Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Kundenservice
Riesige Auswahl

Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht, Psalmopoeus pulcher

Baumlebende Art

Vertikale Korkröhren geben dem Gespinst sicheren Halt.

Flinke Jägerin

Lauert nachts am Wohnschlauch auf passende Futtertiere.

Ohne Brennhaare

Verteidigt sich bei Bedrängung eher durch Flucht oder Biss.

Für Erfahrene

Ruhiges Arbeiten und ein ausbruchsicheres Terrarium sind wichtig.

Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht, Psalmopoeus pulcher


Auf einen Blick: Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht, Psalmopoeus pulcher
Deutscher Name:Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht
Wissenschaftlich:Psalmopoeus pulcher
Synonyme:Panama Blonde, Panama Blonde Tarantula, Panama-Blondine
Herkunft:Panama und Kolumbien
Lebensweise:Baumbewohnende, einzeln lebende Vogelspinne; Jungtiere nutzen teils bodennahe Verstecke
Aktivitätszeit:Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, flink und aufmerksam
Haltungstyp:Hochterrarium mit sicherer Frontöffnung und guter Querlüftung
Mindestgröße des Terrariums:Für adulte Tiere etwa 20 × 30 × 40 cm, komfortabler 30 × 30 × 40 cm
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Warm, mäßig bis deutlich feucht, jedoch gut belüftet und niemals vernässt
Bodengrund:Grabfähige, leicht feuchte Erde oder Kokoshumus mit Laubauflage
Verstecke und Gespinst:Senkrechte Korkröhre oder Rindenplatte als Basis für einen dichten Gespinstschlauch
Futter:Passend große lebende Insekten wie Schaben, Grillen und Heuschrecken
Gift und Abwehrverhalten:Keine Brennhaare; sehr flink, bei Bedrängung Drohen und Abwehrbiss möglich
Körpergröße und Beinspannweite:Etwa 5–6 cm Körperlänge und ungefähr 13–16 cm Beinspannweite
Lebenserwartung:Weibchen etwa 10–15 Jahre, Männchen häufig etwa 3–4 Jahre
Im Detail: Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht, Psalmopoeus pulcher

Herkunft und Lebensraum von Panama-Blond-Vogelspinne aus Nachzucht (Psalmopoeus pulcher)

Psalmopoeus pulcher stammt aus Panama und Kolumbien. Die wissenschaftlich dokumentierten Nachweise verteilen sich nicht nur auf klassische feuchte Tropenwälder, sondern umfassen unterschiedliche warme Lebensräume. Funde liegen unter anderem aus der panamaischen Kanalzone, von Barro Colorado, den Perleninseln sowie aus mehreren kolumbianischen Regionen vor. Die Tiere wurden in niedrigen Baumhöhlen, unter oder zwischen Rindenstrukturen, in Bambusinternodien und an Palmenästen entdeckt. Ein Weibchen saß beispielsweise in einem seidenen Rückzugsraum innerhalb einer niedrigen Baumhöhle; weitere Nachweise stammen von einem Termitennest an einem Baum und aus trockener geprägtem Wald. Wandernde Männchen können zeitweise auch am Boden angetroffen werden, obwohl die Art körperlich und im Wohnverhalten klar an ein Leben in erhöhten Strukturen angepasst ist. Ihr Versteck legt sie bevorzugt dort an, wo Holz, Rinde, Hohlräume und Pflanzenmaterial feste Ansatzpunkte für einen röhrenartigen Gespinstschlauch bieten. Für die Terrarienhaltung lässt sich daraus vor allem eines ableiten: Entscheidend sind vertikale Deckung, ein geschützter dunkler Rückzugsort, verlässliche Feuchtigkeit und zugleich ein stetiger Luftaustausch. Dauerhaft nasse, stickige Bedingungen entsprechen diesem abwechslungsreichen Mikrohabitat nicht.

Lebensweise und Haltungstyp

Diese mittelgroße Baumvogelspinne lebt einzelgängerisch und verbringt einen großen Teil des Tages in ihrem Gespinstschlauch. In der Dämmerung oder nachts sitzt sie häufig am Eingang und reagiert auf die Schwingungen vorbeilaufender Beute. Das Gespinst kann Rinde, Bodengrund und Pflanzenreste zu einer festen Wohnröhre verbinden. Jüngere Tiere halten sich mitunter näher am Boden auf und graben den unteren Teil ihres Verstecks aus. Psalmopoeus pulcher gilt als sehr schnell und kann bei einer Störung unvermittelt nach oben oder aus dem Versteck flüchten. Sie eignet sich deshalb eher für Halterinnen und Halter, die bereits sicher mit flinken Vogelspinnen arbeiten.

