Rosablüten-Vogelspinne, Pamphobeteus sp. platyomma
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Rosablüten-Vogelspinne, Pamphobeteus sp. platyomma
| Deutscher Name: | Rosablüten-Vogelspinne |
| Wissenschaftlich: | Pamphobeteus sp. platyomma |
| Synonyme: | Pink Bloom Tarantula, Pamphobeteus platyomma |
| Herkunft: | Handelsform aus Ecuador, Savannen und trockenere Waldränder |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend, gräbt bei Bedarf Wohnhöhlen |
| Aktivitätszeit: | Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungstyp: | Bodenterrarium, breiter als hoch, mit tiefem Bodengrund |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für ein erwachsenes Tier etwa 40 x 30 x 25 cm (B x T x H) oder größer |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | 23 bis 27 °C, mäßige bis hohe Luftfeuchtigkeit |
| Bodengrund: | Grabfähiger Bodengrund, bei Jungtieren leicht feucht, bei Adulten zwischen den Wassergaben abtrocknend |
| Verstecke und Gespinst: | Korkröhre oder Rinde als Höhle; Boden wird teilweise übersponnen |
| Futter: | Grillen, Heimchen, Schaben und andere Futterinsekten |
| Gift und Abwehrverhalten: | Bombardiert mit Brennhaaren, wehrhaft; Biss schmerzhaft |
| Körpergröße und Beinspannweite: | Körper etwa 9 cm, Beinspannweite um 20 cm |
| Lebenserwartung: | Weibchen bis etwa 20 Jahre, Männchen meist nur 3 bis 4 Jahre |
Herkunft und Lebensraum von Rosablüten-Vogelspinne (Pamphobeteus sp. platyomma)
Die Gattung Pamphobeteus umfasst große, bodenbewohnende Vogelspinnen aus Südamerika, vor allem aus den Regenwäldern und Vorgebirgen entlang der Anden. Unter dem Handelsnamen Pamphobeteus sp. platyomma wird eine Form aus Ecuador angeboten, die in der Terraristik schon lange verbreitet ist. Sie wird bis heute nicht sauber einer beschriebenen Art zugeordnet. Verwechselt werden darf sie nicht mit der brasilianischen Vitalius platyomma, die früher ebenfalls unter diesem Artnamen lief und mit der Handelsform nicht identisch ist. Eine endgültige wissenschaftliche Klärung steht noch aus, deshalb wird hier bewusst die Schreibweise mit sp. verwendet. Die Tiere stammen aus gut durchlässigen, eher trockeneren Lebensräumen und leben am Boden, wo sie sich Höhlen graben oder bestehende Verstecke ausbauen. Die Bezeichnung Rosablüten-Vogelspinne verweist auf die rosa bis purpurne Färbung, die gerade ausgewachsene Männchen nach der Reifehäutung zeigen. Jungtiere werden als Nachzucht angeboten und sind zunächst unscheinbar braun gefärbt, wachsen aber vergleichsweise zügig heran und entwickeln mit den Häutungen ihre typische kräftige Gestalt und Zeichnung.
Lebensweise und Haltungstyp
Die Tiere leben am Boden und graben bei Bedarf eigene Wohnhöhlen. Tagsüber sitzen sie meist versteckt, am Abend werden sie aktiv und gehen auf Beutefang. Sie sind selbstbewusst und wehrhaft, bei Störung stellen sie sich auf und können Brennhaare abstreifen. Die Haltung erfolgt einzeln, da erwachsene Tiere Artgenossen als Beute betrachten.
Terrarium
Das Terrarium sollte breiter als hoch sein, weil bodenlebende Vogelspinnen nicht klettern und bei Stürzen aus der Höhe gefährdet sind. Für ein ausgewachsenes Tier genügen etwa 40 x 30 x 25 cm, großzügiger ist besser. Jungtiere werden zunächst in kleinen Behältern gehalten und mit wachsender Größe umgesetzt. Die Abdeckung muss ausbruchsicher schließen und für ausreichende Belüftung sorgen.
Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe
Der Bodengrund besteht aus lockerer Erde mit Kokosfaser und sollte so tief sein, dass die Spinne graben kann. Bei Jungtieren darf er leicht feucht sein, bei erwachsenen Tieren trocknet er zwischen den Wassergaben besser ab, um Schimmel zu vermeiden. Eine Korkröhre oder Rinde dient als Höhle, dazu kommen eine flache Wasserschale und einige Verstecke am Boden.
