Plattenkoralle „Grün“ (Nachzucht), Montipora delicatula, Größe S–M
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Plattenkoralle „Grün“ (Nachzucht), Montipora delicatula, Größe S–M
| Deutscher Name: | Plattenkoralle „Grün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Montipora delicatula |
| Synonyme: | Fragile Mikroporenkoralle, Kleinpolypige Steinkoralle, Grüne Montipora, Delicatula-Montipora |
| Herkunft: | Indo-Westpazifik, flache Riffkanten im Korallendreieck; hier als Nachzucht-Ableger |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), dünne gewellte Platten, mit Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Kräftig, etwa 200 bis 350 PAR, langsam steigern |
| Strömung: | Mittel bis kräftig, wechselnd, nicht direkt anströmen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,025–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1350 mg/l, NO3 2–10 mg/l, PO4 0,02–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Oberes bis mittleres Riffdrittel, Platte frei ausbreiten lassen |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Plankton |
| Wachstum: | Mittelschnell, flächig in dünnen Platten |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, nur für eingefahrene Riffbecken |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Plattenkoralle „Grün“ (Nachzucht) (Montipora delicatula)
Montipora delicatula ist eine kleinpolypige Steinkoralle aus der Familie Acroporidae, die im Jahr 2000 von dem australischen Korallenforscher J. E. N. Veron beschrieben wurde. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Indo-Westpazifik, vor allem im Korallendreieck mit Indonesien, den Philippinen, Malaysia und Papua-Neuguinea sowie in Teilen Australiens, Thailands, Vietnams und auf den Salomonen. In der Natur ist sie eher selten und auf flache Riffkanten in etwa zwei bis fünfzehn Metern Tiefe beschränkt. Ihre Kolonien bestehen aus sehr dünnen, nur auf einer Seite mit Polypen besetzten Platten, die meist verbogen oder gewellt wachsen und etwa 25 Zentimeter Durchmesser erreichen. Die winzigen Polypenkelche sind unauffällig und liegen in Reihen zwischen unregelmäßigen Rippen des Skeletts. Wildkolonien sind blassbraun und zum Rand hin heller; farbige Formen im Handel sind Aquarienlinien, die über Ableger weitervermehrt werden. Wie alle Steinkorallen steht die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Der Handelsname „Grün“ beschreibt die grüne Färbung von Gewebe und Polypen dieser Aquarienlinie. Dieses Tier ist eine Nachzucht, die aus einem Ableger im Aquarium herangezogen wurde und deshalb an Kunstlicht und Riffbecken gewöhnt ist.
Haltung im Riffaquarium
Diese Plattenkoralle fühlt sich in einem eingefahrenen Riffbecken mit stabiler Wasserchemie wohl. Karbonathärte, Calcium und Magnesium sollten über Balling-Methode, Kalkreaktor oder regelmäßige Ergänzung konstant bleiben, denn starke Schwankungen zeigen sich zuerst an den dünnen Rändern. Nährstoffe sollten niedrig, aber messbar sein: Zu viel Nitrat und Phosphat dunkelt das Gewebe ins Braune ab, sehr nährstoffarmes Wasser lässt das Grün verblassen. Regelmäßige Teilwasserwechsel und klares Wasser helfen, die Farbe zu erhalten.
Licht, Strömung und Platzierung
Gut geeignet ist ein heller Platz im oberen bis mittleren Bereich des Riffaufbaus, an dem sich die Platte waagerecht oder leicht schräg ausbreiten kann. Die Strömung sollte kräftig und wechselnd sein, damit sich auf der Fläche kein Mulm absetzt, ohne dass der Pumpenstrahl direkt auftrifft. Den Ableger zunächst etwas schattiger setzen und das Licht über zwei bis drei Wochen steigern. Da die Platten wachsen und Nachbarn beschatten, ausreichend Platz nach den Seiten einplanen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Bewährt haben sich eine Dichte von 1,025 bis 1,026 bei 25 °C, was etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt entspricht, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7 bis 9 °dKH, die vor allem gleichmäßig gehalten werden sollte. Calcium liegt idealerweise bei 400 bis 450 mg/l, Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l. Nitrat um 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,08 mg/l sind ein guter Bereich: Völlig nährstofffreies Wasser lässt das Gewebe verblassen, zu viel Nährstoff färbt die Koralle braun. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 27 °C liegen; längere Phasen über 30 °C führen zum Ausbleichen.
Ernährung und Fütterung
Die Koralle deckt ihren Energiebedarf überwiegend über die Zooxanthellen im Gewebe. Ergänzend nimmt sie gelöste Stoffe und feines Plankton auf. In nährstoffarmen Becken kann ein- bis zweimal pro Woche eine kleine Gabe Staubfutter, Phytoplankton oder Aminosäuren Farbe und Wachstum unterstützen; zu viel Futter belastet dagegen die Wasserwerte.
Wachstum und Vermehrung
Im Aquarium wächst die Art mittelschnell. Der Ableger verwächst zunächst mit dem Sockel und schiebt dann dünne, oft gewellte Platten nach außen. Aquarianer beschreiben sie als robust: Schon kleine Gewebereste können wieder austreiben. Weil sie benachbarte Korallen überwachsen kann, sollte ihre Ausbreitung von Anfang an mitgeplant werden; Randstücke lassen sich gut abtrennen.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Koralle ist friedlich, wird aber von LPS-Korallen mit langen Nesselfäden und von manchen Weichkorallen geschädigt, wenn sie in Kontakt kommen. Riffgeeignete Fische, Garnelen und Schnecken passen gut. Zwergkaiserfische und manche Kugelfische können an Montipora zupfen. Neue Ableger auf Montipora-fressende Nacktschnecken und deren Gelege kontrollieren.
Eingewöhnung
Den Versandbeutel zuerst etwa 15 bis 20 Minuten verschlossen im Aquarienwasser treiben lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß setzen und über 30 bis 60 Minuten tropfenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Ein Korallendip vor dem Einsetzen hilft, eingeschleppte Schädlinge zu entdecken. Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, zunächst etwas schattiger platzieren und die Lichtmenge über zwei bis drei Wochen schrittweise erhöhen.
Lieferung
Geliefert wird eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise kleinen Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse und beschreibt einen kleinen bis mittelgroßen Ableger; sie ist bewusst keine feste Zentimeterangabe. Form und Farbton können vom Beispielbild abweichen, da jeder Ableger natürlich gewachsen ist; die Färbung kann sich in den ersten Wochen nach dem Umsetzen je nach Licht und Nährstoffen etwas verändern.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.