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Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei

Kompaktes Männchen

Bleibt mit etwa 2 bis 2,5 cm angenehm klein und agil.

Leuchtende Zuchtform

Die Pink-Tiger-Zeichnung setzt lebhafte Akzente im Grün.

Für härteres Wasser

Bevorzugt mineralreiches, leicht alkalisches Aquarienwasser.

Friedliche Gruppe

Passt zu kleinen, ruhigen Arten mit ähnlichen Wasserwerten.

Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei


Auf einen Blick: Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei
Deutscher Name:Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen
Wissenschaftlich:Poecilia wingei
Synonyme:Endlers Guppy, Endler-Lebendgebärender, Campoma-Guppy
Herkunft:Nordöstliches Venezuela; Pink Tiger ist eine Zucht- und Handelsbezeichnung
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Gruppenfisch; möglichst ab 6 Tieren halten
Wasserwerte:pH 7,0–8,5; GH etwa 10–30 °dGH; mineralreich
Temperatur:23–28 °C
Beckengröße:Ab 40 Litern und etwa 45 cm Kantenlänge
Bepflanzung:Dicht bepflanzte Randzonen mit freiem Schwimmraum
Futter:Omnivor; feines Trocken-, Frost-, Lebend- und Pflanzenfutter
Geschlechts-Unterschiede:Männchen kleiner, farbig und mit Gonopodium
Zucht möglich:Lebendgebärend und unter passenden Bedingungen vermehrungsfreudig
Maximale Größe:Männchen etwa 2–2,5 cm; Weibchen meist 3–4 cm
Liefergröße:ca. 2,0-2,5 cm
Mit Garnelen verträglich:Mit adulten Garnelen meist möglich; Nachwuchs ist gefährdet
Im Detail: Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen, Poecilia wingei

Herkunft von Pink-Tiger-Endler-Guppy, Männchen (Poecilia wingei)

Poecilia wingei stammt aus einem kleinen Verbreitungsgebiet im nordöstlichen Venezuela. Gesicherte Fundorte liegen im Bundesstaat Sucre, vor allem im Bereich der Lagunensysteme Campoma und Buena Vista sowie in damit verbundenen Bächen, Gräben und küstennahen Süßgewässern rund um Cariaco und Carúpano. Auch die bei Cumaná gelegene Laguna de los Patos ist eng mit der Geschichte des Endler-Guppys verbunden. Die Art bewohnt überwiegend warme, flache Gewässer, in denen Pflanzenbestände, Algenaufwuchs und strukturreiche Uferbereiche Nahrung und Deckung bieten. Ihr natürliches Areal ist ausgesprochen klein und durch Veränderungen der Gewässer belastet. Der angebotene Zusatz „Pink Tiger“ bezeichnet jedoch keinen wissenschaftlich anerkannten Fundorttyp, sondern eine im Handel geführte Farb- beziehungsweise Zuchtlinie. Die genaue züchterische Herkunft solcher Linien ist nicht einheitlich dokumentiert. Da Endler-Guppys mit gewöhnlichen Guppys fruchtbare Nachkommen hervorbringen können, lässt sich bei einer Handelszucht ohne belastbaren Herkunftsnachweis ein früherer Hybridanteil nicht sicher ausschließen. Die Haltungsangaben orientieren sich deshalb an Poecilia wingei und vergleichbaren Endler-Zuchtlinien, nicht an einer eigenständigen Wildpopulation namens Pink Tiger.

Vergesellschaftung

Endler-Guppys sind lebhafte, friedliche Gruppenfische, die fast ständig das Aquarium erkunden. Für diesen rein männlich angebotenen Artikel ist eine Gruppe von mindestens etwa sechs Männchen empfehlenswert. So verteilen sich Balz-, Imponier- und Verfolgungsverhalten besser, als wenn nur zwei oder drei Tiere zusammenleben. Kleine Rangeleien unter Männchen sind gewöhnlich harmlos, sofern genügend Platz, Pflanzen und Sichtbarrieren vorhanden sind. In gemischten Gruppen sollten auf ein Männchen mindestens zwei bis drei Weibchen kommen, da die Weibchen sonst durch dauernde Balz bedrängt werden können. Als Mitbewohner eignen sich kleine, ruhige Fische mit ähnlichen Ansprüchen an mineralreiches Wasser. Große, räuberische oder stark revierbildende Arten sowie ausgeprägte Flossenzupfer sind ungeeignet. Eine gemeinsame Haltung mit Poecilia reticulata sollte vermieden werden, wenn eine Vermischung beider Arten beziehungsweise Zuchtlinien ausgeschlossen werden soll.

Passende Wasserparameter

Gut geeignet ist sauberes, biologisch stabiles und mineralreiches Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,5. Als praxistauglicher Bereich gelten ungefähr 10 bis 30 °dGH und eine ausreichende Karbonathärte, idealerweise ab etwa 5 °dKH. Sehr weiches, saures oder stark schwankendes Wasser entspricht den Bedürfnissen dieser Art weniger gut. Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine moderate Strömung und ein gut eingefahrener Filter unterstützen die dauerhafte Haltung. Endler-Guppys gelten zwar als anpassungsfähig, sollten aber langsam an abweichende Wasserwerte gewöhnt werden. Entscheidend ist nicht das Ausreizen möglichst breiter Grenzwerte, sondern eine konstante Wasserchemie ohne hohe Nitrit- oder Ammoniumbelastung.

