Ocellaris-Clownfisch „Black Misbar“, Amphiprion ocellaris, ca. 3,0-5,0 cm
70,99 €*
21 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 2,10 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 4-10 Tagen
Ocellaris-Clownfisch „Black Misbar“, Amphiprion ocellaris, ca. 3,0-5,0 cm
| Deutscher Name: | Ocellaris-Clownfisch „Black Misbar“ |
| Wissenschaftlich: | Amphiprion ocellaris |
| Synonyme: | Black Misbar Ocellaris, Misbar Black Ocellaris, Schwarzer Falscher Clownfisch Misbar, Darwin Misbar, Schwarzer Ocellaris-Clownfisch |
| Herkunft: | Nachzucht; schwarze Form stammt aus Nordaustralien |
| Riffaquarium-tauglich: | Geeignet; Korallen dienen mitunter als Ersatzwirt |
| Verträglichkeit: | Als Paar pflegen; keine weiteren Clownfische |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab ca. 150 Liter für ein Paar |
| Futter: | Allesfresser: Mysis, Artemia, Granulat, Flocken |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach, robuste Nachzucht |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen wird größer; sonst kaum Unterschiede |
| Zucht möglich: | Laicht im Aquarium; Aufzucht aufwendig |
| Maximale Größe: | ca. 6–11 cm; Lebenserwartung oft über 10 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 3,0-5,0 cm |
Herkunft von Ocellaris-Clownfisch „Black Misbar“ (Amphiprion ocellaris)
Hinter dem Ocellaris-Clownfisch „Black Misbar“ stecken zwei Besonderheiten, die sich in einem Tier vereinen. Die Art selbst, Amphiprion ocellaris, besiedelt den tropischen Indo-Westpazifik von der Andamanensee und den Nikobaren über Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien und die Philippinen bis Taiwan und zu den Ryukyu-Inseln sowie den Nordwesten Australiens. In geschützten Lagunen und an Riffen lebt sie in wenigen Metern Tiefe in großen Wirtsanemonen wie Radianthus magnifica (früher Heteractis magnifica), Stichodactyla gigantea und Stichodactyla mertensii. Die schwarze Färbung hat ein natürliches Vorbild: Rund um Darwin im Norden Australiens kommt eine sehr kleinräumig verbreitete, schwarz-weiße Form vor, die im Handel als Darwin-Ocellaris bekannt ist. Wildfänge sind selten, der Markt wird fast vollständig aus Nachzuchten versorgt. Das zweite Merkmal, die reduzierten weißen Binden, entsteht dagegen erst in der Zucht: Bei einem Teil der Jungtiere werden Schwanz-, Mittel- oder Kopfbinde während der Larvenentwicklung nur unvollständig ausgebildet. Gezielt vererben lässt sich dieses Muster nach Angaben großer Züchter nicht, jedes Tier ist deshalb ein Unikat. Im Handel gilt die Black Misbar als Zuchtform; unsere Tiere sind Nachzuchten und keine Wildfänge.
Eignung für das Riffaquarium
Die Black Misbar ist ein angenehmer Bewohner des Riffaquariums. Weich- und Steinkorallen, Garnelen, Schnecken, Einsiedler und Seeigel werden normalerweise nicht behelligt. Eine Anemone ist kein Muss: Ohne sie nimmt ein Paar oft eine Koralle als Ersatzwirt an, beispielsweise eine Hammerkoralle, und kuschelt sich täglich hinein. Manche Korallen reagieren darauf gereizt und öffnen sich dann nur noch teilweise. Soll eine Wirtsanemone einziehen, braucht diese starkes Licht, gezielte Fütterung und sehr stabile Wasserwerte. Anderen Clownfischen gegenüber zeigt sich ein eingewöhntes Paar wehrhaft und verteidigt seinen Platz entschlossen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Ideal ist die Haltung als Paar. Setzen Sie zwei Jungtiere zusammen, entwickelt sich das dominante Tier zum Weibchen und das kleinere bleibt Männchen. Mehrere Paare oder verschiedene Clownfischarten im selben Becken führen fast immer zu Streit, denn die Fische verteidigen ihr Revier hartnäckig und können zubeißen. Gut vertragen sie sich mit friedlichen Mitbewohnern wie Grundeln, Schleimfischen, Kardinalbarschen, Feuerschwänzen, Lippfischen, Zwergkaiserfischen und Doktorfischen. Meiden sollten Sie große Räuber wie Zackenbarsche, Feuerfische und Muränen, die den kleinen Clownfisch fressen können, ebenso sehr aggressive Arten, die ihn ständig verfolgen.
