Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Kundenservice
Riesige Auswahl

Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling, Harpactira namaquensis

Grabender Bodenbewohner

Benötigt tiefes, standfestes Substrat für eine Wohnröhre.

Trockene Haltung

Trockene Oberfläche, Wasser und gute Lüftung sind wichtig.

Sicher untergebracht

Ein flaches Terrarium reduziert gefährliche Sturzstrecken.

Für Erfahrene

Schnelle Altweltart ohne Brennhaare und mit Bissrisiko.

Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling, Harpactira namaquensis


Auf einen Blick: Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling, Harpactira namaquensis
Deutscher Name:Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling
Wissenschaftlich:Harpactira namaquensis
Synonyme:Namaqua-Pavianspinne, Namaqua Baboon Spider, Bronze Baboon Spider
Herkunft:Südliches Namibia und nordwestliches Südafrika, besonders Namaqualand
Lebensweise:Boden- und Röhrenbewohner, einzeln zu halten
Aktivitätszeit:Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
Haltungstyp:Flaches, ausbruchsicheres Terrarium mit guter Querlüftung
Mindestgröße des Terrariums:Für Jungtiere zunächst ein angepasstes Aufzuchtgefäß; ausgewachsen etwa 30 × 30 × 30 cm
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Warm, gut belüftet und überwiegend trocken; etwa 22–27 °C
Bodengrund:Tiefes, grabfähiges und standfest verdichtetes Bodengemisch
Verstecke und Gespinst:Vorgeformte Röhre oder Korkversteck; Gespinst vor allem am Wohnröhreneingang
Futter:Passend große Futterinsekten wie Schaben, Grillen und Heuschrecken
Gift und Abwehrverhalten:Sehr schnell; kein Brennhaarbesatz, Biss potenziell medizinisch bedeutsam
Körpergröße und Beinspannweite:Etwa 5–6 cm Körperlänge und ungefähr 10–13 cm Beinspannweite
Lebenserwartung:Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Im Detail: Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling, Harpactira namaquensis

Herkunft und Lebensraum von Namaqua-Vogelspinne – Nachzucht-Spiderling (Harpactira namaquensis)

Harpactira namaquensis stammt aus dem trockenen Südwesten Afrikas und ist nach aktueller taxonomischer Erfassung aus Namibia und Südafrika bekannt. Ihr Verbreitungsgebiet wird besonders mit Namaqualand in Verbindung gebracht, einer Landschaft, die sich über den Süden Namibias und den Nordwesten Südafrikas erstreckt. Dort prägen karge Ebenen, steinige Hänge, sandige Böden und ausgeprägte Schwankungen zwischen warmen Tagen und deutlich kühleren Nächten den Lebensraum. Niederschläge sind gering und können jahreszeitlich sehr unregelmäßig fallen. Die Spinne begegnet diesen Bedingungen nicht, indem sie ständig offen auf der trockenen Oberfläche sitzt. Als grabender Bodenbewohner zieht sie sich in eine mit Spinnseide ausgekleidete Röhre zurück. Darin sind Temperatur und Feuchtigkeit wesentlich ausgeglichener als außerhalb. Für die Haltung bedeutet die trockene Herkunft deshalb nicht, dass das gesamte Substrat staubtrocken sein sollte. Eine überwiegend trockene Oberfläche, ein leicht feuchterer Bereich in tieferen Bodenschichten, gute Belüftung und jederzeit verfügbares Trinkwasser bilden den natürlichen Wechsel zwischen trockener Umgebung und geschütztem Rückzugsort sinnvoll nach. Herkunfts- oder Lokalitätsangaben sollten nur übernommen werden, wenn sie beim konkreten Nachzuchttier nachvollziehbar dokumentiert sind.

Lebensweise und Haltungstyp

Die Namaqua-Vogelspinne lebt überwiegend bodennah und nutzt selbst gegrabene oder vorhandene Hohlräume als Wohnröhre. Bei ausreichend tiefem Substrat gestaltet sie ihren Rückzugsort häufig selbst und befestigt Eingang, Tunnelwände und angrenzende Bodenflächen mit feinem Gespinst. Besonders junge Tiere können lange verborgen bleiben; umgelagerte Erde oder neue Gespinstfäden verraten oft eher ihre Aktivität als eine direkte Sichtung. Außerhalb der Röhre zeigt sie sich vor allem in der Dämmerung und nachts. Sie wird einzeln gehalten, da eine dauerhafte Vergesellschaftung ein erhebliches Verletzungs- und Verlustrisiko birgt.

