Montipora-Steinkoralle „Green Sky“ (Nachzucht), Montipora hirsuta, Größe S–M
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Montipora-Steinkoralle „Green Sky“ (Nachzucht), Montipora hirsuta, Größe S–M
| Deutscher Name: | Montipora-Steinkoralle „Green Sky“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Montipora hirsuta |
| Synonyme: | Green Sky Montipora, Hirsuta Montipora, Green Hirsuta, Ästige Montipora, Kleinpolypige Steinkoralle |
| Herkunft: | West- und Zentralpazifik, Typusfundorte auf den Philippinen; flache Riffe bis etwa 15 m; hier Nachzucht |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS) mit Zooxanthellen, offen verzweigt mit dünnen, sich verbreiternden Ästen |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch, etwa 150 bis 250 PAR; verträgt auch etwas weniger Licht |
| Strömung: | Mittel bis kräftig, wechselnd |
| Wasserwerte: | Dichte 1,024–1,026 (34–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–8,5 °dKH, Ca 400–440 mg/l, Mg 1200–1350 mg/l, NO3 2–10 mg/l, PO4 0,02–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittlerer Riffbereich, frei stehend mit Platz für die Äste |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, gelegentlich feines SPS-Futter |
| Wachstum: | Mittel bis zügig, dichter Busch aus dünnen, verdrehten Ästen |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, robust, aber bruchempfindlich |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Montipora-Steinkoralle „Green Sky“ (Nachzucht) (Montipora hirsuta)
Montipora hirsuta wurde 1967 von dem philippinischen Korallenforscher Francisco Nemenzo beschrieben; die Typusexemplare stammen von den Hundred Islands in Pangasinan und von Cebu. Die Art gehört zur Familie Acroporidae und ist im West- und Zentralpazifik verbreitet, wo sie flache Riffbereiche mit klarem Wasser bis in etwa 15 Meter Tiefe besiedelt. Anders als viele krustige oder plattige Montipora wächst sie offen verzweigt: Aus einem dichten Büschel entspringen schlanke, oft etwas verdrehte Äste, die sich nach oben fächerartig verbreitern und mit abgeflachten, lamellenartigen Spitzen enden. Die Oberfläche ist knotig und vor allem im oberen Bereich mit Papillen unterschiedlicher Größe besetzt, was der Art ihren Namen gab, denn hirsuta bedeutet so viel wie struppig oder behaart. Ihre Einordnung ist nicht abschließend geklärt; teils wird sie mit einer nahe verwandten Art zusammengefasst. Wie alle Steinkorallen steht sie in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. „Green Sky“ ist ein Handelsname für eine grün gefärbte Linie dieser Koralle und keine eigene Art. Der Ableger ist eine Nachzucht aus Aquarienhaltung und daher bereits an Kunstlicht und Riffaquarium gewöhnt.
Haltung im Riffaquarium
Im Riffaquarium gilt diese ästige Montipora als vergleichsweise robust und schnellwüchsig, sofern die Grundlagen stimmen. Calcium, Karbonathärte und Magnesium sollten stabil gehalten und regelmäßig kontrolliert werden. Aus der Praxis wird berichtet, dass verwandte ästige Formen auch mit etwas weniger Licht zurechtkommen und ihre Farben bei nicht zu niedrigen Nährstoffen besonders kräftig zeigen; extrem nährstoffarmes Wasser ist daher nicht ideal. Die dünnen Äste sind spröde und brechen leicht, deshalb die Koralle möglichst nicht aus dem Wasser heben und vorsichtig handhaben.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein Platz im mittleren Riffbereich auf frei liegendem Gestein ist gut geeignet. Lassen Sie rundum ausreichend Raum, damit sich der Busch ungehindert nach allen Seiten entwickeln kann und die Strömung auch zwischen die Äste gelangt. Die Wasserbewegung sollte mittel bis kräftig und wechselnd sein, damit sich kein Mulm absetzt. Zu Beginn eher schattiger setzen und das Licht über zwei bis drei Wochen steigern.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden eine Dichte von 1,024 bis 1,026 (etwa 34 bis 35 Promille), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine stabile Karbonathärte von 7 bis 8,5 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 440 mg/l, Magnesium bei 1200 bis 1350 mg/l liegen. Nitrat um 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,08 mg/l fördern eine satte Färbung. Die Temperatur liegt am besten bei 24 bis 27 °C.
Ernährung und Fütterung
Die Energie stammt überwiegend aus der Photosynthese der Zooxanthellen. Ergänzend nehmen die Polypen Plankton und gelöste organische Stoffe auf. Feines Staubfutter, Rotatorien oder Phytoplankton ein- bis zweimal pro Woche sind möglich, aber nicht zwingend nötig, solange Licht und Nährstoffe stimmen.
Wachstum und Vermehrung
Unter guten Bedingungen wächst die Koralle mittelschnell bis zügig. Aus dem Ableger entstehen dünne, unregelmäßige Äste, die sich mit dem Alter an den Spitzen abflachen und verbreitern, sodass ein dichter, buschiger Stock heranwächst. Abgebrochene Astspitzen lassen sich leicht als neue Ableger weiterziehen.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Koralle ist friedlich und nesselt kaum, wird aber selbst leicht von stark nesselnden Korallen oder wuchernden Weichkorallen bedrängt; halten Sie Abstand. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken passen gut. Korallenfressende Falterfische sind ungeeignet. Kontrollieren Sie neue Ableger auf Montipora fressende Nacktschnecken und deren Gelege.
Eingewöhnung
Lassen Sie den geschlossenen Beutel etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß setzen und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind (Tropfmethode). Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, zunächst etwas schattiger platzieren und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern.
Lieferung
Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe, da jeder Ableger individuell gewachsen ist. Die Farbform „Green Sky“ ist die Handelsbezeichnung des Lieferanten. Der Grünton kann sich je nach Beleuchtung und Nährstofflage in den ersten Wochen etwas verändern; Astzahl und Form können vom Beispielbild abweichen.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.