Terrarium

Für ein adultes Tier eignet sich ein gut gesichertes Hochterrarium ab etwa 20 × 30 × 40 cm; eine Grundfläche von ungefähr 30 × 30 cm bietet mehr Spielraum für Einrichtung und Wartung. Eine senkrechte Korkröhre oder schräg gestellte Rindenplatte sollte vom Bodengrund bis in den oberen Bereich reichen. Zusätzliche Äste und Pflanzen schaffen Deckung und Ansatzpunkte für das Gespinst. Alle schweren Teile müssen fest stehen, damit sie weder untergraben noch umgestoßen werden können. Trotz der baumbewohnenden Lebensweise sollte die freie Fallstrecke nicht unnötig groß sein. Harte oder spitze Gegenstände unter bevorzugten Sitzplätzen sind zu vermeiden. Eine sichere Frontöffnung erleichtert Pflegearbeiten, ohne das Wohngespinst von oben zu zerstören.

Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe

Eine etwa 5–8 cm hohe Schicht aus ungedüngter Terrarienerde, humoser Walderde oder geeignetem Kokoshumus speichert Feuchtigkeit und erlaubt vor allem jüngeren Tieren, den Fuß ihrer Wohnröhre auszubauen. Etwas Laub und trockenes Moos können als Baumaterial angeboten werden. Das Substrat darf in tieferen Bereichen leicht feucht bleiben, sollte an der Oberfläche aber zeitweise abtrocknen können. Nasse, verdichtete Erde und stehendes Wasser begünstigen Schimmel und ein ungünstiges Stallklima. Sandige, scharfkantige oder überwiegend steinige Böden sind ungeeignet. Eine Wasserschale gehört unabhängig vom Sprührhythmus dauerhaft zur Einrichtung.

Klima und Beleuchtung

Bewährt hat sich tagsüber ein Bereich von ungefähr 24–27 °C mit einer leichten nächtlichen Absenkung. Kurzzeitige Abweichungen sind meist weniger problematisch als dauerhafte Überhitzung. Eine feuchte Bodenzone und gelegentliches Benetzen eines Terrarienbereichs sorgen für ein passendes Mikroklima; das gesamte Becken sollte nicht ständig tropfnass sein. Gute Quer- oder Doppellüftung ist besonders wichtig, weil warme, stagnierende Luft in Verbindung mit nassem Substrat Schimmel und Milbenaufkommen fördern kann. Die Wasserschale wird stets sauber und gefüllt gehalten. Heizmatten unmittelbar unter dem Terrarium sind ungünstig, da sie den Bodengrund austrocknen und der Spinne keine kühlere Rückzugsmöglichkeit lassen.

Fütterung und Wasserversorgung

Gefüttert werden lebende, passend dimensionierte Futterinsekten, beispielsweise Grillen, Heimchen, Schaben oder kleinere Heuschrecken. Die Beute kann in die Nähe des Gespinstschlauchs gesetzt werden, wo ihre Bewegungen rasch wahrgenommen werden. Die Futtermenge richtet sich nach Entwicklungsstand, Körperkondition und Häutungsrhythmus; ein stark überfülltes Abdomen erhöht bei einem Sturz das Verletzungsrisiko. Nicht angenommene Futtertiere sollten zeitnah entfernt werden. Das gilt besonders bei bevorstehender oder frisch abgeschlossener Häutung, da selbst kleine Grillen die wehrlose Spinne verletzen können. Wirbeltiere sind für eine ausgewogene Terrarienhaltung weder notwendig noch empfehlenswert.

Häutung

Vor einer Häutung stellt Psalmopoeus pulcher die Nahrungsaufnahme häufig ein und verschließt den Eingang ihres Gespinstschlauchs teilweise oder vollständig. In dieser Phase darf das Versteck nicht geöffnet werden. Futtertiere werden entfernt, während Wasserversorgung, Belüftung und eine mäßige Grundfeuchte erhalten bleiben. Nach der Häutung sind Körper und Giftklauen zunächst weich. Erst wenn die Cheliceren wieder deutlich dunkel und ausgehärtet sind, wird vorsichtig erneut gefüttert; bei größeren Tieren sollte dafür mindestens ungefähr eine Woche eingeplant werden. Die abgestreifte Haut kann nach dem Verlassen des Rückzugs entfernt und zur Geschlechtsbestimmung untersucht werden. Weibchen häuten sich auch nach der Geschlechtsreife weiter, adulte Männchen gewöhnlich nicht mehr regulär.

Einzelhaltung und sicherer Umgang

Freies Anfassen ist bei dieser Art nicht zu empfehlen. Die Spinne ist sehr schnell, kann abrupt aus dem Gespinst schießen und an glatten oder senkrechten Flächen überraschend weit laufen. Pflegearbeiten erfolgen ruhig mit langer Pinzette, Fangbecher und einem klar vorbereiteten Arbeitsweg. Türen und Lüftungsöffnungen müssen ausbruchsicher schließen. Beim Umsetzen sollte das Tier nicht mit Händen bedrängt, sondern kontrolliert in einen ausreichend großen Fangbehälter geleitet werden. Hektische Abwehrbewegungen gefährden sowohl Mensch als auch Tier und erhöhen insbesondere das Risiko eines Sturzes oder Abwehrbisses.

