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Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht), Montipora spec., Größe S–M

Zweifarbige Linie

Rote bis orange Grundfarbe mit leuchtend grünen Farbinseln

Echte Aquarien-Nachzucht

Ableger aus Zucht, bereits an Kunstlicht und Riffbecken gewöhnt

Plattig bis spiralig

Bildet mit der Zeit Platten in Etagen, Wirbeln oder Spiralen

Kaum nesselnd

Friedliche SPS, braucht aber Abstand zu nesselstarken Korallen

Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht), Montipora spec., Größe S–M


Auf einen Blick: Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht), Montipora spec.
Deutscher Name:Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Montipora spec.
Synonyme:Grafted Montipora, Grafted Monti, Montipora grafted, Zweifarbige Montipora, Kleinpolypige Steinkoralle
Herkunft:Gattung aus dem Indopazifik und Roten Meer; dieses Tier ist eine Aquarien-Nachzucht
Korallengruppe:Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), plattig bis krustig, mit Zooxanthellen
Lichtbedarf:Mittel bis hoch, etwa 150 bis 300 PAR, langsam steigern
Strömung:Mittel bis kräftig, wechselnd und breit verteilt
Wasserwerte:Dichte 1,025–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9,5 °dH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1.250–1.350 mg/l, Nitrat 2–10 mg/l, Phosphat 0,02–0,08 mg/l
Temperatur:24–27 °C
Platzierung:Mittleres bis oberes Riffdrittel auf frei liegendem Gestein
Ernährung:Überwiegend Photosynthese, gelegentlich feines SPS-Futter
Wachstum:Zügig, bildet Platten in Etagen, Wirbeln oder Spiralen
Schwierigkeitsgrad:Mittel, für Pfleger mit etwas SPS-Erfahrung
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht), Montipora spec.

Herkunft von Montipora-Steinkoralle „Grafted“ (Nachzucht) (Montipora spec.)

Montipora ist eine Gattung kleinpolypiger Steinkorallen aus der Familie Acroporidae, zu der auch Acropora und Anacropora gehören. Beschrieben wurde sie 1830 von Henri de Blainville, heute zählen rund 85 Arten dazu. Die Gattung besiedelt Riffe und Lagunen im Roten Meer, im westlichen Indischen Ozean und im Pazifik, im Atlantik kommt sie dagegen nicht vor. Montipora haben die kleinsten Kelche aller Steinkorallen, das poröse Gewebe dazwischen bildet je nach Art Warzen, Leisten oder Grübchen. Eine einzige Kolonie kann krustig, plattig, blattartig oder verzweigt wachsen. „Grafted“ ist ein englischer Handelsname und bedeutet so viel wie „aufgepfropft“: Gemeint sind Montipora-Linien, die zwei Farben in einem Tier vereinen. Bekannt sind vor allem plattige Formen, deren rote bis orangefarbene Grundfarbe von leuchtend grünen Partien durchsetzt ist. Wie dieser Farbtausch genau zustande kommt, ob durch verschmolzenes Gewebe gleichfarbig verwandter Ableger oder durch übertragene Farbpigmente, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine bestimmte Art lässt sich dem Handelsnamen nicht sicher zuordnen, deshalb wird die Koralle hier auf Gattungsebene geführt. Bei diesem Tier handelt es sich um eine Nachzucht, die bereits an Kunstlicht und Riffaquarium gewöhnt ist. Wie alle Steinkorallen ist Montipora im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Haltung im Riffaquarium

Montipora gehören zu den eher dankbaren kleinpolypigen Steinkorallen, brauchen aber ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Werten. Karbonathärte, Calcium und Magnesium sollten regelmäßig gemessen und gleichmäßig ergänzt werden, etwa mit der Balling-Methode oder einem Kalkreaktor; plötzliche Korrekturen nimmt die Koralle übler als leicht abweichende, aber konstante Werte. Die Zweifarbigkeit kommt unter kräftigem Licht mit hohem Blauanteil am besten zur Geltung. Wie stark die grünen Partien ausfallen, unterscheidet sich von Ableger zu Ableger und kann sich beim Weiterwachsen verschieben. Wird die Koralle blass, ist das Licht oft zu stark; färbt sie sich bräunlich, ist es meist zu schwach oder die Nährstoffe sind zu hoch. Auf den Platten darf sich kein Mulm absetzen, da darunter schnell Gewebe abstirbt.

