Punktierter Harttia-Harnischwels, Harttia punctata
62,99 €*
19 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 1,90 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Punktierter Harttia-Harnischwels, Harttia punctata
| Deutscher Name: | Punktierter Harttia-Harnischwels |
| Wissenschaftlich: | Harttia punctata |
| Synonyme: | Harttia sp. „Tocantins“ |
| Herkunft: | Brasilien, oberes und mittleres Rio-Tocantins-Becken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlich, zurückhaltend und empfindlich gegenüber Futterkonkurrenz |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, weich bis mittelhart, sehr sauber und sauerstoffreich |
| Temperatur: | Vorsichtiger Pflegebereich 24–28 °C |
| Beckengröße: | Ab 120 cm Kantenlänge mit kräftiger Strömung |
| Bepflanzung: | Nebensächlich; freie, bewachsene Steinflächen sind wichtiger |
| Futter: | Aufwuchs, Algen, feines Grünfutter und kleine Wirbellose |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen vermutlich mit breiterem Kopf und kräftigerem Brustflossenstrahl |
| Zucht möglich: | Offenbrüter; das Männchen bewacht das Gelege auf Steinen |
| Maximale Größe: | Bis 16,6 cm Standardlänge, Gesamtlänge etwas größer |
| Liefergröße: | ca. 5,0-8,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Garnelen meist wenig gefährdet, Nachwuchs nicht sicher |
Herkunft von Punktierter Harttia-Harnischwels (Harttia punctata)
Harttia punctata stammt aus Brasilien und ist aus dem oberen sowie mittleren Einzugsgebiet des Rio Tocantins bekannt. Der Typenfundort liegt auf Felsen unmittelbar unterhalb des Tucuruí-Staudamms. Weitere Nachweise ordnen die Art dem Tocantins-Araguaia-System zu. Sie gehört zu den bodennah lebenden Harnischwelsen und ist mit ihrem abgeflachten, lang gestreckten Körper an strömendes Wasser angepasst. Besonders aufschlussreich ist der Fund auf felsigem Untergrund: Dort kann sich der Wels mit seinem unterständigen Saugmaul halten und Aufwuchs von festen Oberflächen aufnehmen. Für die konkrete Art sind allerdings keine umfassenden, über längere Zeit erhobenen Messreihen zu Temperatur, Härte und pH-Wert ihrer natürlichen Standorte veröffentlicht. Das Aquarium sollte deshalb nicht nach vermeintlich exakten Biotopwerten, sondern vorsichtig nach den gesicherten Habitatmerkmalen eingerichtet werden: klare Strömungszonen, sehr gute Sauerstoffversorgung, geringe organische Belastung und zahlreiche feste Weideflächen. Steine unterschiedlicher Größe, flache Platten und einige Wurzeln schaffen ein passendes Flussbild. Harttia punctata ist im Handel ausgesprochen selten und kann mit der ebenfalls im Tocantins-System vorkommenden Harttia duriventris verwechselt werden. Eine zuverlässige Bestimmung berücksichtigt unter anderem die Bauchbeschilderung; bei Harttia punctata bleiben größere Bauchbereiche unbeschildert oder nur teilweise mit Knochenplatten besetzt.
Vergesellschaftung
Der Punktierte Harttia-Harnischwels gilt als friedlicher, eher zurückhaltender Bodenbewohner. Er passt zu ruhigen Fischen, die ebenfalls sauberes, sauerstoffreiches Wasser und eine deutliche Strömung vertragen. Sehr lebhafte oder dominante Mitbewohner sind ungünstig, weil sie den Wels während der Fütterung verdrängen können. Bei mehreren Harttia sollten zahlreiche getrennte Ruhe- und Weideplätze vorhanden sein. Innerartliche Distanzansprüche sind möglich, weshalb ein großzügiger Bodenraum wichtiger ist als eine hohe Besatzdichte. Große, räuberische Fische und stark territoriale Bodenbewohner sind keine geeigneten Partner.
Passende Wasserparameter
Für die Pflege bietet sich ein leicht saures bis neutrales Milieu von etwa pH 6,0 bis 7,5 in weichem bis mittelhartem Wasser an. Entscheidender als ein einzelner Härtewert sind stabile Verhältnisse, eine kräftige Filterung und ein dauerhaft hoher Sauerstoffgehalt. Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit müssen nicht nachweisbar sein; auch eine steigende organische Belastung wird von dieser anspruchsvollen Art schlecht vertragen. Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine starke Oberflächenbewegung und sauber gehaltene Strömungspumpen sind daher wesentlich. Da detaillierte Feldmessungen für die Art fehlen, sollten Wasserwerte langsam verändert und Extreme vermieden werden.
Haltungstemperatur
Als vorsichtiger Pflegebereich sind etwa 24 bis 28 °C sinnvoll. Die veröffentlichten aquaristischen Angaben weichen deutlich voneinander ab und reichen von kühleren bis zu ausgesprochen warmen Empfehlungen. Belastbare, artspezifische Messreihen aus den Fundorten liegen nicht vor. Unabhängig von der gewählten Temperatur muss das Wasser sehr sauerstoffreich bleiben, denn mit steigender Wärme sinkt seine Sauerstoffaufnahme. Bei höheren Temperaturen sind kräftige Belüftung, starke Oberflächenbewegung und besonders konsequente Wasserpflege unverzichtbar.
