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Raues Hornblatt, Ceratophyllum demersum, Bundpflanze
| Deutscher Name: | Raues Hornblatt |
| Botanisch: | Ceratophyllum demersum |
| Synonyme: | Hornkraut, Gemeines Hornblatt, Hornwort |
| Herkunft: | Weltweit verbreitet, auch in Mitteleuropa heimisch |
| Standort: | Hintergrund oder frei treibend |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| pH-Bereich: | 6,0 – 9,0 |
| Wasserhärte: | Weich bis sehr hart (5 – 24 °dKH) |
| Wasser-Temperatur: | 10 – 30 °C, verträgt 4 – 30 °C |
| Düngung: | Kaum nötig, nimmt Nährstoffe aus dem Wasser |
| CO₂-Zugabe: | Nicht nötig |
| Vermehrung: | Abtrennen von Seitentrieben |
| Wachstum: | Sehr schnell |
| Erreichbare Höhe: | Triebe bis über 100 cm, durch Kürzen beliebig |
| Lieferung als: | Bund, Bund mit ca. 5–7 Trieben |
Herkunft von Raues Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
Das Raue Hornblatt, botanisch Ceratophyllum demersum, ist eine der am weitesten verbreiteten Wasserpflanzen der Welt. Es kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis vor und ist auch in Deutschland in Teichen, Seen, Altarmen und Gräben heimisch. Typisch sind stehende oder langsam fließende, oft nährstoffreiche Gewässer, in denen die Pflanze dichte Unterwasserbestände bildet. Botanisch ist das Hornblatt eine Besonderheit: Es besitzt keine echten Wurzeln. Stattdessen verankert es sich mit farblosen, umgebildeten Sprossen locker im Schlamm oder treibt frei im Wasser. Die steifen, mehrfach gabelig geteilten Blätter stehen in dichten Quirlen und fühlen sich rau an, was der Art ihren deutschen Namen gegeben hat. Im Herbst bilden die Pflanzen in kühlen Gewässern verdichtete Triebspitzen, die zu Boden sinken, dort überwintern und im Frühjahr wieder austreiben. In der Aquaristik ist das Raue Hornblatt seit Jahrzehnten als unverwüstliche Starthilfe für neue Becken bekannt. Es wächst extrem schnell, entzieht dem Wasser dabei große Mengen Nährstoffe und bremst so das Wachstum von Algen. Gleichzeitig bietet es Jungfischen und Garnelen dichte Verstecke und Weidegründe.
Optimale Standorte im Aquarium
Im Aquarium wird das Hornblatt meist im Hintergrund gesetzt oder einfach frei an der Wasseroberfläche treiben gelassen. Frei schwimmend bildet es eine lockere Deckung, unter der Jungfische Schutz finden. Auch im Gartenteich und in Kaltwasserbecken ist es bestens geeignet. In großen Gruppen entsteht eine dichte, dunkelgrüne Kulisse.
Lichtbedarf
Mittleres bis helles Licht ist ideal. Unter guter Beleuchtung wachsen die Triebe kompakt und dicht beblättert. Bei Lichtmangel werden die Abstände zwischen den Blattquirlen größer, und die Pflanze verliert Nadeln.
Haltung und Pflege im Aquarium
Das Raue Hornblatt ist äußerst anspruchslos und gedeiht in weichem bis sehr hartem Wasser. Wegen seines schnellen Wachstums muss es regelmäßig eingekürzt oder ausgedünnt werden. Das Hornblatt gibt Stoffe ins Wasser ab, die Algen hemmen können. Bei starken Veränderungen der Wasserwerte oder bei Transportstress kann es Nadeln abwerfen; diese sollten abgesaugt werden, die Pflanze treibt danach meist wieder aus.
Düngung
Eine gezielte Düngung ist kaum erforderlich, da die Pflanze ihre Nährstoffe über die Blätter direkt aus dem Wasser aufnimmt. In nährstoffarmen, dicht bepflanzten Becken kann ein Volldünger helfen. Gerade in frisch eingerichteten Aquarien entzieht das Hornblatt überschüssige Nährstoffe und hilft so gegen Algen.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist nicht nötig. Zusätzliches CO2 beschleunigt das ohnehin sehr schnelle Wachstum noch weiter.
Vermehrung
Die Vermehrung ist denkbar einfach: Seitentriebe oder Triebstücke werden abgetrennt und wieder eingesetzt oder treiben gelassen. Aus jedem Stück entsteht in kurzer Zeit eine neue Pflanze.
Wachstumsgeschwindigkeit
Das Hornblatt wächst sehr schnell und kann unter guten Bedingungen mehrere Zentimeter pro Tag zulegen. Es bildet lange, verzweigte Triebe mit dichten Quirlen aus steifen, gegabelten Blättern.
Endgröße
Die Triebe können in der Natur über einen Meter lang werden. Im Aquarium wird die Länge einfach durch regelmäßiges Kürzen an das Becken angepasst.
Lieferung als Bundpflanze
Das Raue Hornblatt kommt als Bund mehrerer Triebe, die mit einem Bleiband oder einer Klemme zusammengehalten werden. Vor dem Einsetzen das Bleiband entfernen und die Triebe vorsichtig voneinander lösen, damit die Stängel nicht gequetscht werden. Da das Hornblatt keine echten Wurzeln bildet, die Triebe entweder einzeln locker in den Bodengrund stecken, mit einem kleinen Stein beschweren oder frei im Wasser treiben lassen. Beschädigte Triebstücke können abgeschnitten werden; sie wachsen frei schwimmend weiter.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich bis hart (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Pflegeleicht |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Nicht erforderlich |
| Pflanzentyp: | Stängelpflanze |
| Aquarienposition: | Hintergrund, Wasseroberfläche |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C, Geeignet bei 30 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wuchshöhe: | Sehr hoch (über 40 cm) |
| Lieferform: | Bund |
| pH-Wert: | 6–9 |
| Karbonathärte KH: | 5–21 °dKH |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.