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Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Seriatopora caliendrum, Größe S–M

Echte Nachzucht

Aus Aquakultur, bereits an das Leben im Riffaquarium gewöhnt

Leuchtendes Neongrün

Kräftig grüne Äste, die unter blauem Licht intensiv leuchten

Kräftige stumpfe Äste

Dickere Äste als Seriatopora hystrix, buschiger Vogelnest-Wuchs

Spröde Äste

Nur am Sockel anfassen und frei mit Abstand zu Nachbarn setzen

Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Seriatopora caliendrum, Größe S–M


Auf einen Blick: Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Seriatopora caliendrum
Deutscher Name:Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Seriatopora caliendrum
Synonyme:Vogelnestkoralle, Seriatopora, Birdsnest-Koralle
Herkunft:Rotes Meer, Ostafrika, westlicher Indopazifik; Nachzucht
Korallengruppe:Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), zooxanthellat, verzweigt
Lichtbedarf:Mittel bis hoch, etwa PAR 200–300, langsam steigern
Strömung:Kräftig, wechselnd und verwirbelt, kein harter Strahl
Wasserwerte:Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1300–1400 mg/l
Temperatur:24–26 °C
Platzierung:Mittlerer bis oberer Bereich, frei stehend
Ernährung:Überwiegend Photosynthese, gelegentlich feines Futter
Wachstum:Mittel bis schnell
Schwierigkeitsgrad:Mittel; für eine SPS recht anpassungsfähig
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Seriatopora caliendrum

Herkunft von Nadelkoralle „Neongrün“ (Nachzucht) (Seriatopora caliendrum)

Seriatopora caliendrum gehört zur Familie der Pocilloporidae und ist von Ostafrika und dem Roten Meer, wo die Art erstmals beschrieben wurde, über den westlichen Indopazifik verbreitet. Sie besiedelt flache Riffbereiche, besonders geschützte Riffhänge hinter dem Riffdach, und kommt bis in etwa 25 Meter Tiefe vor. Wie ihre Verwandten bildet sie buschige Kolonien aus vielen, wirr verzweigten Ästen, die an ein Vogelnest erinnern; im Handel ist die Gattung deshalb auch als Vogelnestkoralle bekannt. Von der ähnlichen, feinästigen Seriatopora hystrix unterscheidet sich Seriatopora caliendrum durch deutlich dickere Äste mit stumpferen, abgerundeten Spitzen. Auf den Ästen sitzen die winzigen Kelche in Reihen, aus denen kleine Polypen hervortreten und den Zweigen ein leicht flauschiges Aussehen geben. In der Roten Liste wird die Art als potenziell gefährdet eingestuft. Dieser Ableger stammt aus Aquakultur und ist bereits an das Leben im Riffaquarium gewöhnt. Die Handelsbezeichnung „Neongrün“ beschreibt die Farbe dieser Nachzuchtlinie: Äste und Polypen leuchten in einem kräftigen Grün, das unter blaulastiger Beleuchtung intensiv strahlt. Wie stark das Leuchten ausfällt, hängt von Lichtspektrum, Lichtstärke und Nährstofflage ab.

Haltung im Riffaquarium

Unter den Nadelkorallen gilt Seriatopora caliendrum als vergleichsweise anpassungsfähig und verzeiht kleinere Abweichungen eher als viele andere kleinpolypige Steinkorallen. Ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Werten bei Karbonathärte, Calcium und Magnesium bleibt dennoch Voraussetzung. Gesunde Kolonien zeigen tagsüber geöffnete Polypen und ein gleichmäßig gefärbtes Gewebe bis in die Astspitzen. Die Äste sind spröde und brechen leicht; fasse den Ableger deshalb nur am Sockel an. Zieht sich das Gewebe vom Astansatz her zurück, ist rasches Handeln gefragt: Ursache sind meist Schwankungen der Wasserwerte oder ein Lichtschock.