Haltungstemperatur

Ein Bereich von 23 bis 28 °C ist für die dauerhafte Aquarienhaltung gut geeignet. Bei mittleren Temperaturen um 24 bis 26 °C bleiben die Tiere aktiv, ohne dass Stoffwechsel und Alterung unnötig beschleunigt werden. Kurzzeitig werden je nach Zuchtstamm auch etwas niedrigere oder höhere Werte vertragen, doch abrupte Temperatursprünge sollten vermieden werden. In dauerhaft sehr warmem Wasser benötigen die Fische wegen des sinkenden Sauerstoffgehalts eine gute Oberflächenbewegung.

Beckengröße

Für eine kleine Gruppe männlicher Pink-Tiger-Endler-Guppys sollte das Aquarium mindestens rund 40 Liter fassen und eine Kantenlänge von etwa 45 cm besitzen. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind die Tiere ausdauernde und ausgesprochen bewegliche Schwimmer. In größeren Gesellschaftsbecken lassen sich ihre Aktivität und das Imponierverhalten besonders schön beobachten. Das Becken benötigt eine Abdeckung, da lebhafte Endler-Guppys durch enge Öffnungen springen können. Bei gemischtgeschlechtlicher Haltung ist von Beginn an zusätzlicher Platz für schnell entstehenden Nachwuchs einzuplanen.

Bepflanzung

Eine abwechslungsreiche Bepflanzung kommt dem natürlichen Verhalten entgegen. Dichte Stängelpflanzen, feinfiedrige Bestände, Moose und Schwimmpflanzen schaffen Rückzugsorte und unterbrechen Sichtlinien zwischen aufdringlichen Tieren. Gleichzeitig sollte im mittleren und oberen Beckenbereich genügend freier Schwimmraum erhalten bleiben. Auf Pflanzen, Wurzeln und Steinen bildet sich außerdem Aufwuchs, der gern abgeweidet wird. Eine dunklere Bodengestaltung und teilweise abgeschattete Bereiche können die Farben der Männchen optisch stärker hervortreten lassen.

Futter

Pink-Tiger-Endler-Guppys sind unkomplizierte Allesfresser, profitieren aber deutlich von einer abwechslungsreichen Kost. Geeignet sind feines Flockenfutter, kleine Granulate und weiche Haftfutter sowie Frost- und Lebendfutter in passender Größe. Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine Daphnien und feine Mückenlarven fördern Aktivität und Kondition. Pflanzliche Bestandteile, Spirulina und natürlicher Algenaufwuchs sollten regelmäßig zur Verfügung stehen. Mehrere kleine Portionen sind günstiger als eine große Fütterung. Das Futter muss so bemessen sein, dass es rasch aufgenommen wird und den kleinen Fischkörper nicht überfordert.

Geschlechtsunterschiede

Männchen bleiben deutlich kleiner und schlanker als Weibchen. Sie zeigen die intensive, je nach Zuchtlinie rosafarbene bis rötliche Tigerzeichnung und besitzen ein zum Begattungsorgan umgebildetes Gonopodium. Weibchen sind kräftiger gebaut, meist zurückhaltender gefärbt und besitzen eine fächerförmige Afterflosse. Bei geschlechtsreifen Weibchen kann zusätzlich ein dunkler Trächtigkeitsfleck sichtbar sein. Dieser Artikel umfasst ausdrücklich Männchen.

Zucht

Poecilia wingei ist lebendgebärend. Nach innerer Befruchtung bringen Weibchen fertig entwickelte Jungfische zur Welt und können gespeichertes Sperma für weitere Würfe nutzen. Je nach Alter, Kondition und Temperatur sind in Abständen von ungefähr drei bis vier Wochen meist kleinere Würfe möglich. Die Jungfische nehmen unmittelbar Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen und fein zerriebenes Aufzuchtfutter an. Dichte Moose und Schwimmpflanzen erhöhen ihre Überlebenschancen, dennoch können einzelne Jungtiere gefressen werden. Mit dem hier angebotenen reinen Männchenbesatz findet keine Vermehrung statt. Bei der Zucht von Pink Tiger ist außerdem mit abweichend gefärbten Nachkommen zu rechnen, wenn die Linie nicht vollständig erbfest ist.

Endgröße

Die angebotenen Männchen erreichen gewöhnlich etwa 2 bis 2,5 cm Gesamtlänge und bleiben damit ausgesprochen kompakt. Weibchen derselben Art werden meist kräftiger und können ungefähr 3 bis 4 cm erreichen. Je nach Herkunft der Zuchtlinie, Ernährung und möglichem Guppy-Einfluss sind leichte Abweichungen möglich. Die angegebene Verkaufsgröße von 2 bis 2,5 cm entspricht bei Männchen bereits einer gut entwickelten Größe.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Mit ausgewachsenen Amanogarnelen und robusten adulten Zwerggarnelen ist die Vergesellschaftung in einem gut strukturierten Becken meist möglich. Die kleinen Fische belästigen gesunde adulte Garnelen gewöhnlich nicht gezielt, untersuchen jedoch jede erreichbare Futterquelle. Frisch geschlüpfte und sehr junge Garnelen passen in ihr Beuteschema und werden bei Gelegenheit gefressen. Wer Garnelennachwuchs erhalten möchte, benötigt ausgedehnte Moospolster, feine Pflanzenbestände, Laub und enge Rückzugsräume. Für ein gezieltes Garnelenzuchtbecken ist die Art daher nur eingeschränkt geeignet.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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