Patella-Prachtflossensauger, Sewellia patella
21,99 €*
7 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,70 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Patella-Prachtflossensauger, Sewellia patella
| Deutscher Name: | Patella-Prachtflossensauger |
| Wissenschaftlich: | Sewellia patella |
| Synonyme: | Patella-Flossensauger, Pracht-Flossensauger |
| Herkunft: | Zentralvietnam; Einzugsgebiete des Ba und des Sesan |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher Strömungsfisch; am besten in einer kleinen Gruppe |
| Wasserwerte: | pH etwa 6,5–7,5; weich bis mittelhart, sehr sauber und sauerstoffreich |
| Temperatur: | 18–24 °C |
| Beckengröße: | Ab 80 cm Kantenlänge, besser größer und strömungsgerecht |
| Bepflanzung: | Nebensächlich; freie, beleuchtete Steinflächen sind wichtiger |
| Futter: | Aufwuchs, kleine Wirbellose sowie feines Frost-, Lebend- und Sinkfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit stärker ausgeprägten Fortsätzen an Bauch- und Afterflosse |
| Zucht möglich: | Bei dieser Art im Aquarium kaum dokumentiert und anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | Rund 5 cm Standardlänge, mit Schwanzflosse etwas mehr |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Garnelen meist unbehelligt; Nachwuchs kann gefressen werden |
Herkunft von Patella-Prachtflossensauger (Sewellia patella)
Sewellia patella stammt aus Zentralvietnam und ist bislang aus einem vergleichsweise kleinen Verbreitungsgebiet bekannt. Nachgewiesen wurde die Art in den Einzugsgebieten des Ba, der auch Da Rang genannt wird, und des Sesan in den Provinzen Gia Lai und Kon Tum. Dort bewohnt sie keine ruhigen Uferzonen, sondern flache Riffle- und Stromschnellenbereiche mit grobem Kies, größeren Steinen und einzelnen Felsblöcken. Messungen am natürlichen Fundort ergaben Strömungsgeschwindigkeiten von etwa 0,6 bis über 1 Meter pro Sekunde. Der stark abgeflachte Körper und die breit ausgebreiteten Brust- und Bauchflossen sind daher keine bloßen Besonderheiten des Aussehens, sondern eine direkte Anpassung an das Leben auf überströmten Flächen. Zwischen den Steinen findet der Fisch kleine Wasserwirbellose und weiteren Aufwuchs. Typisch sind klares, bewegtes und sehr sauerstoffreiches Wasser sowie ein Untergrund, der nicht von Schlamm oder feinen Ablagerungen bedeckt ist. Für die Aquarienhaltung sollte dieses Bachmilieu mit kräftiger Strömung, hoher Sauerstoffversorgung und vielen offenen Steinflächen möglichst überzeugend nachgebildet werden. Aufgrund des kleinen bekannten Areals und gemeldeter Bestandsrückgänge ist eine verantwortungsvolle, nachvollziehbare Herkunft der Tiere besonders wichtig.
Vergesellschaftung
Der Patella-Prachtflossensauger ist gegenüber anderen Fischarten friedlich. Innerhalb der eigenen Art kann es an besonders attraktiven Futter- und Ruheplätzen zu kurzen Verfolgungen oder Imponierbewegungen kommen. Bei ausreichend vielen Steinen, Sichtbarrieren und Ausweichflächen bleiben solche Auseinandersetzungen gewöhnlich harmlos. Eine kleine Gruppe ist einer dauerhaften Einzelhaltung vorzuziehen; das Becken muss dafür mehrere gut überströmte Sitzplätze bieten. Als Mitbewohner eignen sich vor allem ruhige, nicht räuberische Arten mit ähnlichem Bedürfnis nach kühlem, sauerstoffreichem und bewegtem Wasser. Warmwasserfische, hektische Futterkonkurrenten sowie territoriale Bodenbewohner sind ungünstig. Entscheidend ist weniger die nominelle Friedlichkeit als die Übereinstimmung der Haltungsbedingungen.
Passende Wasserparameter
Geeignet ist sauberes, schadstoffarmes Wasser im leicht sauren bis neutralen Bereich, ungefähr bei pH 6,5–7,5. Weiches bis mittelhartes Wasser ist eine praxistaugliche Orientierung; wichtiger als ein eng festgelegter Härtewert sind stabile Verhältnisse, ein hoher Sauerstoffgehalt und eine sehr geringe organische Belastung. Nitrit darf nicht nachweisbar sein, und auch Nitrat sollte durch regelmäßige, angepasste Wasserwechsel niedrig gehalten werden. Kräftige Oberflächenbewegung, eine leistungsfähige biologische Filterung und zusätzliche Strömungspumpen sind sinnvoll. Mulm darf sich nicht flächig auf den Weidesteinen ablagern. Frisch eingerichtete, biologisch noch instabile Aquarien sind für diesen empfindlichen Strömungsspezialisten nicht geeignet.
