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Rotstreifensalmler, Hemigrammus rubrostriatus

Leuchtend roter Streifen

Kräftiger roter Längsstreifen vom Kopf bis in die Schwanzflosse

Friedlicher Schwarmfisch

Ideal in Gruppen ab acht Tieren für ruhige Gesellschaftsbecken

Seltene neue Art

Erst 2015 beschrieben und im Handel noch nicht oft erhältlich

Ideal für Schwarzwasser

Färbt in weichem, leicht saurem Wasser mit Laub besonders schön

Rotstreifensalmler, Hemigrammus rubrostriatus


Auf einen Blick: Rotstreifensalmler, Hemigrammus rubrostriatus
Deutscher Name:Rotstreifensalmler
Wissenschaftlich:Hemigrammus rubrostriatus
Synonyme:Rotstreifen-Salmler, Redstripe Tetra
Herkunft:Südamerika: Orinoco-Einzugsgebiet in Kolumbien und Venezuela (Wildfang)
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Schwarmfisch; ab 8–10 Tieren in ruhigen Gesellschaftsbecken
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, weich bis mittelhart (bis etwa 15 °dGH)
Temperatur:23–27 °C
Beckengröße:Ab 60 cm Kantenlänge, für größere Gruppen ab 80 cm
Bepflanzung:Gut bepflanzt mit freiem Schwimmraum, dunklem Boden und Laub
Futter:Allesfresser: Flocken, Granulat, Lebend- und Frostfutter
Geschlechts-Unterschiede:Weibchen fülliger und etwas größer, Männchen schlanker
Zucht möglich:Freilaicher ohne Brutpflege; Laichräuber, Zucht in weichem Wasser
Maximale Größe:Etwa 4–5 cm
Liefergröße:ca. 3–4 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Zwerggarnelen meist sicher, Garnelennachwuchs wird gefressen
Im Detail: Rotstreifensalmler, Hemigrammus rubrostriatus

Herkunft von Rotstreifensalmler (Hemigrammus rubrostriatus)

Der Rotstreifensalmler ist ein noch recht junger Name in der Aquaristik. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art erst 2015 von dem Dresdner Ichthyologen Axel Zarske nach Tieren aus Kolumbien. In derselben Arbeit wurde auch der verwandte Hemigrammus falsus wieder als eigene Art anerkannt. Beide gehören zur Verwandtschaft des bekannten Schlusslichtsalmlers, mit dem der Rotstreifensalmler den leuchtenden Fleck an der Schwanzwurzel teilt. Sein Kennzeichen ist jedoch ein kräftig zinnober- bis blutroter Längsstreifen, der vom Kiemendeckel bis in die Schwanzflosse zieht, dazu ein senkrecht gestreckter Schulterfleck, ein gelblicher Bauch und rot-weiße Akzente in den Flossen. Die Art lebt im Einzugsgebiet des Orinoco in Kolumbien und Venezuela. Dort bewohnt sie Schwarzwasserbäche und überschwemmte Waldgebiete mit weichem, durch Huminstoffe bräunlich gefärbtem Wasser, viel Falllaub und Wurzelwerk. Lange kam der Rotstreifensalmler nur gelegentlich als Beifang zu uns, inzwischen wird er regelmäßiger eingeführt. Bei den angebotenen Tieren handelt es sich um Wildfänge. Gerade frisch eingetroffene Tiere zeigen ihr volles Rot oft erst nach einigen Wochen in passender Umgebung.

Vergesellschaftung

Der Rotstreifensalmler ist ein friedlicher und geselliger Schwarmfisch, der sich am wohlsten fühlt, wenn er in einer größeren Gruppe von Artgenossen schwimmen kann. Pflegen Sie mindestens acht bis zehn Tiere, besser mehr; dann zeigt er sich offen im mittleren Wasserbereich und färbt schön aus. Als Mitbewohner eignen sich andere friedliche Salmler, Zwergbuntbarsche wie Apistogramma, kleine Panzerwelse, Otocinclus und ruhige Bärblinge. Sehr große oder räuberische Fische sind ungeeignet, ebenso hektische Flossenzupfer. Gegenüber Pflanzen und Beifischen verhält er sich völlig unproblematisch.

