Montipora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Montipora danae, Größe S–M
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Montipora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Montipora danae, Größe S–M
| Deutscher Name: | Montipora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Montipora danae |
| Synonyme: | Danae-Montipora, Kleinpolypige Steinkoralle, Neongrüne Montipora, Danas Montipora |
| Herkunft: | Indopazifik und Rotes Meer, Lagunen und obere Riffhänge; hier als Nachzucht-Ableger |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), krustig bis plattig, Oberfläche mit Höckern und Graten, mit Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Kräftig, etwa 200 bis 350 PAR, langsam steigern |
| Strömung: | Mittel bis kräftig, wechselnd und turbulent, nicht direkt anströmen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,025–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1350 mg/l, NO3 2–10 mg/l, PO4 0,02–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittleres bis oberes Riffdrittel, mit Abstand zu nesselnden Nachbarn |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Plankton oder Staubfutter |
| Wachstum: | Mittelschnell, überzieht Gestein und bildet flache Platten |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, für eingefahrene Riffbecken mit stabilen Werten |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Montipora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht) (Montipora danae)
Montipora danae gehört zur Familie Acroporidae und wurde 1851 von Milne Edwards und Haime beschrieben; der Artname ehrt den amerikanischen Naturforscher James Dwight Dana. Die Art ist weit im Indopazifik verbreitet und kommt vom Roten Meer über den Indischen Ozean und Südostasien bis nach Australien, Japan und zu den pazifischen Inseln vor. Sie besiedelt Lagunen und obere Riffhänge in etwa sechs bis vierzig Metern Tiefe. Dort wächst sie als Kruste über das Gestein und schiebt mit der Zeit flache, oft leicht gewellte Platten nach außen. Kennzeichnend sind die kräftigen Höcker zwischen den winzigen Polypen, die zu Graten und kleinen Kämmen verschmelzen und der Oberfläche eine lebhafte Struktur geben. Natürliche Kolonien sind meist bräunlich gefärbt; leuchtende Farbformen stammen meist aus der Aquarienvermehrung. Wie alle Steinkorallen ist die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet. Der Handelsname „Neongrün“ beschreibt die leuchtend grüne Färbung von Gewebe und Polypen, die unter blaulastigem Riffaquarienlicht besonders intensiv wirkt. Dieses Tier ist eine Nachzucht: Der Ableger wurde von einer Mutterkolonie im Aquarium abgetrennt und ist an Kunstlicht und Riffbeckenbedingungen bereits gewöhnt.
Haltung im Riffaquarium
Die neongrüne Danae-Montipora ist eine gut machbare, aber nicht anspruchslose SPS-Koralle für ein eingefahrenes Riffbecken. Wichtig sind stabile Werte für Karbonathärte, Calcium und Magnesium, die über Balling-Methode, Kalkreaktor oder regelmäßige Ergänzung gehalten werden, sowie niedrige, aber messbare Nährstoffe. Zu hohe Nitrat- und Phosphatwerte lassen das Grün schnell ins Bräunliche kippen, zu stark abgesenkte Werte machen das Gewebe blass und empfindlich. Regelmäßige Teilwasserwechsel und klares Wasser, etwa mit Aktivkohle, unterstützen die leuchtende Färbung.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein heller Platz im mittleren bis oberen Bereich des Riffaufbaus mit lebhafter, wechselnder Strömung ist ideal; der Pumpenstrahl sollte die Koralle nicht direkt treffen. Den Ableger anfangs etwas schattiger setzen und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern. Den Sockel fest mit Korallenkleber fixieren, gern so, dass die Kruste später auf freies Gestein übergehen kann. Weil sich die Platten seitlich ausbreiten, einige Zentimeter Abstand zu anderen SPS-Korallen und deutlich mehr zu LPS-Korallen mit langen Nesselfäden einplanen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Bewährt haben sich eine Dichte von 1,025 bis 1,026 bei 25 °C, was etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt entspricht, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7 bis 9 °dKH, die vor allem gleichmäßig gehalten werden sollte. Calcium liegt idealerweise bei 400 bis 450 mg/l, Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l. Nitrat um 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,08 mg/l sind ein guter Bereich: Völlig nährstofffreies Wasser lässt das Gewebe verblassen, zu viel Nährstoff färbt die Koralle braun. Die Temperatur sollte zwischen 24 und 27 °C liegen; längere Phasen über 30 °C führen zum Ausbleichen.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie bezieht die Koralle über die symbiotischen Zooxanthellen aus dem Licht. Zusätzlich fangen die Polypen feines Plankton. Staubfutter für Riffkorallen, Phytoplankton oder Aminosäuren ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Mengen können Wachstum und Farbe fördern, besonders in sehr nährstoffarmen Becken. Sparsam dosieren, damit Nitrat und Phosphat stabil bleiben.
Wachstum und Vermehrung
Im Aquarium wächst Montipora danae mittelschnell. Der Ableger überzieht zunächst den Sockel als Kruste und schiebt danach flache Platten nach außen, die mit der Zeit darunterliegende Korallen beschatten können. Die Ausbreitungsrichtung sollte deshalb schon beim Einsetzen bedacht werden. Randstücke lassen sich gut abtrennen, um die Größe zu steuern oder neue Ableger zu gewinnen.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Koralle ist friedlich und kann sich gegen nesselnde Nachbarn kaum wehren; großpolypige Steinkorallen mit Nesselfäden und manche Weichkorallen schädigen sie bei Kontakt. Riffgeeignete Fische, Garnelen und Schnecken sind passende Mitbewohner, korallenfressende Arten wie viele Falterfische nicht. Neue Ableger auf Montipora-fressende Nacktschnecken und deren Gelege kontrollieren.
Eingewöhnung
Den Versandbeutel zuerst etwa 15 bis 20 Minuten verschlossen im Aquarienwasser treiben lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß setzen und über 30 bis 60 Minuten tropfenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Ein Korallendip vor dem Einsetzen hilft, eingeschleppte Schädlinge zu entdecken. Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, zunächst etwas schattiger platzieren und die Lichtmenge über zwei bis drei Wochen schrittweise erhöhen.
Lieferung
Geliefert wird eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise kleinen Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse und beschreibt einen kleinen bis mittelgroßen Ableger; sie ist bewusst keine feste Zentimeterangabe. Als natürlich gewachsenes Tier kann der Ableger in Form und Farbton vom Beispielbild abweichen; das Grün kann sich nach dem Umsetzen in den ersten Wochen je nach Licht und Nährstoffen etwas verändern.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.