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Platin-Rotmaulsalmler, Petitella rhodostoma

Edler Platinglanz

Silbriger Schimmer trifft auf rote Maske und Signalfahne.

Geselliger Schwimmer

Ab zehn Tieren zeigt die Gruppe ihr lebhaftes Verhalten.

Viel freier Raum

Offene Schwimmzonen und bepflanzte Ränder sind ideal.

Weiches Wasser

Stabile, saubere Bedingungen bringen die Farben zur Geltung.

Platin-Rotmaulsalmler, Petitella rhodostoma


Auf einen Blick: Platin-Rotmaulsalmler, Petitella rhodostoma
Deutscher Name:Platin-Rotmaulsalmler
Wissenschaftlich:Petitella rhodostoma
Synonyme:Ahls Rotmaulsalmler, Rummy-Nose-Salmler
Herkunft:Unterer Amazonas und Orinoko in Südamerika; die Platinform stammt aus Zuchtbeständen.
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher, schwimmfreudiger Gruppenfisch; mindestens 10 Tiere pflegen.
Wasserwerte:Weich bis mittelhart, bevorzugt leicht sauer; etwa pH 5,5–7,0 und 2–15 °dGH.
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:Ab 80 cm Kantenlänge, besser etwa 100 Liter oder größer.
Bepflanzung:Bepflanzte Randzonen mit großzügiger, freier Schwimmfläche.
Futter:Feines Granulat und Flockenfutter sowie kleine Frost- und Lebendfuttertiere.
Geschlechts-Unterschiede:Weibchen meist fülliger, Männchen schlanker; Unterschiede eher dezent.
Zucht möglich:Anspruchsvoller Freilaicher ohne Brutpflege; sehr weiches, saures Wasser erforderlich.
Maximale Größe:Etwa 4–5 cm Gesamtlänge.
Liefergröße:ca. 2,0-3,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Garnelen meist toleriert; Junggarnelen werden als Nahrung betrachtet.
Im Detail: Platin-Rotmaulsalmler, Petitella rhodostoma

Herkunft von Platin-Rotmaulsalmler (Petitella rhodostoma)

Petitella rhodostoma ist im tropischen Südamerika heimisch. Gesicherte Nachweise betreffen das Becken des unteren Amazonas in Brasilien sowie das Orinoko-System in Venezuela und angrenzenden Regionen. Als Typusfundort gilt der Rio Tapajós nahe Santarém im brasilianischen Bundesstaat Pará. Die Art bewohnt überwiegend weiche, mineralstoffarme Gewässer und wird mit dunkleren, durch Huminstoffe geprägten Flüssen und Nebenarmen in Verbindung gebracht. Fallendes Laub, Wurzeln und anderes organisches Material färben das Wasser dort häufig bräunlich und dämpfen das Licht. In solchen Lebensräumen bewegt sich der schlanke Salmler gesellig durch die freie Wasserzone und findet zwischen Uferstrukturen Schutz. Die als „Platin“ gehandelte Farbvariante ist keine natürliche Herkunftsbezeichnung, sondern steht für einen besonders silbrig glänzenden Zuchtfisch. Hier ist eine Warenprüfung wichtig: Im aktuellen Handel wird der genetisch fixierte Platin- beziehungsweise Diamantglanz fachlich vor allem Petitella bleheri zugeordnet, obwohl entsprechende Tiere weiterhin unter dem älteren Handelsnamen Hemigrammus rhodostomus Platin angeboten werden. Ohne Lieferantenbestätigung oder eindeutige Merkmalsprüfung sollte die Artzuordnung dieses konkreten Artikels deshalb als vorläufig gelten.