Licht, Strömung und Platzierung

Ein frei liegender Platz im mittleren bis oberen Riffbereich ist ideal, gern an einer Kante, über die die Platten später hinauswachsen können. Nah am Licht entstehen eher flache Platten, etwas tiefer eher hochgezogene, kelchartige Formen. Die Strömung darf kräftig sein, sollte aber breit verteilt statt als einzelner harter Strahl auf die Koralle treffen. Den Sockel mit Korallenkleber oder Epoxidmasse fest fixieren. Ringsum Platz lassen, da die Platten mit der Zeit benachbarte Korallen beschatten.

Wasserwerte und Spurenelemente

Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,025 bis 1,026 (rund 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine möglichst konstante Karbonathärte von 7 bis 9,5 °dH. Calcium sollte zwischen 400 und 450 mg/l liegen, Magnesium zwischen 1.250 und 1.350 mg/l, die Temperatur am besten zwischen 24 und 27 °C. Nitrat im Bereich von etwa 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,08 mg/l sind ein guter Rahmen; völlig nährstofffreies Wasser lässt die Farben eher verblassen, dauerhaft zu hohe Werte führen zu bräunlichem Gewebe und fördern Algen. Da die Koralle beim Skelettaufbau laufend Calcium, Karbonat und Magnesium verbraucht, steigt der Bedarf mit der Koloniegröße.

Ernährung und Fütterung

Den größten Teil ihres Energiebedarfs deckt die Koralle über die Zooxanthellen, winzige Algen in ihrem Gewebe, die das Licht für die Photosynthese nutzen. Bei Montipora werden diese Symbiosealgen sogar schon über die Eier an die nächste Generation weitergegeben. Eine gezielte Fütterung ist nicht nötig. Gelegentlich gereichtes feines Staubfutter für SPS-Korallen, Phytoplankton oder Aminosäuren kann vor allem in fischarmen Becken Wachstum und Färbung unterstützen, sollte aber sparsam dosiert werden.

Wachstum und Vermehrung

Plattige Montipora wachsen im Aquarium zügig. Aus dem Ableger entstehen zunächst ein krustiger Fuß und dann flache Platten, die sich in Etagen, Wirbeln oder Spiralen übereinanderschieben können. Stärkere Strömung fördert eher verschlungene, gedrehte Formen, schwächere Strömung eher glatte, flache Platten. Die Koralle lässt sich gut teilen; damit die Zweifarbigkeit erhalten bleibt, sollten Ableger Anteile beider Farben enthalten.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Montipora besitzen sehr kleine Polypen und nesseln kaum. Sie werden aber selbst leicht von großpolypigen Steinkorallen mit langen Nesselfäden, von manchen Weichkorallen und von Glasrosen geschädigt, deshalb ist zu solchen Nachbarn deutlicher Abstand nötig. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken sind gute Mitbewohner; Fische, die an Steinkorallen zupfen, etwa viele Falterfische, eignen sich nicht. Neue Ableger sollten vor dem Einsetzen auf Montipora-fressende Nacktschnecken und deren Gelege kontrolliert und gegebenenfalls gedippt werden; ein typisches erstes Anzeichen sind über Nacht entstehende weiße, freiliegende Skelettstellen.

Eingewöhnung

Den verschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß geben und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind (Tropfmethode). Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen und zunächst im mittleren, etwas schattigeren Bereich platzieren. Über zwei bis drei Wochen wird sie dann schrittweise höher gesetzt oder das Licht langsam gesteigert. Auch die Strömung sollte anfangs nicht direkt auf den frisch gesetzten Ableger gerichtet sein.

Lieferung

Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise kleinen Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe. Als natürlich gewachsenes Lebewesen weicht jeder Ableger in Form und Farbverteilung etwas vom Beispielbild ab. Gerade bei einer Grafted-Linie ist die Verteilung von roten und grünen Partien bei jedem Ableger anders; direkt nach dem Transport wirkt die Färbung oft noch etwas blasser. Die Koralle wird sorgfältig im Beutel mit Meerwasser verpackt.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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