Terrarium

Für ein Spiderling eignet sich zunächst ein überschaubares, ausbruchsicheres Aufzuchtgefäß, in dem Futter, Wasserhaushalt und Häutungen kontrollierbar bleiben. Es wird schrittweise an das Wachstum angepasst. Für ein ausgewachsenes Tier ist eine Grundfläche von ungefähr 30 × 30 cm bei etwa 30 cm Höhe ein praxisnaher Richtwert. Entscheidender als freie Höhe sind eine tiefe Bodenschicht und ein sicher erreichbarer Rückzug. Zwischen Substratoberfläche und Deckel darf keine gefährliche Fallstrecke entstehen, denn der schwere Hinterleib einer Vogelspinne kann bei einem Sturz schwer verletzt werden. Türen, Lüftungsflächen und Kabeldurchführungen müssen lückenlos schließen.

Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe

Geeignet ist eine mindestens etwa 12–15 cm tiefe, standfest angedrückte Mischung aus ungedüngter Erde, Kokoshumus und einem kleinen Lehm- oder Sandanteil. Das Material muss eine Röhre tragen können und darf nicht locker nachrutschen. Reiner, trockener Sand ist deshalb ungeeignet. Ein schräg eingegrabenes Stück Korkrinde oder eine mit dem Finger vorgeformte Startröhre erleichtert besonders jungen Tieren das Einrichten. Schwere Steine und Dekorationen müssen direkt auf dem Terrarienboden aufliegen oder anderweitig gesichert sein, damit sie beim Untergraben nicht absacken. Vorhandenes Gespinst sollte möglichst ungestört bleiben.

Klima und Beleuchtung

Bewährt hat sich ein gut belüftetes, überwiegend trocken geführtes Terrarium mit Tagestemperaturen von etwa 22–27 °C. Eine nächtliche Abkühlung auf ungefähr 18–22 °C ist möglich. Dauerhafte Hitze und ein Wärmestau sind gefährlicher als eine moderate Nachtabsenkung. Die obere Bodenschicht darf weitgehend abtrocknen; tiefer im Substrat oder in einer Ecke kann eine leichte Feuchtigkeitsreserve bestehen. Als grobe Orientierung sind etwa 45–60 % relative Luftfeuchte geeignet, wichtiger sind jedoch frisches Wasser, Luftaustausch und ein erkennbares Feuchtigkeitsgefälle. Flächiges Sprühen und dauerhaft nasser Boden fördern Staunässe und Schimmel. Bei Spiderlingen muss zugleich verhindert werden, dass das kleine Aufzuchtgefäß vollständig austrocknet.

Fütterung und Wasserversorgung

Gefüttert werden passend große Futterinsekten, beispielsweise Schaben, Grillen, Heimchen oder kleinere Heuschrecken. Spiderlinge nehmen entsprechend kleine Beutetiere oder frisch getötete, geeignete Futterstücke an. Die Futtermenge richtet sich nach Entwicklungsstand, Hinterleib und tatsächlicher Annahme; Jungtiere können in kürzeren Abständen kontrolliert gefüttert werden, während bei größeren Tieren meist längere Pausen genügen. Nicht gefressene Beute wird zeitnah entfernt. Verschließt sich die Spinne in ihrer Röhre oder verweigert vor einer Häutung das Futter, darf keine lebende Beute im Behälter verbleiben. Eine flache, standsichere Wasserschale gehört spätestens bei ausreichend großen Tieren ständig zur Einrichtung.

Häutung

Vor einer Häutung zieht sich Harpactira namaquensis häufig tief in die Wohnröhre zurück, verstärkt das Gespinst und kann den Eingang vollständig mit Erde verschließen. Eine längere Futterpause ist in dieser Phase normal und kein Grund, die Röhre zu öffnen. Jede Störung kann das wehrlose Tier gefährden. Futtertiere müssen entfernt werden, da sie eine häutende Spinne verletzen können. Nach der Häutung bleibt die Spinne ungestört, bis Fangzähne und Außenskelett vollständig ausgehärtet sind. Bei Spiderlingen dauert dies meist kürzer als bei erwachsenen Tieren. Trinkwasser beziehungsweise ein angemessen feuchter Rückzugsbereich sollten verfügbar bleiben, ohne die Häutungskammer zu durchnässen.

Einzelhaltung und sicherer Umgang

Ein direktes Handling ist nicht empfehlenswert. Die Art kann unvermittelt sehr schnell laufen, besitzt keine Brennhaare zur Distanzabwehr und kann bei Bedrängung beißen. Außerdem gefährdet bereits ein kurzer Sturz die Spinne selbst. Pflegearbeiten erfolgen mit langen Werkzeugen, geschlossen gehaltenen Fluchtwegen und einem bereitstehenden Fangbecher. Beim Umsetzen sollte das Tier ruhig in einen sicheren Behälter gelenkt werden; Greifen, Anstupsen mit der Hand oder freies Laufenlassen sind zu vermeiden. Diese Vogelspinne eignet sich daher eher für Halter, die bereits mit schnellen afrikanischen Arten und sicheren Umsetzmethoden vertraut sind.