Vergesellschaftung

Rotmaulsalmler sind ausgesprochen friedliche Gruppenfische, die ihre Sicherheit aus der Gemeinschaft beziehen. Eine Gruppe von mindestens zehn Tieren ist empfehlenswert; in größeren Aquarien wirkt ein noch stärkerer Verband besonders harmonisch. Die Tiere nutzen vor allem die mittlere Wasserzone und zeigen bei ausreichend freiem Raum ein lebhaftes, oft erstaunlich geschlossenes Schwimmverhalten. Geeignete Mitbewohner sind ruhige Salmler, kleine Panzerwelse, friedliche Harnischwelse und andere nicht aufdringliche Fische mit ähnlichen Ansprüchen. Große, räuberische oder hektische Arten können den Schwarm dauerhaft verunsichern. Auch sehr futterstarke Beifische sind ungünstig, da die eher schlanken Salmler beim Fressen nicht zu kurz kommen dürfen. Einzelhaltung oder eine kleine Restgruppe entspricht ihrem Sozialverhalten nicht.

Passende Wasserparameter

Am wohlsten fühlt sich die Art in sauberem, keimarmem und gut gefiltertem Wasser. Für die dauerhafte Haltung eignet sich ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,0 bei ungefähr 2 bis 15 °dGH, wobei weiches bis mäßig hartes Wasser dem natürlichen Lebensraum näherkommt. Entscheidend ist weniger das Erreichen eines einzelnen Idealwertes als die langfristige Stabilität. Plötzliche Änderungen von Temperatur, Leitfähigkeit oder pH-Wert werden schlecht vertragen. Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine sorgfältige Eingewöhnung und nicht nachweisbares Ammonium oder Nitrit sind besonders wichtig. Huminstoffe aus geeignetem Laub oder dafür vorgesehenen Aquarienprodukten können eine naturnahe Ergänzung sein, ersetzen jedoch keine gute Wasserhygiene.

Haltungstemperatur

Für die normale Pflege ist ein Bereich von 24 bis 27 °C passend. Innerhalb dieser Spanne sollte die Temperatur möglichst gleichmäßig bleiben. Bei dauerhaft sehr hohen Werten steigt der Sauerstoffbedarf, weshalb eine gute Wasserbewegung und ausreichender Gasaustausch wichtig werden. Frisches Wechselwasser sollte nicht deutlich kälter oder wärmer als das Aquarienwasser sein. Zur Zucht werden häufig 26 bis 29 °C verwendet, gleichzeitig muss das Wasser dann besonders sauerstoffreich und hygienisch einwandfrei bleiben.

Beckengröße

Trotz ihrer geringen Körpergröße sind Rotmaulsalmler ausdauernde Schwimmer. Das Aquarium sollte daher mindestens 80 cm Kantenlänge besitzen; für eine Gruppe ab zehn Tieren sind etwa 100 Liter oder mehr komfortabler. Ein lang gestrecktes Becken ist einem hohen, aber kurzen Aquarium vorzuziehen. Die Einrichtung sollte den Schwarm nicht durch dichte Dekoration in kleine Bereiche zwingen. Eine freie, gut einsehbare Schwimmbahn über einen großen Teil der Beckenlänge unterstützt das natürliche Gruppenverhalten. Eine Abdeckung ist sinnvoll, da erschreckte Salmler kräftig beschleunigen und aus offenen Becken springen können.

Bepflanzung

Eine Kombination aus geschützten Randzonen und freier Mitte kommt der Art besonders entgegen. Höhere Stängelpflanzen, Farne oder breitblättrige Pflanzen können seitlich und im Hintergrund angeordnet werden, während der zentrale Bereich als Schwimmraum offen bleibt. Dunkler Bodengrund, Wurzeln und etwas trockenes Aquarienlaub lassen die rote Kopfzeichnung und den hellen Platinglanz schön hervortreten. Schwimmpflanzen oder eine nicht zu grelle Beleuchtung vermitteln zusätzliche Sicherheit. Das Becken darf dennoch nicht vollständig beschattet oder zugewuchert sein, denn der Schwarm benötigt genügend Raum für seine gemeinsamen Wendemanöver.

