Micromussa-Hirnkoralle „Super Green“ (Nachzucht), Micromussa lordhowensis, Größe S–M
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Micromussa-Hirnkoralle „Super Green“ (Nachzucht), Micromussa lordhowensis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Micromussa-Hirnkoralle „Super Green“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Micromussa lordhowensis |
| Synonyme: | Acan Lord, Acanthastrea, Micromussa, Lord, Grüne Acan |
| Herkunft: | Westpazifik von Malaysia bis Melanesien, Japan und New South Wales; dieses Tier stammt aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), polsterförmige Kolonie mit großen, fleischigen Polypen |
| Lichtbedarf: | Gering bis mittel; zu viel Licht verändert die Färbung |
| Strömung: | Mäßig, so dass sich kein Mulm absetzt |
| Wasserwerte: | Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 8–9,5 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1.250–1.350 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Untere bis mittlere Beckenhälfte oder auf dem Sandboden |
| Ernährung: | Zooxanthellen; zusätzlich kleines Fleischfutter wie Mysis |
| Wachstum: | Mäßig; mit Fütterung bilden sich zügiger neue Polypen |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel; robust bei stabilen Werten |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Micromussa-Hirnkoralle „Super Green“ (Nachzucht) (Micromussa lordhowensis)
Micromussa lordhowensis gehört zur Familie Lobophylliidae. Sie wurde 1982 von Veron und Pichon als Acanthastrea lordhowensis beschrieben und 2016 nach genetischen Untersuchungen in die Gattung Micromussa gestellt, weil sie mit der Typusart von Acanthastrea nicht näher verwandt ist. Der Artname bezieht sich auf die Lord-Howe-Insel, das südlichste Korallenriff im Pazifik. In der Aquaristik ist sie daher bis heute als Acan Lord bekannt. Natürlich verbreitet ist die Art im westlichen Pazifik von Malaysia bis Melanesien, nach Norden bis Japan und nach Süden bis New South Wales in Australien. Sie lebt an flachen Riffen bis etwa 30 Meter Tiefe, besonders in subtropischen Gebieten. Die Kolonien sind polsterförmig mit dicht stehenden Kelchen von bis zu etwa 15 Millimetern Durchmesser und dickem, fleischigem Gewebe. Wildtiere sind sehr variabel gefärbt, häufig rot, violett oder grün, oft mit kontrastierenden Kelchwänden. „Super Green“ bezeichnet eine kräftig grüne Farbform, die in Aquakultur vermehrt wird; dieses Tier ist eine Nachzucht. In der Roten Liste der IUCN wurde die Art 2022 als stark gefährdet eingestuft, was Nachzuchten besonders wertvoll macht. Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen steht sie in Anhang II. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Haltung im Riffaquarium
Die Micromussa-Hirnkoralle ist wegen ihrer Farben und ihrer Robustheit eine der beliebtesten großpolypigen Steinkorallen. In einem eingefahrenen Riffaquarium mit stabilen Werten ist sie gut zu pflegen. Viele Probleme entstehen durch zu viel Licht: Die Färbung kann sich dann rasch verändern, und die Koralle zieht ihr Gewebe zusammen. Gesunde Polypen wirken prall und aufgebläht. Wird mehr gefüttert, sollten Nitrat und Phosphat regelmäßig gemessen werden, denn sehr hohe Nitratwerte von etwa 30 bis 50 mg/l können zum Rückgang des Gewebes führen.
Licht, Strömung und Platzierung
Bewährt hat sich ein Platz in der unteren bis mittleren Beckenhälfte oder direkt auf dem Sandboden mit gedämpftem Licht. Die Strömung sollte gerade so stark sein, dass sich kein Mulm auf den Polypen absetzt, ohne das Gewebe zu zerren. Da die Koralle kräftig nesseln kann, sollte zu anderen Korallen ein Abstand von mindestens etwa 10 Zentimetern bleiben. Gut passt sie in ein Becken mit überwiegend großpolypigen Steinkorallen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Geeignet sind stabile Riffaquarienwerte mit einer Dichte von 1,024 bis 1,026, einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Karbonathärte von 8 bis 9,5 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1.250 bis 1.350 mg/l liegen, da die Koralle für ihr Skelett Calcium, Karbonat und Magnesium verbraucht. Die Temperatur liegt idealerweise bei 24 bis 27 °C. Leicht erhöhtes Nitrat wird toleriert, sollte aber deutlich unter 30 mg/l bleiben; etwas Phosphat ist erwünscht.
Ernährung und Fütterung
Neben der Energie ihrer Zooxanthellen nimmt die Koralle gerne Futter auf, sobald sie ihre Tentakel ausstreckt. Geeignet sind kleine Fleischbrocken wie Mysis, Krill oder eine Frostfuttermischung mit Rotatorien sowie feines LPS-Granulat. Große Stücke sind ungeeignet. Die Strömung zum Füttern kurz drosseln, damit die Polypen das Futter greifen können. Trockenfutter sparsam einsetzen, denn Überfütterung kann der Koralle schaden; hier gilt weniger ist mehr.
Wachstum und Vermehrung
Micromussa lordhowensis bildet polsterförmige Kolonien, die in der Natur bis zu zwei Meter breit werden können. Im Aquarium hängt das Wachstum stark von Fütterung und stabilen Werten ab: Mit regelmäßigem Fleischfutter bilden sich zügiger neue Polypen. Ableger lassen sich durch Teilen der Kolonie gewinnen, wobei jeder Teil einige vollständige Polypen behalten sollte.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Art kann kräftig nesseln und Nachbarkorallen in Reichweite ihrer Tentakel schädigen. Halten Sie daher ausreichend Abstand zu anderen Korallen. Mehrere Kolonien derselben Art lassen sich nebeneinander halten, sofern sie sich nicht direkt berühren. Mit den meisten riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen ist sie verträglich; Fische, die an fleischigen Korallen zupfen, sind ungeeignet.
Eingewöhnung
Nach dem Auspacken wird die Koralle im Transportwasser langsam an Temperatur und Salzgehalt des Aquariums angeglichen, etwa mit der Tropfmethode über 30 bis 45 Minuten. Danach zunächst schattig und in mäßiger Strömung setzen und die Lichtintensität über zwei bis drei Wochen vorsichtig steigern.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht der Farbform „Super Green“. Die Angabe „Größe S–M“ bezeichnet die Größenklasse kleiner bis mittlerer Ableger, wie sie bei Steinkorallen üblich ist. Polypenzahl und Farbton können von Ableger zu Ableger etwas variieren. Die Koralle wird sorgfältig im Beutel mit Meerwasser verpackt.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.