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Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana, Avicularia metallica

Echte Baumbewohnerin

Klettert und spinnt Wohnröhren, braucht ein hohes Terrarium.

Metallischer Schimmer

Auffällige Färbung mit rosa bis roten Fußspitzen.

Ruhig, aber schnell

Flüchtet bei Störung, Brennhaare werden selten eingesetzt.

Langlebige Weibchen

Weibchen werden mit guter Pflege rund 10 bis 12 Jahre alt.

Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana, Avicularia metallica


Auf einen Blick: Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana, Avicularia metallica
Deutscher Name:Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana
Wissenschaftlich:Avicularia metallica
Synonyme:Metallic Pinktoe, Guyana-Rotfußvogelspinne
Herkunft:Nördliches Südamerika, Regenwälder; Handelsname verweist auf Guyana
Lebensweise:Baumbewohnend, lebt in Gespinströhren zwischen Blättern und Ästen
Aktivitätszeit:Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, am Tag meist im Gespinst
Haltungstyp:Hohes Baumterrarium mit guter Belüftung
Mindestgröße des Terrariums:Für ein erwachsenes Tier etwa 30 x 30 x 40 cm (B x T x H) oder größer
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:24 bis 28 °C, Luftfeuchtigkeit etwa 70 bis 80 Prozent
Bodengrund:Lockerer, leicht feuchter Bodengrund aus Erde und Kokosfaser, 5 bis 8 cm
Verstecke und Gespinst:Korkröhren, Rindenstücke und Äste; die Art spinnt eine Wohnröhre
Futter:Grillen, Heimchen, Schaben und andere Futterinsekten
Gift und Abwehrverhalten:Flüchtet schnell, schleudert Kot; Brennhaare werden selten eingesetzt
Körpergröße und Beinspannweite:Körper etwa 6 bis 7 cm, Beinspannweite um 15 cm
Lebenserwartung:Weibchen etwa 10 bis 12 Jahre, Männchen meist nur wenige Jahre
Im Detail: Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana, Avicularia metallica

Herkunft und Lebensraum von Rotfuß-Vogelspinne aus Guyana (Avicularia metallica)

Die Gattung Avicularia, im Deutschen meist Rotfuß- oder Rosazehen-Vogelspinnen genannt, besiedelt die feuchtwarmen Wälder Mittel- und Südamerikas. Dort leben die Tiere hoch über dem Boden in Baumkronen, an Stämmen und zwischen großen Blättern, wo sie sich eine dichte Wohnröhre aus Seide bauen. Avicularia metallica gehört zu den in der Terraristik häufig gehaltenen Arten, wird im Handel aber nicht immer sauber von nahe verwandten Formen getrennt. Der Zusatz Guyana beschreibt deshalb vor allem die gebräuchliche Handelsbezeichnung und ist kein gesicherter Fundortnachweis. Die Tiere fallen durch ihren kräftigen metallischen Schimmer auf dem Körper und durch die namensgebenden rosa bis rötlichen Fußspitzen auf. Jungtiere sind zunächst unauffälliger gefärbt und entwickeln ihre Farbe erst im Lauf mehrerer Häutungen. Als Baumbewohner verbringen sie ihr Leben in der Vertikalen, klettern flink und nutzen ihre Gespinstbauten sowohl als Versteck als auch als Ansitz für den Beutefang. Wer diese Art pflegen möchte, sollte ein Terrarium wählen, das mehr Höhe als Grundfläche bietet.

Lebensweise und Haltungstyp

Rotfuß-Vogelspinnen sind ausgesprochene Kletterer. Tagsüber ruhen sie meist in ihrer Seidenröhre und kommen erst in der Dämmerung hervor, um zu jagen und das Revier abzulaufen. Die Tiere sind schnell und neigen bei Störung zur Flucht, Jungtiere können dabei springen. Die Art lebt einzeln und wird nicht vergesellschaftet.

