Netzreusenschnecke, Nassarius reticulatus
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Netzreusenschnecke, Nassarius reticulatus
| Deutscher Name: | Netzreusenschnecke |
| Wissenschaftlich: | Nassarius reticulatus |
| Synonyme: | Nassarius reticulatus, Wellhornschnecke |
| Herkunft: | Nordostatlantik, europäische Küsten und Mittelmeer |
| Lebensweise: | Im Sand grabender Aasfresser mit langem Sipho |
| Nutzen im Aquarium: | Findet kleine tierische Nahrungsreste im Bodengrund |
| Riffaquarium-tauglich: | Temperatur und mögliche Aufnahme kleiner Tiere vor Besatz prüfen |
| Wasserwerte: | Stabiles Meerwasser, Dichte etwa 1,023–1,026, pH 8,0–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | An die Herkunft angepasste gemäßigte Bedingungen; Tropentemperatur kritisch |
| Beckengröße: | Meerwasserbecken mit feinem, durchgrabbaren Bodengrund |
| Futter: | Tierische Reste und gezielt kleine Portionen geeignetes Fleischfutter |
| Maximale Größe: | Gehäuse meist etwa 2–3 cm, teils größer |
| Liefergröße: | ca. 2,0-3,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Netzreusenschnecke (Nassarius reticulatus)
Die Netzreusenschnecke stammt aus europäischen und nordafrikanischen Küstengewässern des Nordostatlantiks. Sie kommt auch im Mittelmeer und in Teilen des Schwarzen Meeres vor. Im Küstenbereich hält sie sich auf sandigem oder anderem weichem Untergrund auf und kann sich mit dem Fuß eingraben. Ihr eiförmiges Gehäuse trägt kreuzende Rippen und Linien, die das namensgebende netzartige Muster bilden. Ein langer Sipho ermöglicht es der Schnecke, chemische Spuren im Wasser wahrzunehmen, während ein Teil des Körpers im Sediment verborgen ist. Sie ist vor allem Aasfresserin und findet tierische Nahrungsreste mit ihrem empfindlichen Geruchssinn. Algenbewuchs ist für diese Art keine verlässliche alleinige Ernährung. Ihr natürliches Areal umfasst auch deutlich kühlere Gewässer als ein tropisches Korallenriff. Die angebotenen Tiere sollten deshalb nicht ohne Prüfung ihrer Herkunft und Temperaturansprüche in ein dauerhaft warmes Riffbecken gesetzt werden. Eine passende Haltung braucht weichen Bodengrund, stabile Meerwasserwerte und nur so viel gezielte tierische Nahrung, dass keine Reste das Wasser belasten. Der Handelsname Wellhornschnecke ist nicht der präziseste deutsche Artname.
Lebensweise und Verhalten
Die Schnecke kann sich in den Sand eingraben und ihren langen Sipho herausstrecken. Sie reagiert auf Geruchsspuren von Nahrung und kommt dann aus dem Boden. Das Gehäuse zeigt ein netzartiges Rippenmuster.
Nutzen im Riffaquarium
Sie nimmt kleine tierische Futterreste auf, ersetzt aber keine Pflege des Bodengrunds. Zu viel Futter belastet das Wasser; Algen sind nicht die Hauptnahrung dieser Art.
Verträglichkeit mit Korallen und Mitbewohnern
Nicht als reine Algenputzschnecke verkaufen. Kleine tierische Nahrung wird genutzt; die Verträglichkeit mit empfindlichen Bodenbewohnern beobachten. Wegen ihres kühleren Verbreitungsgebiets keine pauschale tropische Riffeignung zusichern.
Wasserwerte und Temperatur
Dichte um 1,023–1,026, pH 8,0–8,4 und KH 7–10 °dKH stabil halten. Die Temperatur an der Herkunft der gelieferten Tiere ausrichten; langjährige Haltung bei typischer Riffwärme ist nicht belegt.
Ernährung
Aas und andere tierische Nahrung bilden die Grundlage. Kleine Mengen geeigneten fleischlichen Meerwasserfutters gezielt anbieten und Futterreste entfernen. Ein scheinbar aktives Tier darf nicht dauerhaft ohne Nahrung bleiben.
Eingewöhnung
Beuteltemperatur und Salzgehalt langsam, etwa mit der Tropfmethode, anpassen. Die Schnecke anschließend vorsichtig auf den Sand setzen, damit sie sich selbst eingraben kann.
Endgröße und Lebenserwartung
Das Gehäuse erreicht meist ungefähr 2–3 cm, gelegentlich mehr. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Schnecken |
|---|---|
| Endgröße: | bis 5 cm |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.