Pilzkoralle „Tricolor“ (Nachzucht), Fungia fungites, Größe S
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Pilzkoralle „Tricolor“ (Nachzucht), Fungia fungites, Größe S
| Deutscher Name: | Pilzkoralle „Tricolor“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Fungia fungites |
| Synonyme: | Gewöhnliche Pilzkoralle, Tellerkoralle, Pilz-Steinkoralle, Tricolor-Fungia |
| Herkunft: | Tropischer Indopazifik vom Roten Meer bis in den Westpazifik; dieses Tier stammt aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), frei lebender Einzelpolyp |
| Lichtbedarf: | Mittel, etwa 150–250 PAR; zu starkes Licht vermeiden |
| Strömung: | Schwach bis mäßig und indirekt, ohne aufgewirbelten Sand |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,0–8,4, KH 8–9 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1250–1350 mg/l |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Platzierung: | Auf dem Sandboden, mindestens 10 cm Abstand zu anderen Korallen |
| Ernährung: | Zooxanthellen; zusätzlich gezielt Mysis, Artemia oder Zooplankton |
| Wachstum: | Langsam; Einzelpolyp mit bis zu etwa 30 cm Durchmesser |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; braucht einen ruhigen Sandplatz und regelmäßige Fütterung |
| Lieferform: | Größe S |
Herkunft von Pilzkoralle „Tricolor“ (Nachzucht) (Fungia fungites)
Die Pilzkoralle Fungia fungites gehört zur Familie der Fungiidae und ist im gesamten tropischen Indopazifik verbreitet: vom Roten Meer über den Indischen Ozean, die Malediven und Indonesien bis zu den Philippinen, nach Japan, an das Great Barrier Reef und zu den Inseln des westlichen Pazifiks. Dort lebt sie meist in drei bis zwanzig Metern Tiefe an Riffhängen, in Lagunen, auf Rückriffen und Riffdächern, bevorzugt auf Sand- und Geröllflächen zwischen den Korallenstöcken. Anders als die meisten Steinkorallen bildet sie keine festsitzende Kolonie. Das ausgewachsene Tier ist ein einzelner, frei auf dem Boden liegender Polyp mit annähernd rundem, scheibenförmigem Kalkskelett, der im Lauf der Jahre bis etwa 30 Zentimeter Durchmesser erreichen kann. Die Oberseite trägt strahlenförmig angeordnete Septen, zwischen denen tagsüber kurze Tentakel hervortreten. Junge Pilzkorallen wachsen zunächst auf einem kurzen Stiel festgewachsen heran und lösen sich später ab, um frei weiterzuleben. Dieser besondere Wachstumsweg macht auch die Vermehrung in Zuchtanlagen möglich, wenngleich sie langsam verläuft. Die Handelsbezeichnung „Tricolor“ beschreibt eine Farbform mit drei deutlich voneinander abgesetzten Farbtönen auf Scheibe und Tentakeln; sie ist keine eigene Art. Fungia fungites ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet und wird in der Roten Liste als nicht gefährdet geführt.
Haltung im Riffaquarium
Die Pilzkoralle ist eine dankbare, aber eigenwillige Steinkoralle für ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Werten. Sie lebt von den Stoffwechselprodukten ihrer Zooxanthellen, braucht für ein dauerhaft gutes Gedeihen aber zusätzlich regelmäßig Futter. Typisch ist, dass sie ihr Gewebe tagsüber aufbläht und sich so größer zeigt, als ihr Skelett tatsächlich ist; dabei schiebt sie auch Sand und Schmutz von ihrer Oberfläche. Gerät die Koralle unter Stress oder wird sie verletzt, kann sie reichlich Schleim absondern, der benachbarte Korallen schädigt. Fassen Sie sie deshalb nur vorsichtig an und nie an dem empfindlichen Gewebe der Oberseite. Ein Becken mit mindestens rund 200 Litern bietet ausreichend Bodenfläche und stabile Bedingungen.
