Riffdachseeigel, Echinometra viridis
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Riffdachseeigel, Echinometra viridis
| Deutscher Name: | Riffdachseeigel |
| Wissenschaftlich: | Echinometra viridis |
| Synonyme: | keine gebräuchlichen Synonyme bekannt |
| Herkunft: | Westlicher Atlantik und Karibik; flache Fels- und Riffbereiche. |
| Lebensweise: | Überwiegend versteckt lebender Algenweider. |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt riffgeeignet; Aufwuchs und Kalkalgen werden abgeschabt. |
| Verträglichkeit: | Friedliche Fische ohne Seeigelfraß. |
| Wasserwerte: | 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH; als allgemeine Riffaquarien-Richtwerte. |
| Temperatur: | 24–27 °C als Haltungsorientierung. |
| Beckengröße: | Ab etwa 300 Litern als vorsichtige Haltungsorientierung. |
| Futter: | Algenaufwuchs; ergänzend Nori und geeignetes Algenfutter. |
| Maximale Größe: | Gehäuse etwa 5 cm; Stacheln bis etwa 3 cm zusätzlich je Seite. |
| Liefergröße: | ca. 5,0-6,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Riffdachseeigel (Echinometra viridis)
Echinometra viridis bewohnt flache Riff- und Felsbereiche des westlichen Atlantiks und der Karibik. Sein Lebensraum bietet viele schattige Nischen, in denen sich der Seeigel vor Fressfeinden und kräftiger Wasserbewegung schützen kann. Obwohl er als Algenweider interessant ist, führt er ein eher verborgenes Leben. Ein Tier, das tagsüber in einer Spalte sitzt, ist daher nicht automatisch inaktiv oder krank. Entscheidend sind sein Zustand und eine erkennbare Nahrungssuche in ruhigen Phasen. Der Körper ist leicht länglich statt vollkommen kugelförmig. Grünliche Stacheln mit helleren Basen und dunkleren Spitzen passen gut zu den wechselnden Lichtverhältnissen im Riff. Im Aquarium sollte seine Umgebung ebenso aus stabilen, gut bewachsenen Flächen und mehreren passenden Rückzugsräumen bestehen. Dabei dürfen die Steine nicht nur lose aufeinanderliegen. Der Seeigel kann beim Weiden beträchtliche Kraft entwickeln und kleine Teile verschieben. Eine sorgfältig eingerichtete, eingefahrene Anlage bietet ihm deutlich mehr als ein frisch aufgebautes Dekorationsbecken. Sein Bedarf an Nahrung bleibt auch dann bestehen, wenn sichtbare Algenbeläge bereits verschwunden sind.
Lebensweise und Verhalten
Überwiegend versteckt lebender Algenweider. Tagsüber sitzt er häufig in dunklen Spalten und hält sich bei Störung noch fester. Lassen Sie ihm die Wahl seines Rückzugsplatzes.
Eignung für das Riffaquarium
Bedingt riffgeeignet; Aufwuchs und Kalkalgen werden abgeschabt. Beim Weiden kann er Oberflächen mechanisch verändern und lose Ableger verschieben. Ableger fest verkleben und empfindliche Stellen beobachten.
Aquarium und Einrichtung
Ab etwa 300 Litern als vorsichtige Haltungsorientierung. Ein reifes Aquarium mit reichlich bewachsenem, standsicherem Gestein und passenden Spalten ist entscheidend. Langfristige Ernährung vor dem Einsetzen sichern.
Wasserwerte und Temperatur
Stabile Meerwasserbedingungen sind entscheidend. 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH; als allgemeine Riffaquarien-Richtwerte. 24–27 °C als Haltungsorientierung. Dies sind keine experimentell ermittelten Toleranzgrenzen der Art.
Ernährung
Algenaufwuchs; ergänzend Nori und geeignetes Algenfutter. Nicht nur sichtbare Fadenalgen zählen: Auch dünne Aufwuchsfilme werden genutzt. In sauberen Becken regelmäßig kontrolliert zufüttern und die Aufnahme beobachten.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, beispielsweise mit kontrollierter Tropfmethode. Starke Schwankungen und Kupfer vermeiden. Das Tier behutsam in einen geeigneten, geschützten Bereich setzen.
Besonderheiten und sicherer Umgang
Die spitzen Stacheln können abbrechen und Verletzungen verursachen. Nicht aus einer Felsspalte herausziehen oder mit der Hand quetschen. Mit einem starren Behälter vorsichtig umsetzen und die Haftfüßchen schonen.
Endgröße und Lebenserwartung
Gehäuse etwa 5 cm; Stacheln bis etwa 3 cm zusätzlich je Seite. Gesamtbreite und Gehäusegröße werden im Handel nicht immer getrennt angegeben. Für Durchgänge die gesamte Stachelbreite einplanen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Seeigel & Sanddollar |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
| Endgröße: | bis 5 cm |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.