Terrarium

Ein hohes Terrarium mit Frontscheiben, die sich öffnen lassen, hat sich bewährt, damit das Gespinst bei der Pflege nicht beschädigt wird. Für ausgewachsene Tiere sind etwa 30 x 30 x 40 cm das Minimum, großzügiger ist besser. Wichtig ist eine gute Querlüftung, denn stehende, nasse Luft wird nicht vertragen. Die Abdeckung muss ausbruchsicher schließen.

Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe

Der Bodengrund besteht aus lockerer Erde und Kokosfaser und wird nur leicht feucht gehalten. Eine Schicht von 5 bis 8 cm reicht aus. Entscheidend sind Kletter- und Wohnmöglichkeiten: senkrecht stehende Korkröhren, Rindenstücke und stabile Äste, an denen das Tier sein Gespinst verankern kann.

Klima und Beleuchtung

Die Temperatur liegt am besten zwischen 24 und 28 °C, nachts darf es etwas kühler werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 70 bis 80 Prozent liegen. Wöchentliches Übersprühen eines Teils der Terrarienwand und eine Wasserschale genügen meist, sofern die Belüftung stimmt. Nasser Boden bei schlechter Luftzirkulation führt schnell zu Problemen.

Fütterung und Wasserversorgung

Gefüttert werden Grillen, Heimchen, Schaben und andere Futterinsekten, die etwa so groß sind wie der Körper der Spinne. Jungtiere erhalten kleine Futtertiere in kürzeren Abständen, ausgewachsene Tiere kommen mit einer Mahlzeit pro Woche oder seltener aus. Nicht gefressene Futtertiere und Reste werden entfernt. Eine flache Wasserschale gehört immer ins Terrarium.

Häutung

Vor einer Häutung fressen die Tiere oft nicht mehr und ziehen sich in ihr Gespinst zurück. In dieser Zeit wird nicht gefüttert und das Terrarium möglichst nicht gestört. Nach der Häutung bleibt die Spinne einige Tage empfindlich, bevor wieder gefüttert wird. Lebende Futtertiere dürfen nie bei einer sich häutenden Spinne bleiben.

Einzelhaltung und sicherer Umgang

Die Art ist kein Tier zum Anfassen. Sie ist schnell, kann abrupt springen und stürzt bei Fehlern aus der Höhe, was lebensgefährlich verletzen kann. Zur Pflege genügt die Arbeit mit Pinzette und Dose, direkte Berührung ist unnötig.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden größer, deutlich schwerer und erreichen ein höheres Alter. Männchen sind schlanker, langbeiniger und besitzen nach der Reifehäutung Bulben an den Tastern. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist bei Jungtieren schwierig und erfolgt meist anhand einer abgestreiften Haut.

Fortpflanzung

Die Nachzucht ist möglich, setzt aber sorgfältige Vorbereitung voraus. Weibchen legen einen Kokon in ihr Gespinst und bewachen ihn. Bei Paarungsversuchen besteht für Männchen ein hohes Risiko, vom Weibchen gefressen zu werden. Für Einsteiger ist die Zucht nicht empfehlenswert.

Größe und Lebenserwartung

Ausgewachsen erreicht der Körper etwa 6 bis 7 cm, die Beinspannweite liegt bei rund 15 cm. Zur Lebenserwartung nennen Halter für Weibchen etwa 10 bis 12 Jahre, Männchen leben nach der Reifehäutung nur noch ein bis zwei Jahre und werden insgesamt meist 3 bis 4 Jahre alt.

Gift, Brennhaare und Sicherheit

Avicularia setzen Brennhaare nur selten ein. Typisch ist die Abwehr durch das Verspritzen von Kot in Richtung des Störers; der Kontakt mit Augen und Schleimhäuten sollte vermieden werden. Der Biss einer Vogelspinne dieser Art gilt als nicht lebensbedrohlich, kann aber schmerzhaft sein und Entzündungen auslösen.

Nice-to-Know

Die Zuordnung zu Avicularia metallica ist im Handel nicht immer eindeutig, weil mehrere ähnliche Rotfuß-Vogelspinnen unter wechselnden Namen angeboten werden. Der Zusatz Guyana ist deshalb eine Handelsangabe. Vor der Anschaffung sollten Interessierte sich über die Haltungsanforderungen von Baumbewohnern informieren.

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