Licht, Strömung und Platzierung
Ihr Platz ist der Sandboden, nicht das Gestein: Auf Riffaufbauten oder angeklebt fühlt sich eine Pilzkoralle nicht wohl. Wählen Sie eine ebene, gut beleuchtete Sandfläche mit schwacher bis mäßiger, indirekter Strömung, in der kein Sand auf die Koralle geweht wird. Liegt sie zu tief im Schatten oder wird sie ständig mit Sediment bedeckt, wandert sie mit der Zeit langsam an einen anderen Ort und kann dabei andere Tiere berühren. Halten Sie mindestens zehn Zentimeter, besser mehr Abstand zu anderen Korallen ein, denn Tentakel und Schleim nesseln deutlich. Das Licht sollte im mittleren Bereich liegen, etwa 150 bis 250 PAR am Boden; gewöhnen Sie die Koralle schrittweise an hellere Standorte.
Wasserwerte und Spurenelemente
Geeignet sind stabile Riffaquarienwerte mit einer Dichte von 1,023 bis 1,025, einem pH-Wert von 8,0 bis 8,4 und einer Karbonathärte von 8 bis 9 °dKH. Da die Pilzkoralle ein kräftiges Kalkskelett aufbaut, sollten Calcium bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l liegen und regelmäßig kontrolliert werden. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 24 und 28 °C. Nitrat und Phosphat sollten nachweisbar, aber niedrig und vor allem gleichbleibend sein, etwa Nitrat bei 5 bis 10 mg/l und Phosphat bei 0,05 bis 0,1 mg/l. Plötzliche Schwankungen verträgt sie schlechter als leicht abweichende, aber konstante Werte.
Ernährung und Fütterung
Neben der Energie aus der Photosynthese ihrer Zooxanthellen fängt die Pilzkoralle Plankton und feine Partikel aus dem Wasser. Für ein gesundes Wachstum empfiehlt sich eine gezielte Fütterung ein- bis zweimal pro Woche: Legen Sie aufgetaute Mysis, Artemia, Zooplankton oder kleine Stücke von Fisch, Garnele oder Tintenfisch mit einer Pipette oder Futterzange direkt auf die Mundscheibe und schalten Sie die Strömung dafür kurz herunter. Am besten füttern Sie, wenn die Tentakel ausgestreckt sind.
Wachstum und Vermehrung
Fungia fungites wächst langsam und bleibt ein Einzelpolyp, der mit den Jahren eine runde Scheibe von bis zu etwa 30 Zentimetern Durchmesser bilden kann. Gelegentlich entstehen an der Koralle oder an Skelettresten neue Jungtiere, die zunächst festsitzen und sich später ablösen. Die Farbausprägung der Form „Tricolor“ hängt von Licht, Nährstoffen und Spurenelementen ab und kann sich nach dem Umsetzen verändern. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Pilzkorallen gelten als halbaggressiv bis aggressiv. Ihre Nesselzellen und ihr Schleim können benachbarte Korallen schädigen, deshalb braucht sie einen eigenen Platz auf dem Sand mit deutlichem Abstand. Weil sie sich langsam fortbewegen kann, sollten Sie in den ersten Wochen kontrollieren, ob sie andere Korallen berührt. Mit friedlichen Riffbewohnern, die nicht an Korallen zupfen, lässt sie sich gut vergesellschaften.
Eingewöhnung
Lassen Sie den verschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend gleichen Sie den Salzgehalt langsam an, am besten mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten, bis sich das Wasser im Gefäß etwa verdoppelt bis verdreifacht hat. Setzen Sie die Koralle dann behutsam direkt auf den Sandboden an ihren vorgesehenen Platz, zunächst eher etwas schattiger. Es ist normal, dass sie sich in den ersten Tagen noch nicht vollständig aufbläht.
Lieferung
Sie erhalten eine Pilzkoralle aus Nachzucht in der Größenklasse S. Diese Angabe ordnet das Tier in unser Größenraster für Korallen ein; S steht für die kleinste Größenklasse. Da es sich um einen Einzelpolypen handelt, wird ein einzelnes Tier geliefert. Farbe und Zeichnung sind natürlich gewachsen und können vom Foto abweichen, besonders unter anderer Beleuchtung.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C, 28 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.