Prachtgurami „Batu Pahat“, Parosphromenus sp.
20,99 €*
6 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,60 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Prachtgurami „Batu Pahat“, Parosphromenus sp.
| Deutscher Name: | Prachtgurami „Batu Pahat“ |
| Wissenschaftlich: | Parosphromenus sp. |
| Synonyme: | Prachtzwerggurami, Paros, Parosphromenus Batu Pahat, Prachtgurami Batu Pahat, Fire and Ice Prachtgurami |
| Herkunft: | Schwarzwasserkanäle und Moorbäche bei Batu Pahat, Johor, Südwest-Malaysia (noch unbeschriebene Fundortform) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paarweise oder in kleiner Gruppe im ruhigen Artbecken; nicht mit anderen Parosphromenus-Formen mischen |
| Wasserwerte: | Sehr weich und sauer: pH etwa 4,0–6,0, GH möglichst unter 3 °dH, huminstoffreich und keimarm |
| Temperatur: | Etwa 22–26 °C (Prüfhinweis: Quellen nennen leicht abweichende Spannen) |
| Beckengröße: | Für ein Pärchen ab etwa 25 Litern, für eine Gruppe 40–60 Liter |
| Bepflanzung: | Laubauflage, Wurzeln, Höhlen, Schwimmpflanzen und schattige Zonen; wenig Licht |
| Futter: | Überwiegend Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Hüpferlinge, Daphnien und Mückenlarven |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit kräftiger Balzfärbung und ausgeprägten Flossenzeichnungen, Weibchen schlichter und bei Laichreife rundlicher |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter; das Männchen betreut das Gelege in engen Röhren oder Höhlen |
| Maximale Größe: | Etwa 3–4 cm; Lieferware ca. 2–3 cm |
| Liefergröße: | ca. 2,0-3,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Erwachsene, größere Garnelen meist unproblematisch; Garnelennachwuchs gilt als Futter und ist gefährdet |
Herkunft von Prachtgurami „Batu Pahat“ (Parosphromenus sp.)
Der Prachtgurami „Batu Pahat“ stammt aus dem Südwesten der Malaiischen Halbinsel. Gefunden wurde er in schwarzwassergefärbten Torfsumpfbächen und Entwässerungskanälen rund um die Stadt Batu Pahat im Bundesstaat Johor, Malaysia. Dort fließt das teetassenbraune Wasser langsam, der Boden besteht aus Torf und saurem Sulfatboden, Wasserpflanzen fehlen weitgehend, dafür sorgen Wurzeln, Falllaub und Uferunterstände für Deckung. Gemessen wurden in solchen Habitaten pH-Werte von etwa 4 bis 6, sehr geringe Härte und Temperaturen zwischen rund 22 und 28 °C. Als Begleiter leben dort unter anderem Schokoladenguramis, kleine Rasboras der Gattung Boraras, Sechsstreifenbarben und der Hechtkopf. Die Form ist wissenschaftlich noch nicht beschrieben, deshalb steht im Namen nur „sp.“ und der Fundort; in der Literatur wird sie teils in die Nähe von Parosphromenus alfredi gestellt, was nicht abschließend geklärt ist. Im Handel kursiert zudem der englische Phantasiename „Fire & Ice“, der sich auf die rot-schwarz-eisblaue Balzfärbung der Männchen bezieht. Ihr Lebensraum ist durch Plantagenwirtschaft, Dünger und Pflanzenschutzmittel bedroht, weshalb Erhaltungszucht in Liebhaberhand für diese Fundortform besonders wertvoll ist.
Vergesellschaftung
Prachtguramis sind scheue, friedliche Zwergfische, die sich im Aquarium am wohlsten fühlen, wenn sie ungestört in einem eigenen Artbecken leben. Paarweise Haltung ist der solide Einstieg; in größeren, gut strukturierten Becken kann man auch eine kleine Gruppe mit mehr Weibchen als Männchen pflegen. Die Männchen besetzen kleine Reviere an Höhlen und drohen einander, ernsthafte Verletzungen sind bei ausreichend Verstecken aber selten. Unbedingt vermeiden sollte man das Zusammenhalten mit anderen Parosphromenus-Arten oder -Formen, da Kreuzungen die Linien unbrauchbar machen. Als Mitbewohner kommen allenfalls sehr ruhige, kleine Fische ähnlicher Ansprüche in Frage, etwa Boraras-Rasboras oder Schokoladenguramis; jeder Zusatz bedeutet jedoch mehr Futterkonkurrenz und Unruhe. Kräftige oder hektische Schwimmer stressen die Tiere und sollten nicht ins Becken.
Passende Wasserparameter
Die Art stammt aus extrem weichem, saurem Schwarzwasser. Für die Pflege bewähren sich pH-Werte um 4,5 bis 6,0 und eine Gesamthärte von möglichst unter 3 °dH, bei einer niedrigen Leitfähigkeit; für Zuchtversuche wird oft noch etwas saurer und weicher gefahren. Ein Aufbereiten mit Osmosewasser, Erlenzapfen, Eichen- oder Buchenlaub und Torf- bzw. Huminstoffprodukten ist üblich. Wichtiger als der exakte Wert sind Stabilität und Keimarmut: Kleine Becken mit sanfter Filterung, regelmäßige moderate Teilwasserwechsel mit passend aufbereitetem Wasser und sparsames Füttern halten die Wasserqualität hoch. Veränderungen sollten behutsam erfolgen, damit die empfindlichen Tiere nicht gestresst werden. Eine Vorsorge gegen Parasiten wie Oodinium lohnt sich, da Prachtguramis bei Befall rasch abmagern können.
