Passions-Seeigel, Salmacis virgulata
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Passions-Seeigel, Salmacis virgulata
| Deutscher Name: | Passions-Seeigel |
| Wissenschaftlich: | Salmacis virgulata |
| Synonyme: | Passionsseeigel |
| Herkunft: | Indopazifik, unter anderem Sri Lanka, Indien, Südostasien, Philippinen, China und Japan |
| Lebensweise: | Bodennaher Weidegänger auf Geröll, Riffgestein und Seegrasflächen, eher dämmerungs- und nachtaktiv |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt riffgeeignet; weidet Algen, kann aber Dekoration verschieben und bei Futtermangel Korallen anfressen |
| Verträglichkeit: | Friedlich gegenüber Fischen; nicht mit Drückerfischen, großen Lippfischen oder Kugelfischen halten |
| Wasserwerte: | Etwa 34–35 PSU (Dichte 1,023–1,025); pH 8,1–8,4; KH etwa 7–10 °dKH; Nitrat niedrig halten |
| Temperatur: | Etwa 23–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 200 Litern mit eingefahrenem Lebendgestein |
| Futter: | Aufwuchsalgen, Detritus und Aas, ergänzend Nori und pflanzliches Tabletten- oder Frostfutter |
| Maximale Größe: | Etwa 5–8 cm Durchmesser |
| Liefergröße: | ca. 4,0-6,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Passions-Seeigel (Salmacis virgulata)
Der Passions-Seeigel ist ein Vertreter der Familie Temnopleuridae und stammt aus dem tropischen Indopazifik. Nachweise liegen unter anderem aus Sri Lanka, von der indischen Küste mit dem Golf von Mannar und der Bucht von Bengalen, aus Singapur, den Philippinen, China und Japan vor. Die Art lebt in küstennahen Lebensräumen: auf Korallenriffen und Korallengeröll, auf von Kalkrotalgen geprägten Hartböden, in der Gezeitenzone und in Seegraswiesen. Sie wurde von der Niedrigwasserlinie bis in etwa 50 Meter Tiefe gefunden. Wie ihre nahen Verwandten trägt sie eine rundliche Schale mit zahlreichen kurzen, dicht stehenden Stacheln, die dem Tier ein kompaktes, kissenartiges Aussehen geben. Die angebotenen Tiere zeigen laut Lieferantenbezeichnung eine lila-weiße Färbung; die Farbintensität kann von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen. In der Aquaristik ist der Passions-Seeigel bisher wenig dokumentiert, Erfahrungsberichte zur Langzeithaltung sind rar. Daher orientieren sich die Haltungsangaben an verwandten Arten der Gattung Salmacis, die als friedliche Algenweider gelten. Eine genaue Fundortangabe zur Lieferung liegt nicht vor. Es handelt sich um eine Wildfangart; eine Nachzucht ist nicht bekannt. Im Freiland weidet der Seeigel Algen und Aufwuchs und nimmt auch Detritus und Aas auf.
Lebensweise und Verhalten
Der Passions-Seeigel bewegt sich mit seinen Saugfüßchen langsam über Gestein, Geröll und Scheiben und raspelt dabei den Aufwuchs ab. Am Tag sitzt er bevorzugt geschützt in Spalten oder unter Überhängen, in der Dämmerung und nachts wird er aktiver. Seeigel dieser Gattung halten gern kleine Steinchen, Schalenstücke oder Algenreste auf der Oberseite fest, die als Tarnung und Lichtschutz dienen. Bei seinen Wanderungen verschiebt er lockere Steine und nicht befestigte Ableger.
Eignung für das Riffaquarium
Für das Riffaquarium ist er bedingt geeignet. Im Vordergrund steht das Abweiden von Algenbelägen und Aufwuchs. Wie bei anderen Seeigeln kann es bei knappem Nahrungsangebot vorkommen, dass Korallenpolypen oder Gewebe angefressen werden; artspezifische Beobachtungen dazu fehlen bislang. Ableger und Dekoration sollten deshalb fest verklebt sein. Seeigelfressende Fische wie Drückerfische, große Lippfische oder Kugelfische sind keine geeigneten Mitbewohner.
Aquarium und Einrichtung
Empfohlen wird ein eingefahrenes Riffaquarium ab etwa 200 Litern mit reichlich Lebendgestein und natürlichem Algenaufwuchs. In jungen, noch algenarmen Becken findet der Seeigel zu wenig Nahrung. Ein stabil verklebter Aufbau mit Höhlen, Überhängen und freien Gesteinsflächen kommt seiner Lebensweise entgegen. Ansaugöffnungen von Pumpen und Überläufen sollten gesichert werden.
Wasserwerte und Temperatur
Als Orientierung dienen ein Salzgehalt von etwa 34–35 PSU beziehungsweise eine Dichte von 1,023–1,025, ein pH-Wert von 8,1–8,4, eine Karbonathärte von etwa 7–10 °dKH und eine Temperatur von etwa 23–27 °C. Seeigel reagieren empfindlich auf schwankenden Salzgehalt, hohe Nitratwerte und Kupfer. Kupferhaltige Medikamente sind im Becken tabu. Stabile Werte durch regelmäßige Teilwasserwechsel und eine automatische Nachfüllung des verdunsteten Wassers sind wichtig.
Ernährung
Die Nahrung besteht vor allem aus Aufwuchsalgen und Algenbelägen; im Freiland werden außerdem Detritus und Aas aufgenommen. Im Aquarium wird bei knappem Algenangebot mit getrockneten Meeresalgen wie Nori am Futterclip sowie mit pflanzlichem Tabletten- oder Frostfutter zugefüttert. Ein dauerhaft ausreichendes Nahrungsangebot verhindert, dass das Tier abmagert oder an Korallen geht.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt werden langsam an das Aquarienwasser angeglichen, idealerweise mit der Tropfmethode über ein bis zwei Stunden. Dazu Aquarienwasser tropfenweise in das Transportgefäß laufen lassen, bis sich die Menge mehrfach vergrößert hat. Den Salzgehalt im Transportwasser zuvor messen, denn größere Sprünge vertragen Stachelhäuter schlecht. Danach den Seeigel ohne Transportwasser auf festes Gestein setzen und die Beleuchtung anfangs gedämpft halten.
Besonderheiten und sicherer Umgang
Über eine Giftigkeit der kurzen Stacheln ist nichts bekannt. Die Spitzen können dennoch in die Haut eindringen. Beim Umsetzen Handschuhe tragen oder das Tier mit einem Becher bewegen. Die Saugfüßchen nicht gewaltsam vom Untergrund reißen, sondern den Seeigel vorsichtig lösen.
Endgröße und Lebenserwartung
Für die Art werden etwa 5–8 cm Durchmesser angegeben. Die gelieferten Tiere messen etwa 4–6 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Seeigel & Sanddollar |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
| Endgröße: | über 5 bis 10 cm |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.