Pfauenaugenbuntbarsch „Bumble Bee“, Astronotus crassipinnis
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Pfauenaugenbuntbarsch „Bumble Bee“, Astronotus crassipinnis
| Deutscher Name: | Pfauenaugenbuntbarsch „Bumble Bee“ |
| Wissenschaftlich: | Astronotus crassipinnis |
| Synonyme: | Bumble Bee Oscar, Astronotus cf. crassipinnis Bumble Bee, Hummel-Oscar, Dickflossen-Oscar |
| Herkunft: | Wildfang aus Brasilien |
| Gesellschafts-Aquarium: | Jung in der Gruppe, später paarweise, nur mit großen Fischen |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, GH 2–15 °dH, KH 1–8 °dH |
| Temperatur: | 24–30 °C |
| Beckengröße: | Ab 200 cm und 800 Litern für ein Paar |
| Bepflanzung: | Wurzeln, große Steine, robuste Pflanzen |
| Futter: | Fleischfresser: Granulat, Insekten, Garnelen, Muschelfleisch |
| Geschlechts-Unterschiede: | Kaum erkennbar, sicher nur an der Genitalpapille |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, beide Eltern betreuen die Brut |
| Maximale Größe: | Etwa 25–30 cm |
| Liefergröße: | ca. 6,0-8,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet, Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Pfauenaugenbuntbarsch „Bumble Bee“ (Astronotus crassipinnis)
Astronotus crassipinnis ist ein naher Verwandter des bekannten Oscars Astronotus ocellatus und im südlichen Amazonasbecken sowie in den Flusssystemen von Paraná und Paraguay verbreitet. Die Art bewohnt ruhige, warme Gewässer wie Seen, Altarme und überschwemmte Uferbereiche mit viel Holz und Wurzeln. Die Gattung ist taxonomisch schwierig: Allgemein anerkannt sind derzeit Astronotus ocellatus, Astronotus crassipinnis und Astronotus mikoljii, genetisch lassen sich jedoch weitere Linien unterscheiden. Eine sichere Bestimmung ist oft nur mit Erbgutanalysen möglich, deshalb werden diese Tiere mit dem Zusatz cf. geführt. Den Handelsnamen „Bumble Bee“, also Hummel, verdanken sie der kontrastreichen gelb-schwarzen Jugendfärbung. Die Jungtiere schwimmen dicht gedrängt im Schwarm, sodass die Gruppe für Fressfeinde wie ein einziger großer Fisch wirkt. Mit dem Heranwachsen verliert sich diese Zeichnung, und an der Schwanzwurzel bildet sich der typische Augenfleck. Laut Lieferant handelt es sich um Wildfänge aus Brasilien. Sie sollten langsam an die Wasserwerte gewöhnt und einige Wochen in Quarantäne gehalten werden, bevor sie zu anderen Fischen kommen.
Vergesellschaftung
Der Pfauenaugenbuntbarsch „Bumble Bee“ sucht als Jungtier die Nähe von Artgenossen und sollte zunächst in einer Gruppe aufwachsen. Mit zunehmendem Alter leben die Tiere einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen und werden zur Laichzeit revierbildend. Als Mitbewohner kommen nur große, robuste Fische wie Keilfleckbuntbarsche, große Harnischwelse oder Silberdollars infrage. Alles, was ins Maul passt, wird gefressen.
Passende Wasserparameter
Die Tiere sind anpassungsfähig. Geeignet ist weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 6,0 bis 7,5, einer Gesamthärte von 2 bis 15 °dH und einer Karbonathärte von 1 bis 8 °dH. Wildfänge sollten anfangs eher weich gehalten werden. Wegen der großen Futtermengen sind eine sehr leistungsfähige Filterung und große wöchentliche Teilwasserwechsel nötig.
Haltungstemperatur
Gehalten wird bei 24 bis 30 °C. Dauerhaft niedrige Temperaturen schwächen die Abwehrkräfte.
Beckengröße
Für ein erwachsenes Paar ist ein Aquarium ab 200 cm Länge und etwa 800 Litern sinnvoll. Jungtiere wachsen schnell, das große Becken sollte daher von Anfang an eingeplant werden. Eine stabile Abdeckung ist wichtig, da die Tiere springen können.
Bepflanzung
Pfauenaugenbuntbarsche graben gern und versetzen Einrichtung. Große Wurzeln, schwere Steine und feiner Sand sind ideal. Pflanzen sollten robust sein und auf Holz oder Steinen sitzen, etwa Anubias und Javafarn, oder ganz entfallen.
Futter
Die Tiere sind Fleischfresser. Gefüttert werden hochwertiges Buntbarschgranulat, Insekten, Garnelen, Muschelfleisch und Frostfutter wie Mysis und Krill. Säugetierfleisch ist ungeeignet. Jungtiere werden mehrmals täglich, erwachsene Tiere ein- bis zweimal täglich gefüttert.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Sicher erkennbar ist das Geschlecht erst zur Laichzeit an der Genitalpapille: beim Weibchen breit und stumpf, beim Männchen schmal und spitz.
Zucht
Pfauenaugenbuntbarsche sind Offenbrüter, die auf gereinigten Steinen laichen und große Gelege absetzen. Beide Eltern bewachen Eier und Jungfische und graben Gruben im Bodengrund, in die sie die Larven umsetzen. Paare finden sich am besten aus einer gemeinsam aufgewachsenen Gruppe.
Endgröße
Die Endgröße der Form „Bumble Bee“ ist noch nicht sicher belegt; erwartet werden etwa 25 bis 30 cm. Für Pfauenaugenbuntbarsche wird bei guter Pflege eine Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren angegeben.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für Garnelen ist die Art ungeeignet: Garnelen jeder Größe und deren Nachwuchs werden gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.