Licht, Strömung und Platzierung

Ein Platz im mittleren bis oberen Bereich des Riffaufbaus mit kräftigem Licht passt am besten. Die Koralle wächst buschig in alle Richtungen und sollte daher frei stehen, mit etwa 5 bis 8 Zentimetern Abstand zu Nachbarn. Die Strömung darf kräftig und wechselnd sein, sodass Wasser auch durch das Innere des Busches zieht; ein harter Dauerstrahl direkt auf die Äste kann jedoch das Gewebe schädigen. Mit wachsender Kolonie wird eine gute Durchströmung immer wichtiger, damit sich im Inneren kein Mulm sammelt.

Wasserwerte und Spurenelemente

Gepflegt wird sie im Meerwasser-Riffaquarium bei einem Salzgehalt von etwa 33 bis 35 Promille beziehungsweise einer Dichte von 1,024 bis 1,026, einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Temperatur von 24 bis 26 °C. Für den Skelettaufbau braucht sie eine stabile Karbonathärte von etwa 7 bis 9 °dKH, Calcium zwischen 400 und 450 mg/l und Magnesium von etwa 1300 bis 1400 mg/l. Nitrat und Phosphat sollten niedrig, aber nachweisbar sein, etwa 2 bis 10 mg/l Nitrat und 0,03 bis 0,08 mg/l Phosphat; in völlig nährstoffarmem Wasser können die Farben verblassen. Plötzliche Temperaturanstiege sind zu vermeiden, denn Seriatopora gehört zu den Korallen, die schnell ausbleichen.

Ernährung und Fütterung

Den größten Teil ihres Energiebedarfs deckt die Koralle über die symbiotischen Zooxanthellen in ihrem Gewebe. Eine gezielte Fütterung ist nicht nötig; gelegentliche Gaben von sehr feinem Partikelfutter, Phytoplankton oder Aminosäuren können Wachstum und Färbung aber unterstützen. Wichtig ist, dabei die Nährstoffwerte stabil zu halten, statt das Becken mit Futter zu belasten.

Wachstum und Vermehrung

Unter passenden Bedingungen wächst die Nadelkoralle mittel bis schnell und bildet nach und nach einen dichten, rundlichen Busch aus kräftigen, stumpf endenden Ästen. Sie lässt sich gut vermehren, indem ein Ast abgetrennt und auf einen Sockel geklebt wird. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Die Nadelkoralle ist wenig aggressiv, nesselt bei direkter Berührung aber und wird ihrerseits von stärker nesselnden Korallen leicht geschädigt. Halte deshalb Abstand zu großpolypigen Steinkorallen wie Euphyllia oder Kelchkorallen sowie zu Weichkorallen. Mit friedlichen Riff-Fischen, Garnelen und Schnecken lässt sie sich gut vergesellschaften; Fische, die an Steinkorallen zupfen, sind ungeeignet.

Eingewöhnung

Nach der Ankunft bleibt der Ableger zunächst im geschlossenen Beutel und wird etwa 15 bis 20 Minuten an die Wassertemperatur des Aquariums angeglichen. Danach wird über die Tropfmethode langsam Aquarienwasser zugegeben, bis Salzgehalt und Wasserchemie angeglichen sind. Ein Korallenbad gegen mögliche Schädlinge ist vor dem Einsetzen sinnvoll. Kleinpolypige Steinkorallen reagieren empfindlich auf einen plötzlichen Lichtwechsel: Setze den Ableger anfangs etwas tiefer oder unter gedimmtes Licht und steigere die Lichtmenge über zwei bis drei Wochen schrittweise. Hellt das Gewebe stark auf, war es zu viel Licht; wird es zunehmend bräunlich, darf es heller werden.

Lieferung

Du erhältst eine Nachzucht der Nadelkoralle „Neongrün“ als Ableger in der Größenklasse S–M. Diese Angabe beschreibt einen kleinen bis mittleren Ableger und ist keine feste Zentimeterangabe; Form und Verzweigung fallen je nach Stück etwas unterschiedlich aus. Der Ableger sitzt auf einem kleinen Sockel. Behandle die spröden Äste beim Auspacken und Einsetzen vorsichtig und fasse ihn nur am Sockel an. Nach dem Transport sind die Polypen oft eingezogen und öffnen sich nach einigen Stunden wieder. Die Farbe kann sich nach der Eingewöhnung an Licht, Nährstofflage und Wasserwerte des neuen Aquariums noch etwas verändern.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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