Wasserwerte und Temperatur
Wie alle Ocellaris schätzt auch die Black Misbar vor allem Beständigkeit. Halten Sie eine Dichte von 1,023 bis 1,025 ein, also etwa 31 bis 34 ‰ Salzgehalt, dazu einen pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine KH von 8 bis 12 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Ammonium und Nitrit dürfen nicht messbar sein, Nitrat sollte möglichst unter 20 mg/l bleiben. Regelmäßige Teilwasserwechsel und ein gut arbeitender Abschäumer sorgen dafür, dass diese Werte dauerhaft stimmen. Eine mäßige bis kräftige Strömung ist in Ordnung, wenn es im Gestein strömungsberuhigte Plätze gibt.
Aquarium und Einrichtung
Ein Paar fühlt sich in einem gut eingefahrenen Meerwasseraquarium ab etwa 150 Litern wohl. In kleinen Nanobecken wird es für die erwachsenen Tiere, die bis zu zehn Zentimeter und mehr erreichen können, schnell eng, und das Revierverhalten fällt dort stärker auf. Gestalten Sie einen Riffaufbau aus Lebendgestein mit Höhlen, Spalten und Überhängen und lassen Sie im Vordergrund Platz zum Schwimmen. Ohne Anemone wählt das Paar einen festen Stammplatz im Gestein oder an einer Koralle. Mit Wirtsanemone sollte das Becken größer und die Beleuchtung entsprechend stark sein.
Futter und Futterumstellung
Im Riff ernähren sich Falsche Clownfische von Zooplankton wie kleinen Krebschen, von Algen und von Futterresten ihrer Anemone. Unsere Nachzuchten fressen bereits zuverlässig Frostfutter wie Mysis, Artemia, Krill und Copepoden und nehmen auch Granulat und Flockenfutter für Meerwasserfische an. Etwas pflanzliche Kost, zum Beispiel algenhaltiges Futter, gehört ebenfalls auf den Speiseplan. Bewährt haben sich zwei bis drei kleine Mahlzeiten am Tag, die nach wenigen Minuten aufgefressen sind. Zu reichliche Fütterung belastet das Wasser und sollte vermieden werden.
Eingewöhnung
Legen Sie den verschlossenen Beutel nach dem Auspacken etwa 15 bis 20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleichen kann. Danach folgt das behutsame Angleichen des Salzgehalts, am besten mit der Tropfmethode: Über einen Luftschlauch mit Knoten oder Ventil läuft Beckenwasser tropfenweise in ein Gefäß mit dem Fisch, bis sich die Wassermenge ungefähr verdoppelt bis verdreifacht hat. Den Fisch setzen Sie dann mit einem Netz ins Aquarium; das Transportwasser gehört nicht ins Becken. Lassen Sie das Licht am ersten Tag gedimmt oder aus und füttern Sie erst am folgenden Tag. Ist bereits ein Clownfisch vorhanden, sollten Sie die ersten Begegnungen aufmerksam beobachten.
Geschlechtsunterschiede
Ein äußerlich sicheres Unterscheidungsmerkmal gibt es nicht; in einem Paar ist das Weibchen jedoch klar das größere Tier, häufig um ein bis drei Zentimeter. Falsche Clownfische wechseln im Lauf ihres Lebens das Geschlecht: Alle Jungtiere sind zunächst männlich, und das dominanteste Tier einer Gruppe wird zum Weibchen. Bei wild lebenden Tieren geschieht dies ab etwa viereinhalb Zentimetern Körperlänge. So können Sie zwei Jungtiere ohne Geschlechtsbestimmung zu einem Paar zusammenstellen, die Black Misbar lässt sich dabei auch mit anderen Ocellaris-Formen verpaaren.
Zucht
Gut eingewöhnte Paare laichen auch im Aquarium, häufig alle zwei Wochen. Das Gelege wird an eine harte Fläche in der Nähe des Wohnplatzes geheftet und hauptsächlich vom Männchen gepflegt, das die Eier bewacht und mit den Flossen befächelt. Etwa eine Woche später schlüpfen die Larven, meist nach Einbruch der Dunkelheit. Wer sie großziehen möchte, braucht ein eigenes Aufzuchtbecken und lebendes Kleinstfutter wie Rädertierchen, später frisch geschlüpfte Artemia. Welche Färbung und welches Bindenmuster die Nachkommen zeigen, ist nicht vorhersagbar, da die Misbar-Zeichnung zufällig in der Larvenphase entsteht.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Falsche Clownfische werden etwa sechs bis elf Zentimeter lang, das Weibchen deutlich größer als das Männchen. Wir liefern Jungtiere von etwa drei bis fünf Zentimetern. In diesem Alter zeigen schwarze Ocellaris oft noch orangefarbene oder bräunliche Partien, da sie als Jungtiere orange beginnen und erst mit zunehmendem Alter nachdunkeln; manche Tiere behalten dauerhaft einen orangefarbenen Hauch im Gesicht. Die Lebenserwartung ist erfreulich lang: Im Freiland erreichen die Tiere etwa sechs bis zehn Jahre, im Aquarium ist ein Alter von mindestens zwölf Jahren dokumentiert.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.