Micromussa-Hirnkoralle „Multicolor“ (Nachzucht), Micromussa amakusensis, Größe S–M
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Micromussa-Hirnkoralle „Multicolor“ (Nachzucht), Micromussa amakusensis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Micromussa-Hirnkoralle „Multicolor“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Micromussa amakusensis |
| Synonyme: | Micromussa, Micro, Kleinpolypige Acan, Multicolor Micromussa |
| Herkunft: | Westpazifik von Indonesien bis Melanesien, Japan und Queensland; dieses Tier stammt aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), polsterförmige Kolonie mit kleinen, fleischigen Polypen |
| Lichtbedarf: | Gering bis mittel, eingewöhnt auch heller |
| Strömung: | Mäßig, so dass sich kein Mulm absetzt |
| Wasserwerte: | Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 8–9,5 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1.250–1.350 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Untere bis mittlere Beckenhälfte oder auf dem Sandboden |
| Ernährung: | Zooxanthellen; gerne regelmäßig kleines Fleischfutter |
| Wachstum: | Eher langsam, mit regelmäßiger Fütterung deutlich zügiger |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel; anpassungsfähig und verzeihend |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Micromussa-Hirnkoralle „Multicolor“ (Nachzucht) (Micromussa amakusensis)
Die Micromussa-Hirnkoralle gehört zur Familie Lobophylliidae und wurde 1990 von Veron als Acanthastrea amakusensis beschrieben; heute wird sie in der Gattung Micromussa geführt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im westlichen Pazifik und reicht von Indonesien bis Melanesien, nach Norden bis Japan und nach Süden bis Queensland in Australien. Sie lebt in Tiefen bis etwa 30 Meter. Angaben zum Lebensraum nennen geschützte Riffbereiche und felsige Küsten, Beobachtungen aus Indonesien beschreiben sie aber auch an flachen, brandungsexponierten Riffen. Die Kolonie ist polsterförmig mit dicht aneinanderliegenden, kantigen Kelchen von bis zu etwa acht Millimetern Durchmesser und damit deutlich kleinpolypiger als die verwandte Micromussa lordhowensis. Das dicke, fleischige Gewebe ist meist fein gekörnt. Im Aquarium sind ziegelrote Kolonien mit hellen, blauen oder grünen Streifen auf der Mundscheibe und kontrastierenden gelben oder grünen Mündern verbreitet. „Multicolor“ bezeichnet eine mehrfarbige Farbform dieser Art, die in Aquakultur vermehrt wird; dieses Tier ist eine Nachzucht. In der Roten Liste der IUCN gilt die Art als nicht gefährdet, im Washingtoner Artenschutzübereinkommen steht sie in Anhang II. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Haltung im Riffaquarium
Die Micromussa-Hirnkoralle gilt als anpassungsfähige und verzeihende Steinkoralle für ein eingefahrenes Riffaquarium. Sie kann sich sogar selbst von Sand befreien, der auf sie gefallen ist. Wichtig sind stabile Werte und eine nicht zu üppige Beleuchtung: Zu viel Licht verändert die Färbung und kann zu Stress führen. Bei kräftiger Fütterung sollten Nitrat und Phosphat im Blick behalten werden, denn dauerhaft sehr hohe Nitratwerte von etwa 30 bis 50 mg/l können zum Rückgang des Gewebes führen.
Licht, Strömung und Platzierung
Bewährt hat sich ein Platz in der unteren bis mittleren Beckenhälfte oder direkt auf dem Sandboden, wo das Licht gedämpft ist. Die Strömung sollte so kräftig sein, dass sich kein Mulm auf den Polypen absetzt, ohne das Gewebe zu zerren. Da die Koralle stark nesseln kann, sollte sie mit ausreichendem Abstand von mindestens etwa 10 Zentimetern zu anderen Korallen gesetzt werden. Mehrere Kolonien derselben Art lassen sich auch zu einer kleinen Insel zusammenstellen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Geeignet sind stabile Riffaquarienwerte mit einer Dichte von 1,024 bis 1,026, einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Karbonathärte von 8 bis 9,5 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1.250 bis 1.350 mg/l liegen, da die Koralle für ihr Skelett Calcium, Karbonat und Magnesium verbraucht. Die Temperatur liegt idealerweise bei 24 bis 27 °C. Etwas Phosphat ist erwünscht, zu viel fördert jedoch Algen; Nitrat sollte deutlich unter 30 mg/l bleiben.
Ernährung und Fütterung
Neben der Energie ihrer Zooxanthellen nimmt die Micromussa-Hirnkoralle gern Futter auf und kann dabei auch größere Beute fangen. Mit regelmäßiger Fütterung wächst sie deutlich schneller. Geeignet sind kleines Fleischfutter wie Mysis, zerkleinerter Krill, Rotatorien oder LPS-Granulat, gezielt auf die Polypen gegeben, wenn die Tentakel ausgestreckt sind. Die Strömung dafür kurz drosseln. Trockenfutter sparsam einsetzen, denn Überfütterung belastet Koralle und Wasser.
Wachstum und Vermehrung
Die Art bildet polsterförmige Kolonien aus vielen kleinen, kantigen Polypen. Ohne Fütterung wächst sie eher langsam; bei regelmäßigem Fleischfutter bilden sich deutlich zügiger neue Polypen. Die Vermehrung durch Teilung ist möglich, verläuft aber gemächlich. Die Färbung kann sich je nach Licht verändern.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Micromussa-Hirnkorallen können kräftig nesseln und benachbarte Korallen schädigen, besonders nachts, wenn sie ihre Tentakel ausstrecken. Halten Sie deshalb ausreichend Abstand zu anderen Korallen. Gut passt die Art in ein Becken mit überwiegend großpolypigen Steinkorallen und gedämpftem Licht. Mit den meisten riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen ist sie verträglich; Fische, die an fleischigen Korallen zupfen, sind ungeeignet.
Eingewöhnung
Nach dem Auspacken wird die Koralle im Transportwasser langsam an Temperatur und Salzgehalt des Aquariums angeglichen, etwa mit der Tropfmethode über 30 bis 45 Minuten. Danach zunächst schattig und in mäßiger Strömung setzen und die Lichtintensität über zwei bis drei Wochen vorsichtig steigern.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht der Farbform „Multicolor“. Die Angabe „Größe S–M“ bezeichnet die Größenklasse kleiner bis mittlerer Ableger, wie sie bei Steinkorallen üblich ist. Polypenzahl und Farbverteilung können von Ableger zu Ableger etwas variieren. Die Koralle wird sorgfältig im Beutel mit Meerwasser verpackt.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.