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Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht), Seriatopora spec., Größe S–M

Gelbgrüne Farbform

Gelblich bis grün gefärbte Äste, die unter Blaulicht frisch leuchten

Echte Aquarien-Nachzucht

Ableger aus Zucht, bereits an Kunstlicht und Riffaquarium gewöhnt

Feiner Nestbusch

Dünne, dicht verzweigte Äste formen einen nestartigen kleinen Busch

Zügiges Wachstum

Wächst für eine SPS rasch und lässt sich leicht weitervermehren

Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht), Seriatopora spec., Größe S–M


Auf einen Blick: Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht), Seriatopora spec.
Deutscher Name:Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Seriatopora spec.
Synonyme:Vogelnestkoralle, Birdsnest Coral, Needle Coral, Seriatopora gelb-grün, Stachelbusch-Koralle
Herkunft:Gattung des Indopazifiks vom Roten Meer und Ostafrika bis in den West- und Zentralpazifik; hier als Nachzucht-Ableger
Korallengruppe:Kleinpolypige Steinkoralle (SPS) mit dünnen, verzweigten Ästen und Zooxanthellen
Lichtbedarf:Mittel bis hoch, etwa 150 bis 350 PAR, langsam steigern
Strömung:Mittel bis kräftig, wechselnd und turbulent, nicht direkt anströmen
Wasserwerte:Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1200–1350 mg/l, NO3 unter 5 mg/l, PO4 unter 0,1 mg/l
Temperatur:24–27 °C
Platzierung:Mittleres bis oberes Riffdrittel auf freiliegendem Gestein, mit Platz ringsum
Ernährung:Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Plankton- oder SPS-Staubfutter
Wachstum:Für eine SPS zügig, dichter, nestartiger Busch aus feinen Ästen
Schwierigkeitsgrad:Mittel, bei stabilen Werten eine der zugänglicheren SPS-Korallen
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht), Seriatopora spec.

Herkunft von Nadelkoralle „Gelb/Grün“ (Nachzucht) (Seriatopora spec.)

Nadelkorallen der Gattung Seriatopora gehören zur Familie Pocilloporidae und sind im tropischen Indopazifik weit verbreitet, vom Roten Meer und Ostafrika über den Indischen Ozean bis nach Australien, Japan und zu den Inseln des West- und Zentralpazifiks. Sie wachsen häufig auf Riffdächern, an oberen Riffhängen und in geschützten Lagunen und bilden dort mitunter größere, dichte Bestände. Kennzeichnend für die Gattung sind buschige Kolonien aus dünnen, oft miteinander verwachsenen Ästen, auf denen die winzigen Polypen in auffallend geraden Längsreihen angeordnet sind. Je nach Art enden die Äste spitz zulaufend oder eher stumpf. In der Natur sind die Kolonien meist braun oder cremefarben und zeigen häufig zusätzlich violette, rosa, gelbliche oder hellgrüne Töne. Die Gattung umfasst mehrere Arten, die sich als kleiner Ableger kaum sicher unterscheiden lassen; dieser Artikel wird deshalb ohne Artangabe geführt. Wie alle Steinkorallen stehen Seriatopora-Arten im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Die Handelsform „Gelb/Grün“ ist eine im Aquarium vermehrte Farbform mit gelblich bis grün gefärbten Ästen; „Gelb/Grün“ ist eine Handelsbezeichnung und keine eigene Art. Dieses Tier ist eine Nachzucht: Ableger werden von Mutterkolonien abgetrennt und unter Aquarienbedingungen herangezogen, sodass sie bereits an Kunstlicht gewöhnt sind und Wildbestände geschont werden.

Haltung im Riffaquarium

Nadelkorallen gelten unter den kleinpolypigen Steinkorallen als vergleichsweise zugänglich, brauchen aber ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Wasserwerten. Schwankungen bei Karbonathärte, Calcium und Magnesium vertragen sie schlecht, denn sie bauen zügig Skelett auf und verbrauchen dabei laufend Karbonat und Calcium. Diese Werte sollten regelmäßig gemessen und etwa über die Balling-Methode oder einen Kalkreaktor ergänzt werden. Teilwasserwechsel und ein leistungsfähiger Eiweißabschäumer helfen, Nährstoffe niedrig und das Wasser klar zu halten. Die gelbgrüne Färbung kommt bei ausreichend kräftigem Licht am besten zur Geltung; bei zu wenig Licht wird das Gewebe bräunlicher, bei zu viel Licht ohne Gewöhnung kann es ausbleichen. Beim Umsetzen sollte die Koralle möglichst nicht an die Luft kommen, da Seriatopora darauf empfindlicher reagiert als viele andere Steinkorallen.