Haltungstemperatur
Im Naturlebensraum werden etwa 22 bis 28 °C erreicht. Für die Haltung sind 22 bis 26 °C gut geeignet, viele Pfleger bevorzugen die Mitte um 24 bis 25 °C. Dauerhaft höhere Temperaturen begünstigen Keimwachstum und verkürzen vermutlich die Lebensdauer. Da sich die Angaben seriöser Quellen leicht unterscheiden, sollte der Wert nach dem Herkunftsbetrieb und den eigenen Beobachtungen angepasst werden.
Beckengröße
Wegen ihrer geringen Größe genügt für ein Pärchen ein Becken ab etwa 25 Litern, ideal sind 30 bis 40 Liter mit mindestens 40 cm Kantenlänge. Für eine kleine Gruppe empfehlen sich 50 bis 60 Liter, damit jedes Männchen ein eigenes Revier besetzen kann. Entscheidend ist eine ruhige Wasseroberfläche: Luftgetriebene Schwammfilter oder sehr sanfte Innenfilter eignen sich, Strömung sollte kaum spürbar sein. Eine Abdeckung hält die Luft über dem Wasser warm und feucht, da die Tiere an der Oberfläche Luft atmen können.
Bepflanzung
Ein naturnahes Schwarzwasserbecken mit gedämpftem Licht ist ideal. Dichte Laubschichten aus Buche, Eiche oder Seemandelbaum, Wurzeln und Äste sorgen für Deckung und fördern Mikrofauna als Zusatzfutter. Zur Zucht werden enge Höhlen angeboten, zum Beispiel kleine Tonröhrchen, halbe Kokosschalen oder Filmdosen, die am Boden liegen. Schwimmpflanzen oder lockere Pflanzendecken dämpfen das Licht. Als Bepflanzung eignen sich robuste, anspruchslose Arten wie Javafarn oder Anubias, die mit weichem, saurem Wasser zurechtkommen; im natürlichen Biotop wachsen kaum Wasserpflanzen. Ein dunkler Bodengrund lässt die Balzfärbung der Männchen besonders gut hervortreten.
Futter
Prachtguramis sind Lebendfutterspezialisten. Im Aquarium sollten vor allem frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Hüpferlinge, kleine Daphnien, Cyclops und Mückenlarven (Frost oder lebend) auf dem Speiseplan stehen. Viele Tiere nehmen Trockenfutter gar nicht oder nur widerwillig an, daher sollte man vor dem Kauf nach der bisherigen Fütterung fragen. Kleine Portionen zwei- bis dreimal täglich sind besser als eine große Mahlzeit, und Futterreste müssen zügig entfernt werden, um das Wasser keimarm zu halten.
Geschlechtsunterschiede
Wie bei Prachtguramis üblich, sind die Männchen zur Balz deutlich farbenprächtiger; bei dieser Form fallen rote, schwarze und hellblaue Flossenzeichnungen auf. Die Weibchen bleiben insgesamt schlichter gefärbt und werden bei Laichreife sichtbar rundlicher. Jungtiere in der gelieferten Größe von 2 bis 3 cm lassen sich häufig noch nicht sicher bestimmen; eine verlässliche Zuordnung gelingt meist erst bei Reife und Balzverhalten.
Zucht
Prachtguramis sind Höhlenbrüter: Das Männchen lockt ein Weibchen in eine enge Röhre oder Höhle, wo abgelaicht wird. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege und bewacht das Gelege bis zum Freischwimmen der Jungfische, was bei Prachtguramis nach etwa 9 bis 10 Tagen der Fall ist. Zuchtversuche gelingen am besten im sehr weichen, sauren und keimarmen Wasser, pH-Werte um 4 bis 4,5 werden häufig genannt. Die Jungen werden zuerst mit feinsten Futterorganismen wie Artemia-Nauplien und Mikroplankton aufgezogen. Die Nachzucht ist bei Parosphromenus nicht trivial; die Art ist bei erfolgreicher Vermehrung vor allem im Rahmen von Erhaltungszuchtprojekten interessant.
Endgröße
Die Tiere erreichen etwa 3 bis 4 cm; die Angabe 2 bis 3 cm bezeichnet die Liefergröße, nicht die Endgröße. Bei guter Pflege können Prachtguramis mehrere Jahre alt werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene, größere Garnelen werden von den zierlichen Prachtguramis in der Regel nicht ernsthaft bedrängt, da die Fische selbst sehr klein sind und ein kleines Maul haben. Es gibt aber keine gesicherten Verträglichkeitsangaben für diese Fundortform. Garnelennachwuchs und winzige Zwerggarnelen sind dagegen gefährdet, weil die Tiere ihren Speiseplan überwiegend aus kleinen Krebstieren und Insektenlarven bestreiten. Zudem benötigen viele Garnelen härteres Wasser als das saure Weichwasser der Prachtguramis, sodass beide Pflegeansprüche oft schlecht zusammenpassen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.