Beckengröße
Aufgrund der möglichen Standardlänge von bis zu 16,6 cm und des Bedarfs an ausgedehnten Strömungs- und Weideflächen empfiehlt sich ein Aquarium ab 120 cm Kantenlänge. Für mehrere Tiere sollte entsprechend größer geplant werden. Eine Strömungspumpe kann neben einer leistungsfähigen Filterung gerichtete Zonen erzeugen, ohne das gesamte Becken gleichförmig zu durchströmen. Flache Steine, größere Kiesel und standsicher angeordnete Wurzeln bieten Halt und Aufwuchsflächen. Gleichzeitig sollten freie Bodenabschnitte bleiben, damit die lang gestreckten Tiere ungehindert wenden und Futterplätze erreichen können.
Bepflanzung
Eine dichte Bepflanzung ist für Harttia punctata nicht erforderlich. Wichtiger sind beleuchtete Steine und andere feste Oberflächen, auf denen sich ein natürlicher Biofilm entwickeln kann. Pflanzen können in strömungsärmeren Randbereichen eingesetzt werden; robuste Aufsitzerpflanzen lassen sich gut auf Wurzeln oder Steinen befestigen. Die Gestaltung darf den Wasserumlauf nicht blockieren und sollte ausreichend offene Weideflächen lassen. Frisch eingerichtete, biologisch noch sterile Aquarien sind ungeeignet, weil dort kaum natürlicher Aufwuchs vorhanden ist.
Futter
Die Ernährung sollte sich überwiegend an natürlichem Aufwuchs orientieren. Dazu gehören Algen, Kieselalgen, feine organische Bestandteile und die darin lebenden Kleinstorganismen. Im Aquarium eignen sich hochwertige, fein zerfallende Futtertabletten mit pflanzlichem Anteil, Algenfutter, geeignete Gel-Futtermischungen und sparsam angebotene weiche Gemüseanteile. Kleine Frost- oder Lebendfutterorganismen ergänzen den Speiseplan in mäßigen Mengen. Entscheidend ist, dass das Futter die zurückhaltenden Tiere tatsächlich erreicht. Mehrere kleine Portionen an verschiedenen Stellen sind günstiger als eine große Gabe. Natürlicher Biofilm ist eine wertvolle Ergänzung, ersetzt bei Aquarienhaltung jedoch keine kontrollierte Zufütterung.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind bei jungen Tieren kaum sicher zu unterscheiden. Bei geschlechtsreifen Männchen werden ein etwas breiterer Kopf sowie ein kräftigerer, stärker mit kleinen Hautzähnchen besetzter erster Brustflossenstrahl beschrieben. Weibchen erscheinen bei Laichansatz im Bauchbereich voller. Da Harttia punctata selten gepflegt wird und Vergleichsserien fehlen, sollte die Geschlechtsbestimmung stets vorsichtig erfolgen und möglichst mehrere Merkmale berücksichtigen.
Zucht
Aus der Aquarienhaltung liegen Hinweise auf erfolgreiche Nachzuchten vor, detaillierte und zuverlässig wiederholbare Zuchtberichte sind jedoch selten. Harttia werden als Offenbrüter beschrieben: Die haftenden Eier werden bevorzugt auf frei liegenden Steinen abgelegt, die kräftig überströmt werden. Das Männchen bewacht und befächelt das Gelege bis zum Schlupf. Für einen Zuchtversuch sind sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser, gut konditionierte Elterntiere und geeignete glatte Laichflächen wesentlich. Jungfische benötigen von Beginn an zugänglichen Biofilm und sehr feines Futter; Futterreste dürfen das Wasser nicht belasten.
Endgröße
Als maximale dokumentierte Größe werden bis zu 16,6 cm Standardlänge angegeben; dabei wird ohne Schwanzflosse gemessen. Die tatsächliche Gesamtlänge kann daher etwas darüber liegen. Weibliche Tiere wurden mit bis zu etwa 14 cm Standardlänge erfasst. Kleinere Angaben aus dem Handel sollten nicht als sichere Endgröße verstanden werden. Der schlanke Körper lässt den Wels zierlicher erscheinen, als es sein Platzbedarf und seine Anforderungen an ausreichend große Weideflächen vermuten lassen.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Harttia punctata ist kein spezialisierter Garnelenjäger. Adulte Garnelen werden bei passender Beckengröße und ausreichendem Futter voraussichtlich meist unbehelligt bleiben. Sehr kleine Junggarnelen können beim Abweiden von Biofilm oder zusammen mit anderen Kleinstorganismen aufgenommen werden; eine sichere Vermehrungsgemeinschaft lässt sich daher nicht zusagen. Zudem konkurrieren Wels und Garnelen um Aufwuchs. Versteckreiche Bereiche helfen dem Nachwuchs, dürfen aber die notwendige Strömung nicht behindern. Die gewählte Garnelenart muss außerdem mit warmem, stark bewegtem und sauerstoffreichem Wasser zurechtkommen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.