und farbenprächtig; Weibchen größer und unscheinbarer |
| Zucht möglich: | Lebendgebärend und sehr vermehrungsfreudig; dieser Artikel enthält Männchen |
| Maximale Größe: | Männchen etwa 2–3 cm, Weibchen der Linie meist größer |
| Liefergröße: | ca. 2,0-2,5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Zwerggarnelen meist geeignet; Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Santa-Maria-Endler-Guppy, Männchen (Poecilia wingei)
Die wissenschaftlich beschriebene Art Poecilia wingei stammt aus dem nordöstlichen Venezuela. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in küstennahen Gewässern rund um die Lagunen Campoma und Buena Vista auf der Halbinsel Paria. Dort leben Endler-Guppys in warmem, mineralreichem Wasser, häufig zwischen Algenbeständen und dichter Ufervegetation. Die im Handel als „Santa Maria“ oder „Santa Maria Bleeding Heart“ bezeichneten Tiere sind jedoch keine eigene Wildpopulation und der Name bezeichnet auch keinen venezolanischen Fundort. Es handelt sich um eine auffällige, in Japan entwickelte Aquarienlinie, deren Entstehung dem Züchter Kenichiro Tamura zugeschrieben wird. In der Fach- und Züchterliteratur wird Santa Maria überwiegend als Endler-Guppy-Hybridlinie mit Anteilen von Poecilia wingei und Poecilia reticulata geführt. Der hier angegebene Artname entspricht zwar einer taxonomisch gültigen Art, kann die genetische Herkunft dieser Handelsform aber nicht vollständig wiedergeben. Typisch für die männlichen Santa-Maria-Tiere sind eine dunkle obere Körperhälfte, ein roter bis orangefarbener Bauchbereich sowie metallisch blaugrüne Akzente. Farbintensität und Zeichnung können bei lebenden Zuchtfischen individuell etwas variieren.
Vergesellschaftung
Santa-Maria-Männchen sind lebhafte, überwiegend friedliche Fische, die nahezu alle Beckenbereiche nutzen. Eine Gruppe aus mindestens fünf Männchen lässt sich gut ohne Weibchen pflegen; dadurch entfällt zugleich die sonst sehr rasche Vermehrung. Innerhalb der Gruppe zeigen die Tiere Imponierverhalten, kurze Verfolgungen und ausgebreitete Flossen, ohne normalerweise ernsthafte Revierkämpfe auszutragen. Strukturreiche Bepflanzung schafft Sichtbarrieren und Ruheplätze. Für eine Vergesellschaftung eignen sich kleine, friedliche Arten mit ähnlichen Ansprüchen an mineralreiches Wasser. Große, räuberische oder stark flossenbeißende Mitbewohner sind ungeeignet. Mit Guppys und reinen Endler-Linien sollte Santa Maria nicht gemeinsam vermehrt werden, da fertile Kreuzungen möglich sind und die Abstammung der Nachzuchten anschließend nicht mehr sauber nachvollzogen werden kann.
Passende Wasserparameter
Dauerhaft günstig ist mittelhartes bis sehr hartes, mineralreiches Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,5 und einer Gesamthärte von ungefähr 15 bis 30 °dGH. Entscheidend sind stabile Bedingungen ohne abrupte Änderungen. Sehr weiches, saures Wasser entspricht den langfristigen Ansprüchen dieser Lebendgebärenden weniger gut. Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine zuverlässige biologische Filterung und geringe Belastungen durch organische Abfälle fördern Kondition und Farben. Bei abweichenden Leitungswasserwerten sollte die Anpassung langsam erfolgen; insbesondere eine Aufhärtung darf nicht sprunghaft vorgenommen werden.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von 24 bis 28 °C eignet sich für die dauerhafte Pflege. Bei höheren Temperaturen steigt der Stoffwechsel, wodurch die Tiere aktiver werden, aber auch mehr Sauerstoff und häufigere Fütterung benötigen. Das Wasser sollte deshalb gut bewegt und ausreichend mit Sauerstoff versorgt sein, ohne das kleine Aquarium in eine starke Strömungsstrecke zu verwandeln. Gleichmäßige Temperaturen sind wichtiger als das Ausreizen der möglichen Grenzbereiche.
Beckengröße
Für eine kleine Männergruppe empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 40 Litern mit mindestens 45 cm Kantenlänge. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind die Fische ausgesprochen bewegungsfreudig und profitieren von einer längeren freien Schwimmzone. Eine größere Grundfläche erleichtert außerdem die Gestaltung von Sichtbarrieren und stabilisiert die Wasserqualität. Das Becken sollte gut abgedeckt sein, denn erschreckte oder besonders aktive Tiere können aus offenen Aquarien springen.