Passende Wasserparameter

Der Rotstreifensalmler ist anpassungsfähig und kommt mit den meisten Leitungswässern zurecht, solange sie sauber und schadstoffarm sind. Ideal sind weiches bis mittelhartes Wasser bis etwa 15 °dGH und ein pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5. Seine schönste Färbung zeigt er in weichem, leicht saurem Wasser mit Huminstoffen, etwa durch Seemandelbaumblätter, Erlenzapfen oder Wurzeln. Regelmäßige Teilwasserwechsel halten die Nitratwerte niedrig. Wildfänge sollten behutsam an neue Werte gewöhnt werden.

Haltungstemperatur

Eine Wassertemperatur von etwa 23 bis 27 °C entspricht seinem tropischen Lebensraum. Für die dauerhafte Pflege hat sich der mittlere Bereich um 24 bis 26 °C bewährt. Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, ein zuverlässiger Regelheizer ist daher sinnvoll.

Beckengröße

Für eine Gruppe von acht bis zehn Tieren genügt ein Aquarium ab etwa 60 cm Kantenlänge. Wer einen größeren Schwarm oder zusätzlich Beifische halten möchte, wählt besser ein Becken ab 80 cm. Wichtig ist ein freier Schwimmraum im mittleren Bereich, in dem sich der Schwarm entfalten kann.

Bepflanzung

Ein gut bepflanztes Becken mit dunklem Bodengrund, Wurzeln und etwas Falllaub bringt den roten Längsstreifen besonders zur Geltung. Randbepflanzung und einige Schwimmpflanzen dämpfen das Licht und geben Sicherheit, die Mitte sollte als Schwimmraum frei bleiben. Ein Schwarzwasser-Becken mit leicht bräunlichem Wasser kommt dem natürlichen Lebensraum sehr nahe.

Futter

Der Rotstreifensalmler ist ein unkomplizierter Allesfresser. Er nimmt hochwertiges Flocken- und feines Granulatfutter gern an. Für Vitalität und Färbung sollten regelmäßig Lebend- oder Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien und Cyclops auf dem Speiseplan stehen. Füttern Sie lieber mehrmals täglich kleine Mengen, die rasch gefressen werden.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind nicht leicht zu unterscheiden. Erwachsene Weibchen werden etwas größer und wirken vor allem zur Laichzeit deutlich fülliger in der Bauchpartie. Männchen bleiben schlanker und sind oft etwas intensiver gefärbt. Bei Jungtieren sind die Unterschiede kaum erkennbar.

Zucht

Über die Nachzucht im Aquarium ist bislang wenig berichtet. Wie bei verwandten Hemigrammus-Arten handelt es sich um Freilaicher ohne Brutpflege. Für einen Versuch eignet sich ein kleines, abgedunkeltes Zuchtbecken mit weichem, leicht saurem Wasser, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichrost und einer Temperatur im oberen Bereich. Nach dem Ablaichen werden die Elterntiere herausgefangen, da sie Eier fressen. Die Jungfische brauchen anfangs Infusorien, später frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien.

Endgröße

Ausgewachsen erreicht der Rotstreifensalmler eine Länge von etwa 4 bis 5 cm. Geliefert werden Jungtiere, die noch wachsen und ausfärben. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Ausgewachsene Zwerggarnelen werden in der Regel nicht behelligt. Garnelennachwuchs gehört dagegen zum Beuteschema und wird gefressen. In einem dicht bepflanzten Becken mit vielen Verstecken kann sich ein Teil des Nachwuchses dennoch halten.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen
Wasserhärte: sehr weich (0–4 °dGH), weich (4–8 °dGH), mittelhart (8–15 °dGH)
pH-Bereich: sauer (unter pH 6,5), neutral (pH 6,5–7,5)
Endgröße: bis 5 cm
Haltungsform: Schwarmhaltung
Aufenthaltsbereich: Freiwasser

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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