Futter

Der Rotmaulsalmler nimmt kleine tierische und pflanzliche Futterbestandteile auf und lässt sich im Aquarium abwechslungsreich ernähren. Als Grundlage eignen sich hochwertiges feines Granulat, Softgranulat oder zerriebenes Flockenfutter. Kleine Frost- und Lebendfuttersorten wie Cyclops, Artemia-Nauplien, Daphnien oder feine Mückenlarven fördern Kondition und Färbung. Wichtig ist eine zum kleinen Maul passende Körnung. Mehrere sparsame Portionen sind günstiger als eine große Fütterung, bei der Futterreste den Boden und das Wasser belasten. In Gesellschaftsbecken sollte beobachtet werden, ob alle Tiere ausreichend Nahrung erreichen.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind äußerlich nur schwach zu unterscheiden. Ausgewachsene Weibchen erscheinen vor allem bei guter Kondition etwas größer, hochrückiger und in der Bauchpartie fülliger. Männchen bleiben meist schlanker. Deutliche Unterschiede in Farbe oder Flossenform fehlen gewöhnlich, sodass eine sichere Bestimmung bei jungen oder nicht laichbereiten Tieren schwierig ist. Für Zuchtansätze ist eine gut konditionierte Gruppe daher oft praktischer als die Auswahl vermeintlich eindeutiger Paare.

Zucht

Petitella rhodostoma ist ein Freilaicher ohne Brutpflege und gilt in der gezielten Nachzucht als anspruchsvoll. Ein separates, sehr sauber gehaltenes Zuchtaquarium wird mit ausgesprochen weichem, saurem Wasser von ungefähr pH 5,5 bis 6,5 und 1 bis 5 °dGH vorbereitet. Feinfiedrige Pflanzen, Laichmopps oder ein Laichrost schützen einen Teil der Eier vor den Eltern. Gedämpftes Licht und Temperaturen um 26 bis 29 °C können die Fortpflanzung unterstützen. Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere entfernt werden, da sie Eier fressen. Eier und Larven reagieren empfindlich auf Licht, Verpilzung und belastetes Wasser. Die winzigen Jungfische benötigen nach dem Freischwimmen zunächst Infusorien oder vergleichbar feines Aufzuchtfutter und später Artemia-Nauplien. Der Platinglanz des Handelsartikels sollte nicht ohne Weiteres als sicher vererbbares Merkmal von P. rhodostoma betrachtet werden, solange die genaue Art und Zuchtlinie ungeklärt sind.

Endgröße

Für Petitella rhodostoma wird eine maximale Gesamtlänge von etwa 5 cm angegeben. Im Aquarium erreichen viele Tiere ungefähr 4 bis 5 cm. Die angebotene Größe von 2 bis 3 cm beschreibt somit noch nicht vollständig ausgewachsene Jungfische. Bei guter Fütterung und stabilen Bedingungen entwickeln sie den schlanken, seitlich abgeflachten Körperbau und die typische kontrastreiche Schwanzzeichnung weiter aus.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Mit ausgewachsenen, robusten Garnelen kann eine Vergesellschaftung in einem dicht strukturierten Aquarium meist funktionieren, sofern die Wasseransprüche übereinstimmen. Besonders größere Amanogarnelen und adulte Zwerggarnelen sind für die kleinen Salmler gewöhnlich keine leichte Beute. Eine Garantie gibt es dennoch nicht, da auch friedliche Salmler opportunistisch nach tierischer Nahrung suchen. Frisch geschlüpfte und sehr kleine Junggarnelen passen in ihr Beuteschema und werden in einem übersichtlichen Becken deutlich dezimiert. Moose, feine Pflanzenpolster, Laub und enge Wurzelbereiche erhöhen die Überlebenschancen des Nachwuchses. Für eine gezielte Garnelenvermehrung ist ein fischfreies Aquarium die zuverlässigere Wahl.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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