Licht, Strömung und Platzierung

Ein Platz im mittleren bis oberen Bereich des Riffaufbaus auf einem freiliegenden Felsvorsprung ist ideal. Die Strömung sollte mittel bis kräftig, wechselnd und eher turbulent sein, damit sich zwischen den feinen Ästen kein Mulm absetzt; ein Pumpenauslass direkt auf die Koralle ist zu vermeiden. Den Ableger zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen und über einige Tage bis wenige Wochen schrittweise an die volle Lichtstärke heranführen. Da Nadelkorallen vor allem nach oben und zur Seite, kaum aber nach unten wachsen, bleibt die Basis klein. Deshalb nur wenig Korallenkleber verwenden und den Sockel sparsam, aber sicher befestigen.

Wasserwerte und Spurenelemente

Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,024 bis 1,026 bei 25 °C (etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine möglichst gleichbleibende Karbonathärte von 7 bis 9 °dH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l liegen, Magnesium bei etwa 1200 bis 1350 mg/l. Nitrat unter 5 mg/l und Phosphat unter 0,1 mg/l haben sich bewährt; ganz ohne messbare Nährstoffe verlieren die Ableger jedoch leicht an Farbe. Die Temperatur liegt am besten zwischen 24 und 27 °C. Entscheidend ist, dass sich die Werte nicht sprunghaft verändern.

Ernährung und Fütterung

Nadelkorallen decken ihren Energiebedarf überwiegend über die Stoffwechselprodukte ihrer Zooxanthellen und damit über das Licht. Ergänzend nehmen die Polypen, die sich vor allem nachts öffnen, feine Nahrung wie Phytoplankton, Rotatorien, Copepoden-Nauplien oder Staubfutter für SPS-Korallen auf. Eine sparsame Gabe ein- bis zweimal pro Woche bei gedrosselter Strömung genügt; die Nährstoffwerte sollten dabei im Blick bleiben.

Wachstum und Vermehrung

Unter passenden Bedingungen wachsen Nadelkorallen für Steinkorallen zügig. Aus dem Ableger entsteht nach und nach ein dichter, verzweigter Busch aus dünnen Ästen, der an ein Vogelnest erinnert. Im Aquarium erreichen Kolonien etwa 30 Zentimeter Durchmesser, in der Natur können Bestände noch deutlich größer werden. Die feinen Äste sind zerbrechlich, lassen sich aber gut abtrennen und als neue Ableger heranziehen.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Nadelkorallen sind friedlich und besitzen kaum Abwehr gegen andere Korallen. Großpolypige Steinkorallen mit langen Nesselfäden, stark nesselnde Arten und wuchsfreudige Weichkorallen sollten deshalb mit deutlichem Abstand stehen; auch zu anderen kleinpolypigen Steinkorallen einige Zentimeter Platz lassen, da der Busch schnell in die Breite wächst. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken sind passende Mitbewohner, korallenfressende Fische wie viele Falterfische dagegen nicht. Neue Ableger vor dem Einsetzen auf Schädlinge prüfen und bei Bedarf dippen.

Eingewöhnung

Den geschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß geben und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen (Tropfmethode), bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Die Koralle anschließend ohne Transportwasser und möglichst ohne Luftkontakt einsetzen, anfangs schattiger platzieren und das Licht schrittweise steigern.

Lieferung

Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise kleinen Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe. Als gewachsenes Lebewesen kann der Ableger in Astzahl, Wuchsform und im Verhältnis von Gelb und Grün vom Beispielbild abweichen; die Färbung kann sich nach dem Umsetzen je nach Licht und Nährstoffen in den ersten Wochen etwas verändern.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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