Geschlechtsunterschiede

Eine verlässliche Geschlechtsbestimmung gelingt am besten anhand einer gut erhaltenen Exuvie: Weibchen besitzen im Inneren des Abdomens erkennbare Spermatheken. Adulte Männchen entwickeln an den Pedipalpen deutlich sichtbare Bulbi sowie artspezifisch geformte Tibialapophysen am ersten Beinpaar. Sie wirken meist langbeiniger und schlanker, während Weibchen kräftiger gebaut bleiben. Auch die Färbung verändert sich nach der Reifehäutung: Weibchen behalten eher warme goldene bis orangebeige Töne und eine markantere dunkle Zeichnung auf dem Hinterleib, adulte Männchen erscheinen häufig grauer, blasser und weniger kontrastreich. Eine Bestimmung allein anhand der Farbe eines noch nicht adulten Tieres ist jedoch unsicher.

Fortpflanzung

Die Nachzucht sollte erfahrenen Halterinnen und Haltern vorbehalten bleiben. Beide Tiere werden vor der Verpaarung gut konditioniert, bleiben aber grundsätzlich getrennt. Das adulte Männchen legt zunächst ein Spermanetz an und nimmt das Sperma in seine Bulbi auf. Beim Kontakt verständigt es sich durch Trommeln und Vibrationen mit dem Weibchen. Die Begegnung muss eng überwacht werden, da Abwehrreaktionen und Kannibalismus möglich sind. Nach erfolgreicher Paarung kann das Weibchen erst nach längerer Zeit einen Kokon anlegen und den Gespinstschlauch vollständig verschließen. Während der Kokonpflege sind stabile Bedingungen und möglichst wenig Störung entscheidend. Jungtiere werden nach ihrer selbstständigen Entwicklung einzeln untergebracht, da eine dauerhafte Gemeinschaftshaltung nicht als sicher gilt.

Größe und Lebenserwartung

Ausgewachsene Weibchen erreichen meist etwa 5–6 cm Körperlänge und ungefähr 13–16 cm Beinspannweite; einzelne Haltungsangaben fallen etwas größer aus. Adulte Männchen bleiben gewöhnlich schlanker und wirken durch ihre längeren Beine gestreckter. Zur Lebenserwartung werden für Weibchen in Terrarienhaltung meist etwa 10–15 Jahre genannt. Männchen leben insgesamt häufig ungefähr 3–4 Jahre und nach ihrer Reifehäutung vielfach nur noch rund ein Jahr. Wachstum, Reifezeit und Lebensdauer hängen unter anderem von Geschlecht, Temperatur und Fütterungsintensität ab.

Gift, Brennhaare und Sicherheit

Psalmopoeus pulcher besitzt keine Brennhaare und kann diese häufige Abwehrstrategie amerikanischer Vogelspinnen daher nicht einsetzen. Bei Störungen sucht sie meist sehr schnell ihr Versteck auf. Wird ihr der Rückweg versperrt oder wird sie weiter bedrängt, sind eine Drohhaltung und ein Abwehrbiss möglich. Die Giftwirkung dieser Art beim Menschen ist nicht ausreichend untersucht und darf nicht mit einem harmlosen Insektenstich gleichgesetzt werden. Ein Biss kann starke lokale Schmerzen und weitere Beschwerden verursachen. Nach einem Biss sollte die Stelle gereinigt und der Verlauf beobachtet werden; bei ausgeprägten Schmerzen, Kreislaufproblemen, Atembeschwerden oder allergischen Reaktionen ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich.

Nice-to-Know

Der helle Handelsname bezieht sich auf die warme goldbeige bis leicht orange Färbung, die besonders bei adulten Weibchen auffällt. Jungtiere können deutlich kontrastreicher erscheinen und verändern ihr Aussehen mit den Häutungen. Charakteristisch ist zudem eine dunkle Längszeichnung auf dem Hinterleib. Die Art verbindet ihr Wohngespinst häufig mit Rindenstücken, Laub und Bodengrund, sodass im Laufe der Zeit eine erstaunlich stabile, mehrteilige Wohnröhre entsteht. Der deutsche Handelsname ist nicht einheitlich etabliert; international wird die Art überwiegend als Panama Blonde Tarantula angeboten.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

Ähnliche Artikel

Durchschnittliche Bewertung von 4.6 von 5 Sternen

Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix

39,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grüner Blattsteiger, Phyllobates aurotaenia

99,99 €*
%
5x Goldfisch im Mix, Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele, Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino, DNZ

18,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe, Rohanella titteya, ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
%
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch, Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
%

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels, L81, Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
accordion

Häufige Fragen (FAQ)


 

Keine Suchergebnisse vorhanden.

Guten Tag!

Klicken Sie auf unsere Mitarbeiter zum Chatten oder mailen Sie an info@zierfisch365.de

avatar
avatar
Support Ramona
15144239870
Wir antworten werktags von 7.30-15.30 Uhr und oft auch darüber hinaus.
× whatsapp background preview