Nanderbuntbarsch „Gombe“, Altolamprologus compressiceps
21,99 €*
7 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,70 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 4-10 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Nanderbuntbarsch „Gombe“, Altolamprologus compressiceps
| Deutscher Name: | Nanderbuntbarsch „Gombe“ |
| Wissenschaftlich: | Altolamprologus compressiceps |
| Synonyme: | Altolamprologus compressiceps Gombe, Compressiceps Gombe, Hochrücken-Nanderbarsch, Lamprologus compressiceps |
| Herkunft: | Tansania, Fundort Gombe bei Kigoma |
| Gesellschafts-Aquarium: | Ruhig, frisst aber sehr kleine Fische und Jungtiere |
| Wasserwerte: | pH 7,8–9,0, GH 10–20 °dH, KH 10–18 °dH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab 120 cm für ein Paar oder eine kleine Gruppe |
| Bepflanzung: | Felsspalten und Steinaufbauten, Sandboden |
| Futter: | Mysis, Artemia, Krill, Insektenlarven, Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen deutlich größer als Weibchen |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter in engen Spalten, Weibchen pflegt |
| Maximale Größe: | Männchen bis 13–15 cm, Weibchen um 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Ungeeignet, Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Nanderbuntbarsch „Gombe“ (Altolamprologus compressiceps)
Altolamprologus compressiceps ist ein Endemit des Tanganjikasees und an den Felsküsten fast des gesamten Sees zu finden. Die Art fällt durch ihren extrem seitlich abgeflachten, hochrückigen Körper und das schnabelartig vorstehende Maul auf. Diese Körperform ist eine Anpassung an ihre Jagdweise: Der Nanderbuntbarsch schiebt sich zwischen Felsspalten und Geröll und erbeutet dort Garnelen, Insektenlarven, Fischeier und Jungfische anderer Cichliden. Die harten, scharfkantigen Schuppen schützen ihn dabei vor Angriffen der brutpflegenden Eltern. Die Form „Gombe“ stammt von der tansanischen Küste am Gombe-Nationalpark nördlich von Kigoma. Die Tiere zeigen das typische Muster aus dunklen Querbändern auf hellem, bräunlich bis gelblich getöntem Grund. Weil die Art im See an vielen räumlich getrennten Felsküsten vorkommt, haben sich zahlreiche Fundortformen herausgebildet, die sich in Grundfarbe und Intensität der dunklen Querbänder unterscheiden. Die Tiere wachsen langsam und benötigen einige Jahre bis zur vollen Größe. Angeboten werden Nachzuchten, die bereits an Aquarienwasser und Ersatzfutter gewöhnt sind.
Vergesellschaftung
Im Umgang mit anderen Fischen ist der Nanderbuntbarsch „Gombe“ ein ruhiger, eher zurückhaltender Barsch, der sich viel zwischen Steinen aufhält. Er ist kein Raufbold, sieht in sehr kleinen Fischen und im Nachwuchs seiner Mitbewohner aber Beute. Gut passen Cyprichromis, Julidochromis, Neolamprologus-Arten oder Schneckenbuntbarsche, die nicht ins Maul passen. Untereinander lassen sich ein Paar oder eine kleine Gruppe pflegen, wenn genügend Spalten vorhanden sind.
Passende Wasserparameter
Gefordert ist das typische Tanganjika-Wasser: hart und deutlich alkalisch mit pH 7,8 bis 9,0, einer Gesamthärte von 10 bis 20 °dH und einer Karbonathärte von 10 bis 18 °dH. Wichtig sind stabile Werte, viel Sauerstoff und wenig Nitrat. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine gut dimensionierte Filterung sind die Grundlage für eine lange, gesunde Haltung.
Haltungstemperatur
Gehalten wird die Art bei 24 bis 27 °C. Dauerhaft höhere Werte bieten keinen Vorteil und senken den Sauerstoffgehalt des Wassers.
Beckengröße
Für ein Paar oder eine kleine Gruppe genügt ein Aquarium ab 120 cm Länge mit rund 250 Litern. Wird der Nanderbuntbarsch mit anderen Tanganjika-Arten vergesellschaftet, sind 150 cm und mehr sinnvoll. Wichtiger als die reine Größe ist eine Einrichtung mit vielen schmalen Spalten.
Bepflanzung
Steinaufbauten aus Lochgestein oder Schiefer mit engen Spalten und Höhlen bilden das Herzstück der Einrichtung. Leere Schneckenhäuser werden von den kleineren Weibchen gern als Laichplatz angenommen. Pflanzen sind nicht erforderlich, robuste Arten wie Anubias oder Javafarn auf Steinen sind aber möglich. Feiner Sand eignet sich als Bodengrund.
Futter
Die Ernährung sollte eiweißreich und abwechslungsreich sein: Mysis, Artemia, Krill, Cyclops und schwarze Mückenlarven als Frostfutter, ergänzt durch hochwertiges Granulat. Lebende Futterfische sind nicht nötig. Wegen des langsamen Stoffwechsels lieber kleine Portionen füttern, damit kein Futter liegen bleibt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden deutlich größer als Weibchen und können fast die doppelte Länge erreichen. Weibchen bleiben so klein, dass sie in Schneckenhäuser oder enge Spalten passen. Bei Jungtieren in Liefergröße ist das Geschlecht noch nicht sicher zu erkennen.
Zucht
Altolamprologus compressiceps laicht in engen Spalten oder größeren Schneckenhäusern, in die nur das Weibchen hineinpasst. Es pflegt Gelege und Larven, während das Männchen die Umgebung bewacht. Die Jungfische wachsen langsam und fressen anfangs Artemia-Nauplien und feines Staubfutter.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 13 bis 15 cm, Weibchen bleiben meist um 10 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für die Haltung mit Garnelen ist der Nanderbuntbarsch ungeeignet: Garnelen gehören zu seiner natürlichen Beute, adulte Tiere werden ebenso gefressen wie Nachwuchs.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.