Montipora-Steinkoralle „Beach Bum“ (Nachzucht), Montipora danae, Größe S–M
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Montipora-Steinkoralle „Beach Bum“ (Nachzucht), Montipora danae, Größe S–M
| Deutscher Name: | Montipora-Steinkoralle „Beach Bum“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Montipora danae |
| Synonyme: | Beach Bum Montipora, JF Beach Bum Monti, Kleinpolypige Steinkoralle, Krustige Montipora |
| Herkunft: | Indopazifik und Rotes Meer, Lagunen und Riffhänge; hier als Nachzucht-Ableger |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), krustig bis plattig mit warzigen Erhebungen, mit Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch, etwa 200 bis 350 PAR, langsam steigern |
| Strömung: | Mittel bis kräftig, wechselnd und turbulent |
| Wasserwerte: | Dichte 1,025–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dH, Ca 420–450 mg/l, Mg 1250–1400 mg/l, NO3 2–10 mg/l, PO4 0,03–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittleres bis oberes Riffdrittel, mit Abstand zu stark nesselnden Korallen |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Zooplankton und Aminosäuren |
| Wachstum: | Mittel, breitet sich krustig und in dünnen Platten aus |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, setzt ein stabiles Riffbecken voraus |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Montipora-Steinkoralle „Beach Bum“ (Nachzucht) (Montipora danae)
Montipora danae ist eine kleinpolypige Steinkoralle aus der Familie Acroporidae und nach dem amerikanischen Naturforscher James Dwight Dana benannt. Die Art ist im Indopazifik und im Roten Meer verbreitet, unter anderem in Ägypten, auf den Malediven, in Indonesien und in Australien. Sie besiedelt Lagunen und Riffhänge in etwa sechs bis vierzig Metern Tiefe und wächst dort krustig bis plattig über das Gestein. Typisch für die Art sind warzenartige Erhebungen zwischen den winzigen Polypen, die der Oberfläche eine lebhafte, unregelmäßige Struktur geben. In der Natur werden Kolonien etwa 25 Zentimeter groß, können aber auch größere Flächen überziehen. Wie alle Steinkorallen steht Montipora danae im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, und die natürlichen Bestände gelten als stark gefährdet. „Beach Bum“ ist ein Handelsname für eine in der Aquaristik bekannt gewordene Farblinie, die durch den Korallenvermehrer Jason Fox verbreitet wurde. Sie wird mit leuchtend goldorangefarbenem Grundgewebe und kontrastierenden neongrünen, teils bläulichen Polypen beschrieben. Die genaue Artzuordnung solcher Handelslinien ist nicht immer eindeutig; der Lieferant führt sie als Montipora danae. Dieses Tier ist eine Nachzucht: Ableger werden von Mutterkolonien abgetrennt und unter Aquarienbedingungen herangezogen. Dadurch ist die Koralle an Kunstlicht und Riffaquarium bereits gewöhnt, und Wildbestände werden geschont.
Haltung im Riffaquarium
Die Beach-Bum-Montipora ist eine anspruchsvollere, aber gut machbare SPS-Koralle für Aquarianer mit eingefahrenem Riffbecken. Entscheidend sind stabile Werte für Karbonathärte, Calcium und Magnesium, eine gleichmäßige Versorgung über Balling-Methode oder Kalkreaktor und niedrige, aber messbare Nährstoffe. Zu hohe Nitrat- und Phosphatwerte führen bei Montipora danae schnell zu Farbverlust und Braunfärbung, zu stark abgesenkte Werte machen das Gewebe blass und empfindlich. Der Kontrast zwischen goldorangem Gewebe und grünen Polypen kommt unter kräftigem Licht mit hohem Blau- und Violettanteil am besten zur Geltung. Regelmäßige Teilwasserwechsel und klares Wasser unterstützen eine stabile Färbung.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein Platz im mittleren bis oberen Bereich des Riffaufbaus mit lebhafter, wechselnder Strömung ist ideal; die Pumpe sollte nicht direkt auf die Koralle zielen. Den Ableger anfangs etwas schattiger setzen und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern. Den Sockel mit Korallenkleber fest fixieren, gern so, dass die Koralle später über frei liegendes Gestein wachsen kann. Da sich die krustigen und plattigen Partien seitlich ausbreiten, einige Zentimeter Abstand zu anderen SPS-Korallen und deutlich mehr zu LPS-Korallen mit langen Nesselfäden oder zu Weichkorallen einplanen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,025 bis 1,026 bei 25 °C (etwa 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine möglichst konstante Karbonathärte von 7 bis 9 °dH. Calcium sollte bei 420 bis 450 mg/l liegen, Magnesium bei 1250 bis 1400 mg/l. Nitrat um 2 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,03 bis 0,08 mg/l haben sich bewährt. Die Temperatur liegt am besten zwischen 24 und 27 °C.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie gewinnt die Koralle über die Zooxanthellen aus dem Licht. Zusätzlich fängt sie Plankton; feines Zooplankton oder Staubfutter für Riffkorallen ein- bis zweimal pro Woche sowie Aminosäuren können Wachstum und Farbe fördern. Sparsam dosieren und die Strömung beim Füttern kurz drosseln, damit die Nährstoffwerte stabil bleiben.
Wachstum und Vermehrung
Im Aquarium wächst die Koralle mittelschnell. Ein Ableger überzieht zunächst den Sockel und das angrenzende Gestein als Kruste und schiebt dann dünne, flache Platten nach außen. Mit zunehmender Größe kann sie benachbarte Korallen beschatten, daher sollte die Ausbreitungsrichtung bei der Platzierung bedacht werden. Durch Abtrennen von Randstücken lässt sich die Größe gut steuern.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Montipora danae ist friedlich und nesselt kaum, wird aber selbst von großpolypigen Steinkorallen mit langen Nesselfäden und von manchen Weichkorallen geschädigt. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken sind gute Mitbewohner, korallenfressende Fische wie viele Falterfische hingegen nicht. Neue Ableger vor dem Einsetzen auf Montipora-fressende Nacktschnecken und deren Gelege kontrollieren und gegebenenfalls dippen.
Eingewöhnung
Den Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß geben und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen (Tropfmethode), bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, anfangs schattiger platzieren und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern.
Lieferung
Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe. Als natürlich gewachsenes Lebewesen kann der Ableger in Form und Farbton vom Beispielbild abweichen; der Farbkontrast kann sich nach dem Umsetzen je nach Licht und Wasserwerten in den ersten Wochen etwas verändern.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.