Montipora-Steinkoralle „Grün/Lila“ (Nachzucht), Montipora peltiformis, Größe S–M
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Montipora-Steinkoralle „Grün/Lila“ (Nachzucht), Montipora peltiformis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Montipora-Steinkoralle „Grün/Lila“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Montipora peltiformis |
| Synonyme: | Grün-lila Montipora, Velvet Coral, Peltiformis Montipora, Kleinpolypige Steinkoralle |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer und Indischen Ozean bis Hawaii; Riffhänge von 0 bis 50 m; hier Nachzucht |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS) mit Zooxanthellen, submassiv oder plattig mit knotigen Auswüchsen |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch, etwa 150 bis 300 PAR, langsam steigern |
| Strömung: | Kräftig und wechselnd, turbulent, nicht direkt anströmen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,024–1,026 (34–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–8,5 °dKH, Ca 400–440 mg/l, Mg 1200–1350 mg/l, NO3 1–5 mg/l, PO4 0,01–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittleres bis oberes Riffdrittel auf frei liegendem Gestein |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Staubfutter |
| Wachstum: | Mittel, flache Platten oder Polster, teils mit knotigen Erhebungen |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll, braucht stabile Werte |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Montipora-Steinkoralle „Grün/Lila“ (Nachzucht) (Montipora peltiformis)
Montipora peltiformis wurde 1897 von Henry Bernard beschrieben; der Artname bedeutet schildförmig und spielt auf die flachen Platten an, die die Koralle häufig bildet. Die Art gehört zur Familie Acroporidae und ist im Indopazifik weit verbreitet, vom Roten Meer über den Indischen Ozean mit Malediven, Seychellen und Madagaskar sowie Südostasien und Australien bis nach Japan, Hawaii und zu zahlreichen Pazifikinseln. Sie lebt auf flachen bis mittleren Riffhängen auf felsigem Untergrund und ist bis in etwa 50 Meter Tiefe nachgewiesen. Die Kolonien wachsen submassiv oder als flache Platten, mit oder ohne knotige Auswüchse. Auf den flachen Partien liegen die winzigen Korallite eingesenkt, auf den Erhebungen ragen sie hervor und sind von kleinen Papillen umgeben. Ein früher verwendeter Name ist Montipora reniformis. Die Art steht in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und wird auf der Roten Liste der IUCN seit 2023 als stark gefährdet geführt. Die Handelsform „Grün/Lila“ beschreibt eine zweifarbige Farbform aus grünen und violetten Anteilen. Der Ableger ist eine Nachzucht und daher bereits an das Leben im Aquarium gewöhnt.
Haltung im Riffaquarium
Diese Montipora ist eine Koralle für Riffaquarianer, die bereits erste kleinpolypige Steinkorallen erfolgreich pflegen. Sie braucht ein eingefahrenes Becken mit stabiler Karbonathärte, gleichmäßigem Calcium- und Magnesiumgehalt und klarem Wasser. Ein zweifarbiges Gewebe aus Grün und Lila bleibt am schönsten erhalten, wenn Licht und Nährstoffe ausgewogen sind: Zu viele Nährstoffe lassen die Farben zu Braun verblassen, ein dauerhaft zu niedriger Nährstoffgehalt kann das Gewebe ausbleichen. Regelmäßige Wasserwechsel und Spurenelemente unterstützen die Farbintensität.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein heller Platz im mittleren bis oberen Riffdrittel auf frei liegendem Gestein ist ideal. Wächst der Ableger plattig, sollte er waagerecht oder leicht schräg liegen, damit die gesamte Oberfläche Licht erhält. Kräftige, wechselnde Strömung verhindert Ablagerungen, darf aber nicht direkt auf die Koralle zielen. Zu Beginn etwas schattiger setzen und die Lichtmenge über zwei bis drei Wochen steigern.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,024 bis 1,026 (etwa 34 bis 35 Promille), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine konstante Karbonathärte von 7 bis 8,5 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 440 mg/l, Magnesium bei 1200 bis 1350 mg/l liegen. Nitrat um 1 bis 5 mg/l und Phosphat um 0,01 bis 0,08 mg/l haben sich bewährt. Die Temperatur liegt am besten zwischen 24 und 27 °C.
Ernährung und Fütterung
Den Großteil ihrer Energie gewinnt die Koralle über die Photosynthese ihrer Zooxanthellen. Ergänzend nehmen die Polypen Plankton und gelöste Nährstoffe auf. Feines Staubfutter, Rotatorien oder Phytoplankton ein- bis zweimal pro Woche bei gedrosselter Strömung sind eine sinnvolle Ergänzung.
Wachstum und Vermehrung
Montipora peltiformis wächst mittelschnell. Je nach Licht und Strömung entstehen flache Platten oder kompakte Polster, auf denen sich mit der Zeit knotige Erhebungen bilden können. In der Natur erreichen Kolonien etwa 25 Zentimeter und mehr. Teilstücke lassen sich gut abtrennen und als neue Ableger heranziehen.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Koralle ist friedlich und nesselt kaum. Gegenüber großpolypigen Steinkorallen mit Fegetentakeln und wuchernden Weichkorallen ist sie unterlegen, daher ausreichend Abstand halten; ausladende Platten können zudem darunterliegende Korallen beschatten. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken passen gut, korallenfressende Falterfische nicht. Neue Ableger auf Montipora fressende Nacktschnecken und deren Gelege kontrollieren.
Eingewöhnung
Lassen Sie den geschlossenen Beutel etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß setzen und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind (Tropfmethode). Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, zunächst etwas schattiger platzieren und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern.
Lieferung
Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe, da jeder Ableger individuell gewachsen ist. Die Farbform „Grün/Lila“ ist die Handelsbezeichnung des Lieferanten. Anteil und Verteilung von Grün und Lila sind bei jedem Ableger etwas anders und können sich je nach Licht in den ersten Wochen verändern; Form und Farbton können vom Beispielbild abweichen.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.