Riesen-Krustenanemone „Grün“ (Nachzucht), Palythoa grandis, ca. 1–2 Polypen
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Riesen-Krustenanemone „Grün“ (Nachzucht), Palythoa grandis, ca. 1–2 Polypen
| Deutscher Name: | Riesen-Krustenanemone „Grün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Palythoa grandis |
| Synonyme: | Grüne Riesen-Krustenanemone |
| Herkunft: | Westatlantische Art; grüne Handelsform aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Krustenanemone |
| Lichtbedarf: | Gering bis mittel; an intensiveres Licht langsam gewöhnen |
| Strömung: | Mittelstark und abwechslungsreich |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 PSU; pH 8,1–8,4; KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Unterer bis mittlerer Riffbereich; separater Stein |
| Ernährung: | Zooxanthellen; kleine Mengen feines tierisches Futter möglich |
| Wachstum: | Große Einzelpolypen und Vermehrung durch Knospung |
| Schwierigkeitsgrad: | Pflege bei stabilen Werten gut möglich; Palytoxin beachten |
| Lieferform: | ca. 1 - 2 Polypen |
Herkunft von Riesen-Krustenanemone „Grün“ (Nachzucht) (Palythoa grandis)
Die Riesen-Krustenanemone Palythoa grandis fällt durch ihre vergleichsweise großen Einzelpolypen auf. Der früher gebräuchliche Name Palythoa grandis wird im Handel weiterhin verwendet, bezeichnet aber dieselbe Art. Ihre natürliche Herkunft liegt im westatlantischen Raum; aus der grünen Farbe allein lässt sich kein genauer Fundort ableiten. Das hier angebotene Tier ist eine Nachzucht der grünen Handelsform. Es wird ausdrücklich als eigene Art und eigene Farbform geführt und nicht mit einer lediglich bis zur Gattung bestimmten grünen Krustenanemone gleichgesetzt. Die Mundscheiben können sich deutlich über den weichen Stiel ausbreiten und einen flachen bis leicht schüsselförmigen Eindruck vermitteln. Feine Randtentakel und die zentrale Mundöffnung sind an geöffneten Polypen gut zu erkennen. Unter blauer Beleuchtung treten Grünanteile meist stärker hervor als unter neutralem Licht. Diese Veränderung des optischen Eindrucks gehört zur Haltung fluoreszierender Riffbewohner. Bereits ein kleiner Ableger mit wenigen Polypen kann deshalb einen klaren Blickfang bilden. Für die spätere Entwicklung muss zwischen der aktuellen Polypenzahl und dem möglichen Platzbedarf einer wachsenden Kolonie unterschieden werden. Ein eigener Stein bietet Übersicht und erleichtert eine vorausschauende Platzierung.
Haltung im Riffaquarium
Krustenanemonen können Palytoxin enthalten. Beim Umgang Handschuhe und Augenschutz tragen. Niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen; nicht außerhalb des Wassers zerschneiden. Die Polypen nicht quetschen und Arbeiten möglichst unter Wasser ausführen.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein niedriger bis mittlerer, zunächst mäßig beleuchteter Platz ist ein sinnvoller Ausgangspunkt. Die großen Mundscheiben sollen sich öffnen können, ohne an Nachbarn zu stoßen. Eine sanfte wechselnde Umströmung hält das Substrat frei.
Wasserwerte und Spurenelemente
Für stabile Riffbedingungen sind 24–26 °C, 34–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–9 °dKH sinnvolle Orientierungen. Nährstoffwerte nicht abrupt verändern. Neue Kolonien erst nach Eingewöhnung heller stellen.
Ernährung und Fütterung
Neben Lichtenergie über Zooxanthellen können die großen Polypen kleine geeignete marine Futterpartikel aufnehmen. Sparsame, gezielte Gaben sind ausreichend. Die Tiere nicht mit großen Stücken stopfen und Futterreste entfernen.
Wachstum und Vermehrung
Durch Knospung erweitert sich die Kolonie um neue Einzelpolypen. Geöffnete Polypen benötigen deutlich mehr Platz als im Transportzustand. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Zwischen der Kolonie und anderen Korallen Abstand lassen. Krustenanemonen können verfügbare Flächen zunehmend besiedeln. Fische und Wirbellose mit Fraßneigung an Polypen sind ungeeignete Nachbarn.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit kontrollierter Tropfgewöhnung. Beim Umsetzen am Substrat anfassen und die Schutzmaßnahmen beachten. Mit mäßiger Lichtstärke beginnen.
Lieferung
Angeboten wird ein Nachzuchtableger der grünen Form mit ca. 1–2 Polypen. Die Anzahl beschreibt den Startableger und keine Zentimetergröße. Die großen Mundscheiben können nach Transport noch eingezogen sein.
| Tiergruppe: | Krustenanemonen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.