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Pfauenaugen-Schlangenkopf, Channa pleurophthalma

Leuchtende Augenflecken

Große schwarze, orange gerandete Ocellen an den Flanken

Metallischer Glanz

Grünlich bis blau schimmernder Körper mit gelbem Bauch

Atmet Luft

Holt Luft an der Oberfläche und braucht eine dichte Abdeckung

Großer Räuber

Wird bis etwa 40 cm lang und braucht ein sehr großes Becken

Pfauenaugen-Schlangenkopf, Channa pleurophthalma


Auf einen Blick: Pfauenaugen-Schlangenkopf, Channa pleurophthalma
Deutscher Name:Pfauenaugen-Schlangenkopf
Wissenschaftlich:Channa pleurophthalma
Synonyme:Ocellated Snakehead, Augenfleck-Schlangenkopf
Herkunft:Indonesien: Sumatra und Borneo
Gesellschafts-Aquarium:Artbecken oder sehr große, nicht schluckbare Mitbewohner
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, GH 5–15 °dH
Temperatur:24–28 °C
Beckengröße:ab 150 cm, besser 200 cm Länge
Bepflanzung:Robuste Pflanzen, Wurzeln, Schwimmpflanzen, freie Schwimmfläche
Futter:Frostfutter, Garnelen, Regenwürmer, Insekten, Pellets
Geschlechts-Unterschiede:Männchen schlanker und blauer, Weibchen grünlicher
Zucht möglich:Nestbauer mit Brutpflege beider Eltern, selten nachgezogen
Maximale Größe:bis etwa 40 cm
Liefergröße:ca. 20,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Nicht geeignet, Garnelen sind Beute
Im Detail: Pfauenaugen-Schlangenkopf, Channa pleurophthalma

Herkunft von Pfauenaugen-Schlangenkopf (Channa pleurophthalma)

Der Pfauenaugen-Schlangenkopf wurde 1851 von Pieter Bleeker als Ophicephalus pleurophthalmus beschrieben; als Fundort nannte er Banjarmasin im Süden Borneos. Heute ist die Art aus Flüssen und Seen im Südosten Sumatras sowie aus den Einzugsgebieten von Kapuas und Barito auf Borneo bekannt. Sie bewohnt dort sowohl dunkles, huminstoffreiches Schwarzwasser als auch klare Waldgewässer und hält sich gern im freien Wasser auf, während Paare zur Regenzeit in dicht bewachsene Uferzonen ziehen. Der wissenschaftliche Name bezieht sich auf die auffälligen Augenflecken an den Körperseiten: Ausgewachsene Tiere tragen meist drei große schwarze, orange umrandete Ocellen entlang der Flanke, dazu einen Fleck auf dem Kiemendeckel und einen weiteren an der Schwanzwurzel. Der langgestreckte Körper schimmert grünlich bis metallisch blau, der Bauch ist gelblich. Jungtiere sind noch anders gezeichnet und entwickeln das Erwachsenenkleid mit zunehmender Größe. Wie alle Schlangenköpfe besitzt die Art ein zusätzliches Atmungsorgan und muss regelmäßig atmosphärische Luft an der Oberfläche holen. In der Roten Liste wird sie als potenziell gefährdet geführt, da sie auch als Speisefisch gefangen wird.

Vergesellschaftung

Im Vergleich zu vielen Verwandten gilt der Pfauenaugen-Schlangenkopf als relativ verträglich und zurückhaltend; Jungtiere lassen sich in der Gruppe aufziehen, ausgewachsene Tiere werden oft paarweise gehalten. Mit zunehmender Größe kann es in Gruppen zu Auseinandersetzungen kommen. Mitbewohner müssen deutlich zu groß zum Verschlucken sein, alles Kleinere wird gefressen. Ein Artbecken ist die sicherste Lösung.

Passende Wasserparameter

Weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser mit pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 5 bis 15 °dH ist geeignet. Schwarzwasserbedingungen mit Laub und Torf werden gut angenommen. Wegen des hohen Stoffwechsels sind kräftige Filterung und regelmäßige große Teilwasserwechsel wichtig.

Haltungstemperatur

Die Wassertemperatur sollte zwischen 24 und 28 °C liegen. Die Luft über der Wasseroberfläche muss ähnlich warm sein, da die Tiere sie direkt einatmen.

Beckengröße

Für einen Fisch, der etwa 40 cm lang werden kann, ist ein Aquarium ab 150 cm Länge das Minimum, für ein Paar sind 200 cm und mehr empfehlenswert. Eine dicht schließende Abdeckung ist Pflicht, da die Tiere ausgezeichnete Springer sind. Zwischen Wasser und Deckel muss ein Luftraum bleiben.

Bepflanzung

Robuste Pflanzen, Wurzeln und eine Schwimmpflanzendecke bieten Deckung und dämpfen das Licht. Daneben braucht die Art freie Schwimmfläche. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht lassen die Augenflecken besonders gut zur Geltung kommen.

Futter

Als Räuber frisst der Pfauenaugen-Schlangenkopf in der Natur Fische, Garnelen, Krabben und Insekten. Im Aquarium gewöhnt er sich gut an Frostfutter wie Garnelen, Mysis und Stinte, dazu Regenwürmer, Insekten und große Pellets. Lebende Futterfische sind nicht nötig. Überfütterung vermeiden.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind schlanker und zeigen mit zunehmendem Alter stärkere blaue Töne. Weibchen wirken kräftiger und gleichmäßiger grünlich gefärbt. Bei Jungtieren sind die Geschlechter nicht sicher zu erkennen.

Zucht

Die Art bildet feste Paare und baut zur Fortpflanzung ein Nest in der Vegetation; sie ist kein Maulbrüter. Aus der Natur wird berichtet, dass beide Eltern den Nachwuchs lange bewachen. Nachzuchten im Aquarium sind bislang kaum dokumentiert, große Wasserwechsel mit weichem, saurem Wasser gelten als möglicher Auslöser.

Endgröße

Der Pfauenaugen-Schlangenkopf erreicht eine Länge von etwa 40 cm. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei rund 10 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Garnelen aller Größen gehören zum natürlichen Beutespektrum und werden gefressen. Eine gemeinsame Haltung ist ausgeschlossen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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