Bepflanzung
Eine üppige Rand- und Hintergrundbepflanzung bringt die kontrastreiche Färbung besonders schön zur Geltung und bietet schwächeren Tieren Ausweichmöglichkeiten. Feinfiedrige Pflanzen, Moose und lockere Schwimmpflanzen strukturieren die oberen Wasserschichten, während im Vordergrund ausreichend freier Schwimmraum bleiben sollte. Auf Pflanzen, Wurzeln und Steinen entstehender Aufwuchs wird regelmäßig abgesucht. Eine vollständig zugewachsene Oberfläche ist ungünstig; freie Bereiche sichern den Gasaustausch und erleichtern den Tieren den Zugang zur Wasseroberfläche.
Futter
Santa-Maria-Endler-Guppys sind unkomplizierte Allesfresser, benötigen aber abwechslungsreiches und zur kleinen Maulgröße passendes Futter. Geeignet sind feines Granulat, zerbröselte Flocken und weiches Staubfutter, ergänzt durch kleine Frost- oder Lebendfuttertiere wie Artemia-Nauplien, Cyclops und feine Wasserflöhe. Pflanzliche Bestandteile, Spirulina sowie natürlich entstehender Algenaufwuchs gehören ebenfalls auf den Speiseplan. Besser als eine große Portion sind ein bis zwei kleine, vollständig gefressene Rationen pro Tag. Überfütterung belastet besonders kompakte Aquarien schnell.
Geschlechtsunterschiede
Die angebotenen Männchen bleiben klein und zeigen die charakteristische kontrastreiche Zeichnung: meist eine dunkle Rückenpartie, einen roten bis orangefarbenen unteren Körperbereich und metallisch schimmernde Farbfelder. Ihre Afterflosse ist zum Gonopodium umgebildet. Weibchen verwandter Santa-Maria-Linien sind gewöhnlich größer, kräftiger gebaut und deutlich zurückhaltender gefärbt; ihre Afterflosse ist fächerförmig. Da es sich um eine Zuchtlinie handelt, können Körperform, Farbverteilung und Intensität zwischen verschiedenen Stämmen abweichen.
Zucht
Dieser Artikel umfasst Männchen und führt in einer reinen Männergruppe nicht zu Nachwuchs. Mit Weibchen vermehren sich Endler-Guppys und verwandte Hybridlinien jedoch sehr leicht. Nach der inneren Befruchtung bringen die Weibchen in Abständen von ungefähr drei bis vier Wochen lebende Jungfische zur Welt; Anzahl und Größe eines Wurfs hängen von Alter, Kondition und Linie ab. Dichte Moose und Schwimmpflanzen erhöhen die Überlebenschancen der Jungtiere, die sofort feines Staubfutter und Artemia-Nauplien annehmen können. Weibchen können Spermien speichern und nach einer Trennung noch weitere Würfe hervorbringen. Für eine nachvollziehbare Erhaltungszucht sollten ausschließlich sicher zugeordnete Tiere derselben Santa-Maria-Linie verwendet werden.
Endgröße
Die angebotenen Männchen erreichen gewöhnlich etwa 2 bis 3 cm Gesamtlänge und werden damit nur wenig größer als die angegebene Liefergröße von 2 bis 2,5 cm. Weibchen entsprechender Linien können kräftiger gebaut sein und etwa 3 bis 4 cm erreichen. Da Santa Maria als Hybrid-Zuchtlinie verbreitet ist, sind je nach Zuchtstamm leichte Größenabweichungen möglich.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Mit ausgewachsenen Amanogarnelen und adulten Zwerggarnelen ist die Haltung meist möglich, sofern das Aquarium ausreichend strukturiert ist. Kleine Garnelen werden von den lebhaften Männchen gewöhnlich nicht ernsthaft bedrängt. Frisch geschlüpfte und sehr junge Garnelen passen jedoch in ihr Beuteschema und werden gezielt aufgenommen. Ein dichter Bestand aus Moosen, feinen Stängelpflanzen, Laub und kleinen Spalten verbessert die Rückzugsmöglichkeiten, macht die Vergesellschaftung aber nicht nachwuchssicher. Für eine gezielte Garnelenvermehrung ist ein separates Becken zuverlässiger.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.