Haltungstemperatur
Ein Bereich von etwa 18–24 °C entspricht der kühlen, sauerstoffreichen Haltung im Strömungsbecken. Kurzzeitige Schwankungen innerhalb dieses Rahmens sind bei stabiler Wasserqualität meist weniger problematisch als dauerhaft hohe Temperaturen. Mit zunehmender Wärme sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, während der Bedarf der Fische steigt. In warmen Sommerperioden sind deshalb starke Belüftung, ausgeprägte Oberflächenbewegung und gegebenenfalls eine vorsichtige Kühlung wichtig. Eine dauerhafte Haltung oberhalb von etwa 24–25 °C sollte vermieden werden, insbesondere wenn die Strömung oder Sauerstoffversorgung nicht außergewöhnlich leistungsfähig ist.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe sollte das Aquarium mindestens etwa 80 cm Kantenlänge besitzen; ein längeres Becken ab 100 cm erleichtert den Aufbau einer ausgeprägten Strömungszone und mehrerer Felsreviere deutlich. Die nutzbare Grundfläche und die Anordnung der Strömung sind wichtiger als große Wasserhöhe. Ideal ist ein Bachlaufaufbau mit abgerundeten Steinen, flachen Felsplatten, grobem Kies und einzelnen strömungsberuhigten Rückzugsstellen. Ansaugöffnungen müssen gesichert sein. Auch schmale Spalten am Beckenrand oder an technischen Einbauten sollten kontrolliert werden, da Flossensauger selbst an stark geneigten Flächen sicheren Halt finden.
Bepflanzung
Eine dichte Bepflanzung ist weder erforderlich noch im Hauptströmungsbereich sinnvoll. Wichtig sind freie, gut beleuchtete Steine, auf denen sich ein natürlicher Aufwuchs entwickeln kann. Robuste Aufsitzerpflanzen, Moose oder strömungsverträgliche Pflanzen lassen sich außerhalb der stärksten Strömung auf Wurzeln und Steinen befestigen. Sie dürfen jedoch nicht sämtliche Futterflächen beschatten. Empfindliche, feinblättrige Pflanzen passen häufig weniger gut zur kräftigen Wasserbewegung. Bei der Reinigung sollten nie alle bewachsenen Steine gleichzeitig gründlich gesäubert werden, damit ein Teil des gewachsenen Biofilms erhalten bleibt.
Futter
In der Natur nimmt Sewellia patella vor allem kleine aquatische Wirbellose auf und sucht überströmte Steinflächen nach verwertbarem Aufwuchs ab. Im Aquarium sollte sie daher nicht als reiner Algenfresser eingeplant werden. Geeignet sind feines Frost- und Lebendfutter wie Cyclops, kleine Wasserflöhe und Artemia-Nauplien sowie hochwertige, proteinreiche Sinkfuttersorten in passender Körnung. Pflanzlich ergänzte Aufwuchs- oder Spirulinafutter können den Speiseplan erweitern, ersetzen die tierische Komponente aber nicht. Ein gut eingefahrenes Becken mit natürlichem Biofilm erleichtert die Eingewöhnung erheblich. Das Futter sollte gezielt in die Strömungszone und auf flache Steine gegeben werden, damit langsam fressende Tiere gegenüber lebhaften Beifischen nicht zu kurz kommen.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich anhand besonderer Flossenstrukturen unterscheiden, deren Beurteilung am lebenden Tier allerdings Erfahrung verlangt. Bei Männchen sind lappenartige Fortsätze auf den Bauchflossen stärker ausgeprägt als bei Weibchen. Zusätzlich besitzt die Art zwei auffällige, halbkreisförmige Fortsätze an der Afterflosse; ihre Form unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern. Gut genährte Weibchen können im direkten Vergleich außerdem fülliger wirken. Für eine sichere Bestimmung sollten ausgewachsene Tiere von unten betrachtet und mehrere Merkmale gemeinsam beurteilt werden.
Zucht
Eine regelmäßig reproduzierbare Aquarienzucht ist für Sewellia patella bislang nicht ausreichend dokumentiert. Von verwandten Sewellia-Arten ist bekannt, dass Eier in lockere Kies- und Geröllzwischenräume gelangen können, wo sie vor den erwachsenen Fischen teilweise geschützt sind. Ob sämtliche Einzelheiten dieses Ablaufs unverändert auf Sewellia patella übertragbar sind, ist nicht gesichert. Ein möglicher Zuchtansatz erfordert ein lange eingefahrenes Strömungsbecken, sehr sauberes und sauerstoffreiches Wasser, abwechslungsreich konditionierte Elterntiere sowie lockere Kieselhaufen mit zahlreichen engen Zwischenräumen. Hinweise auf Jungfische sollten aufmerksam geprüft werden, bevor der Bodengrund gereinigt oder umgesetzt wird.
Endgröße
Die wissenschaftlich dokumentierte Maximallänge liegt bei ungefähr 4,8 bis 4,9 cm Standardlänge, also ohne Schwanzflosse. Die Gesamtlänge fällt entsprechend etwas größer aus. Tiere mit einer Liefergröße von 4–5 cm befinden sich daher bereits nahe an der bekannten Endgröße. Trotz des kleinen Körpers benötigt die Art wegen ihrer besonderen Strömungsansprüche und der notwendigen Futterflächen mehr Raum, als ihre Länge allein vermuten lässt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Ausgewachsene Zwerggarnelen werden von gut versorgten Patella-Prachtflossensaugern meist nicht gezielt verfolgt. Da die Art jedoch kleine aquatische Wirbellose frisst, können frisch geschlüpfte Garnelen und sehr kleine Jungtiere als Nahrung aufgenommen werden. Eine vollständig nachwuchssichere Vergesellschaftung ist daher nicht gegeben. Größere Garnelenarten können in einem passend temperierten Strömungsbecken eher funktionieren, sofern genügend Verstecke und Futter vorhanden sind. Zusätzlich muss geprüft werden, ob die jeweilige Garnelenart die starke Strömung und den kühleren Temperaturbereich dauerhaft verträgt.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.