Klima und Beleuchtung
Die Temperatur liegt am besten bei 23 bis 27 °C, nachts darf sie leicht absinken. Die Luftfeuchtigkeit ist mäßig bis hoch, wichtig sind gute Belüftung und ein Bodengrund, der nicht dauernd nass ist. Gegossen wird gezielt an einer Terrarienseite, sodass es einen Feuchtegradienten gibt.
Fütterung und Wasserversorgung
Gefüttert werden Grillen, Heimchen, Schaben und andere Futterinsekten. Jungtiere erhalten kleine Beute etwa zweimal pro Woche, Halbwüchsige alle sieben bis zehn Tage, ausgewachsene Tiere kommen mit einer größeren Mahlzeit alle zwei bis drei Wochen aus. Der Hinterleib sollte im Verhältnis zum Vorderkörper nicht zu dick werden. Reste werden entfernt, frisches Wasser steht stets bereit.
Häutung
Vor der Häutung fressen die Tiere meist nicht mehr und liegen oft auf dem Rücken oder in ihrer Höhle. In dieser Zeit wird weder gefüttert noch gestört. Nach der Häutung bleibt die Spinne mehrere Tage empfindlich, bevor wieder Futter angeboten wird. Lebende Futtertiere dürfen nie im Terrarium bleiben, solange sich die Spinne häutet.
Einzelhaltung und sicherer Umgang
Die Art ist kein Tier zum Anfassen. Sie ist wehrhaft, kann Brennhaare abstreifen und ihr Biss gilt als schmerzhaft. Zur Pflege genügen Pinzette, Dose und ein ruhiges, vorsichtiges Arbeiten. Brennhaare können Haut, Augen und Atemwege reizen, nach dem Umgang mit dem Terrarium sollten Hände gewaschen werden.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden größer, schwerer und deutlich älter als Männchen. Männchen sind schlanker, langbeiniger und zeigen nach der Reifehäutung die namengebende rosa bis purpurne Färbung sowie Bulben an den Tastern. Bei Jungtieren ist das Geschlecht schwer zu erkennen und wird meist an einer abgestreiften Haut bestimmt.
Fortpflanzung
Die Nachzucht ist bei dieser Form möglich, aber nicht einfach. Weibchen legen einen Eikokon an und bewachen ihn, bei der Verpaarung gilt es, das Männchen vor dem Gefressenwerden zu schützen. Für Einsteiger ist die Zucht nicht geeignet.
Größe und Lebenserwartung
Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Körperlänge von etwa 9 cm bei einer Beinspannweite von rund 20 cm. Zur Lebenserwartung nennen Halter für Weibchen bis zu etwa 20 Jahre, Männchen leben nach der Reifehäutung nur noch wenige Monate und werden insgesamt meist 3 bis 4 Jahre alt.
Gift, Brennhaare und Sicherheit
Die Art besitzt Brennhaare der Typen I und III am Hinterleib und streift sie bei Störung gezielt ab. Diese können auf Haut und Schleimhäuten Juckreiz und Reizungen auslösen. Der Biss gilt als schmerzhaft, ist für gesunde Menschen aber nicht lebensbedrohlich. Bei Allergien ist besondere Vorsicht geboten.
Nice-to-Know
Pamphobeteus sp. platyomma ist ein Handelsname und keine wissenschaftlich beschriebene Art. Auch die Bezeichnung Rosablüten-Vogelspinne wird im Handel für mehrere ähnliche Formen verwendet. Wer eine bestimmte Form halten möchte, sollte beim Kauf auf die genaue Angabe der Herkunft achten. Vor der Anschaffung empfiehlt sich außerdem die Auseinandersetzung mit der Lebensdauer der Weibchen, denn sie begleiten ihren Halter viele Jahre.
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Häufige Fragen (FAQ)
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Die Spinnen und Insekten versenden wir, nach Ihrer Wahl, mit DHL oder per GO! in einer Thermobox. Die Tiere werden sicher verpackt und bei Kälte mit Heatpacks geschützt. Bei Nachtfrost empfehlen wir Ihnen dringend den GO-Tierkurier-Versand auszuwählen!
Geschlechtsauswahl bei unseren Spinnen&Insekten
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.