Geschlechtsunterschiede

Eine verlässliche Geschlechtsbestimmung gelingt am besten anhand einer gut erhaltenen Häutungshaut. Ausgewachsene Männchen wirken meist schlanker und langbeiniger als Weibchen und besitzen nach der Reifehäutung die für männliche Vogelspinnen typischen Begattungsorgane an den Pedipalpen. Äußere Vermutungen bei Spiderlingen sind unsicher und sollten nicht als feste Geschlechtsangabe behandelt werden. Weibchen wachsen kräftiger und bleiben nach Erreichen der Geschlechtsreife gewöhnlich länger im vertrauten Röhrensystem, während reife Männchen verstärkt umherwandern können.

Fortpflanzung

Die Nachzucht gehört in erfahrene Hände. Vor einer Verpaarung müssen beide Tiere sicher bestimmt, gut konditioniert und in getrennten Behältern untergebracht sein. Das Männchen wird nur kontrolliert zum Weibchen gesetzt; Rückzugs- und Trennmöglichkeiten müssen jederzeit vorhanden sein, da Verletzungen und Kannibalismus möglich sind. Nach der Paarung werden die Tiere wieder getrennt. Störungen am Rückzugsort des Weibchens sind anschließend auf ein Minimum zu reduzieren. Verlässliche, einheitliche artspezifische Angaben zu Kokongröße, Zeitablauf und Inkubation sind nur eingeschränkt verfügbar, weshalb solche Werte nicht pauschal zugesagt werden sollten.

Größe und Lebenserwartung

Ausgewachsene Weibchen erreichen ungefähr 5–6 cm Körperlänge; die Beinspannweite liegt meist im Bereich von etwa 10–13 cm. Männchen erscheinen nach der Reifehäutung häufig schlanker und im Verhältnis langbeiniger. Individuelle Endgrößen können je nach Geschlecht, Entwicklung und Messmethode abweichen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Gift, Brennhaare und Sicherheit

Harpactira namaquensis ist eine afrikanische Vogelspinne ohne Brennhaare. Ihre erste Reaktion ist häufig der schnelle Rückzug in die Wohnröhre, doch bei fehlender Fluchtmöglichkeit sind Drohhaltung und Biss möglich. Das Gift ist artspezifisch medizinisch nur unzureichend untersucht; ein Biss darf daher nicht verharmlost werden und kann neben tiefen Fangzahnverletzungen starke Schmerzen oder weitere Beschwerden verursachen. Nach einem Biss ist die Wunde zu reinigen und medizinischer Rat einzuholen. Bei Atemproblemen, Krämpfen, starker Schwäche oder ausgeprägten Allgemeinsymptomen ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich.

Nice-to-Know

Der bronzefarbene bis sandbraune Körper ist hervorragend an helle, trockene Böden angepasst. Anders als auffällig gefärbte Verwandte wirkt diese Art zunächst zurückhaltend, zeigt bei genauer Betrachtung jedoch feine goldene und dunkle Zeichnungselemente. Ihr Reiz liegt besonders im natürlichen Grabverhalten: Wer Geduld mitbringt, kann beobachten, wie Erde bewegt, ein Röhreneingang befestigt und die Umgebung mit feinen Signal- und Gespinstfäden versehen wird. „Namaqua-Vogelspinne“ ist ein gebräuchlicher, aber nicht verbindlich standardisierter deutscher Handelsname; für eine eindeutige Bestimmung bleibt der wissenschaftliche Name maßgeblich.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

Ähnliche Artikel

Durchschnittliche Bewertung von 4.6 von 5 Sternen

Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix

39,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grüner Blattsteiger, Phyllobates aurotaenia

99,99 €*
%
5x Goldfisch im Mix, Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele, Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino, DNZ

18,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe, Rohanella titteya, ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
%
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch, Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
%

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels, L81, Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
accordion

Häufige Fragen (FAQ)


 

Keine Suchergebnisse vorhanden.

Guten Tag!

Klicken Sie auf unsere Mitarbeiter zum Chatten oder mailen Sie an info@zierfisch365.de

avatar
avatar
Support Ramona
15144239870
Wir antworten werktags von 7.30-15.30 Uhr und oft auch darüber hinaus.
× whatsapp background preview