Rotlippen-Grundel, Sicyopus exallisquamulus
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Rotlippen-Grundel, Sicyopus exallisquamulus
| Deutscher Name: | Rotlippen-Grundel |
| Wissenschaftlich: | Sicyopus exallisquamulus |
| Synonyme: | Keine bekannt |
| Herkunft: | Süßwasserflüsse Südostasiens, insbesondere Neuguinea |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,5 - 7,5 |
| Temperatur: | ca. 22-26° C |
| Beckengröße: | ab 80 cm |
| Bepflanzung: | wenig bis mäßig, mit freien Bodenbereichen und Strömungszonen |
| Futter: | Lebendfutter, Frostfutter (Kleinkrebse, Würmer, Insektenlarven) |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen intensiver gefärbt und schlanker |
| Zucht möglich: | äußerst schwierig, da marine Larvenphase |
| Maximale Größe: | bis zu 7 cm |
| Liefergröße: | ca. 4-5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | ja, aber kleine Junggarnelen können gefressen werden |
Herkunft der Rotlippen-Grundel (Sicyopus exallisquamulus)
Die Rotlippen-Grundel, wissenschaftlich Sicyopus exallisquamulus, stammt aus den klaren, schnell fließenden Bächen und Flüssen Südostasiens, insbesondere aus Neuguinea. Sie bewohnt sauerstoffreiche, steinige Gewässer mit starker Strömung. Optisch zeichnet sie sich durch eine langgestreckte, schlanke Körperform aus, wobei die Männchen eine besonders auffällige Färbung mit roten Lippen, bläulichem Schimmer und dunklen Streifen aufweisen. Weibchen sind schlichter gefärbt und meist kleiner. Sie sind agile Grundbewohner, die sich mit ihren Bauchflossen an Steinen festsaugen und sich bevorzugt am Bodengrund oder in der Strömung aufhalten.
Rotlippen-Grundeln vergesellschaften
Die Rotlippen-Grundel ist territorial, weshalb sie nicht mit aggressiven oder stark revierbildenden Arten vergesellschaftet werden sollte. Am besten harmoniert sie mit friedlichen, strömungsliebenden Fischen wie bestimmten Schmerlen oder kleinen Barben. Sie kann in Gruppen von mehreren Tieren gehalten werden, wenn ausreichend Verstecke und Sichtbarrieren vorhanden sind.
Passende Wasserparameter
Rotlippen-Grundeln bevorzugen weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Eine hohe Wasserqualität mit viel Sauerstoff ist essenziell für ihr Wohlbefinden.
Haltungstemperatur
Die optimale Temperatur für Rotlippen-Grundeln liegt zwischen 22 und 26 °C. Zu hohe Temperaturen sollten vermieden werden, da sie den Sauerstoffgehalt des Wassers senken.
Die Beckengröße für Sicyopus exallisquamulus
Ein Aquarium mit einer Mindestgröße von 80 cm Länge ist empfehlenswert. Wichtig sind eine starke Strömung, sauerstoffreiches Wasser, glatte Steine und sandige Bereiche. Ein leistungsstarker Filter oder eine Strömungspumpe sind notwendig.
Bepflanzung
Rotlippen-Grundeln bevorzugen spärlich bepflanzte Aquarien mit großen freien Flächen und Steinen. Strömungsangepasste Pflanzen wie Anubias oder Moose sind geeignet.
Das Futter für Rotlippen-Grundeln
Sie sind carnivor und benötigen proteinreiche Nahrung. Ideales Futter sind kleine Krebstiere, Mückenlarven und anderes Lebend- oder Frostfutter. Trockenfutter wird oft verschmäht.
Geschlechtsunterschiede
Männchen sind farbenprächtiger, mit leuchtenden roten Lippen und schlankerem Körperbau. Weibchen sind kleiner und unauffälliger gefärbt.
Die Zucht von Sicyopus exallisquamulus
Die Zucht ist äußerst schwierig, da die Larven eine marine Phase durchlaufen und im Brackwasser aufwachsen müssen. Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist bisher kaum dokumentiert.
Die Endgröße von Rotlippen-Grundeln
Sie erreichen eine Endgröße von bis zu 7 cm. Bei guter Haltung können sie mehrere Jahre alt werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene Zwerggarnelen sind meist sicher, allerdings können frisch geschlüpfte Garnelen als Beute betrachtet werden.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.