Masken Falterfisch, Chaetodon semilarvatus, ca. 9,0-12,0 cm
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Masken Falterfisch, Chaetodon semilarvatus, ca. 9,0-12,0 cm
| Deutscher Name: | Masken Falterfisch |
| Wissenschaftlich: | Chaetodon semilarvatus |
| Synonyme: | Masken-Falterfisch, Goldener Falterfisch |
| Herkunft: | Rotes Meer und Golf von Aden; korallenreiche Riffe in etwa 3–20 m Tiefe. |
| Riffaquarium-tauglich: | Für Korallenbecken ungeeignet; Korallenpolypen und andere sessile Wirbellose sind gefährdet. |
| Verträglichkeit: | Ruhige Mitbewohner; Paarhaltung nur bei Verträglichkeit und sehr viel Platz. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 ‰; pH 8,1–8,3; KH 8–12 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Beckengröße: | Sehr großes, eingefahrenes Meerwasseraquarium; ab etwa 1.500 l planen. |
| Futter: | Mehrmals täglich abwechslungsreiches Frostfutter; Trockenfutterannahme prüfen. |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll; für erfahrene Meerwasseraquarianer. |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich nicht zuverlässig zu unterscheiden. |
| Zucht möglich: | Freilaicher; Aufzucht im Heimaquarium äußerst schwierig. |
| Maximale Größe: | Bis etwa 23 cm Gesamtlänge. |
| Liefergröße: | ca. 9,0-12,0 cm |
Herkunft von Masken Falterfisch (Chaetodon semilarvatus)
Der Masken Falterfisch stammt aus dem Roten Meer und dem angrenzenden Golf von Aden. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist damit deutlich enger begrenzt als das vieler anderer Falterfische. Er lebt an tropischen Korallenriffen und wird vor allem in flachen bis mäßig tiefen Bereichen zwischen ungefähr drei und zwanzig Metern beobachtet. Besonders typisch sind Riffabschnitte mit reichem Korallenbewuchs, zwischen denen die Tiere nach Nahrung suchen. Dabei sind sie häufig paarweise oder in kleineren Ansammlungen unterwegs. Auch ruhende Tiere unter überhängenden Korallenstrukturen gehören zum natürlichen Bild dieser Art. Der seitlich stark abgeflachte Körper erleichtert das Manövrieren zwischen den Riffstrukturen. Auffällig sind die kräftig gelbe Grundfarbe, die feinen senkrechten Linien und der dunkle blaugraue Fleck hinter dem Auge. Für die Einrichtung bedeutet dieser Lebensraum: Der Fisch braucht übersichtlichen Schwimmraum und gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten am Riffaufbau. Ein dicht zugestelltes Becken ersetzt keinen großzügigen Bewegungsraum. Die genannten Herkunftsangaben beschreiben das natürliche Areal der Art und keine zugesicherte Fangregion des angebotenen Tieres.
Eignung für das Riffaquarium
Diese Art ist keine verlässliche Wahl für ein Korallenriffaquarium. Korallenpolypen und weitere festsitzende Wirbellose können als Nahrung dienen. Auch bei Garnelen und empfindlichen Muscheln sollte keine Sicherheit zugesagt werden. Sinnvoller ist ein großzügiges, auf Fische ausgerichtetes Meerwasseraquarium.
Vergesellschaftung und Verhalten
Gegenüber passenden, ruhigen Fischen kann der Masken Falterfisch friedlich auftreten. Sehr durchsetzungsstarke Futterkonkurrenten erschweren die Eingewöhnung. Ein harmonierendes Paar ist möglich, doch zwei beliebig zusammengesetzte Tiere sind kein garantiertes Paar. Mehrere Tiere benötigen entsprechend mehr Platz und sorgfältige Beobachtung.
Wasserwerte und Temperatur
Als Haltungsorientierung eignen sich 24–26 °C, ein Salzgehalt von etwa 34–35 ‰, pH 8,1–8,3 und eine KH von 8–12 °dKH. Entscheidend sind gleichmäßige Bedingungen, gute Sauerstoffversorgung und nicht nachweisbares Ammoniak beziehungsweise Nitrit. Verdunstetes Wasser wird durch geeignetes salzfreies Wasser ersetzt, damit die Salinität nicht ansteigt.
Aquarium und Einrichtung
Planen Sie für diesen bis etwa 23 cm großen Falterfisch ein sehr großes, gut eingefahrenes Aquarium ab ungefähr 1.500 Litern. Das ist eine vorsichtige Planungsempfehlung, keine biologische Grenzzahl. Ein langes Becken mit freier Schwimmstrecke, gegliedertem Gesteinsaufbau und geschützten Ruheplätzen ist wesentlich. Abdeckung und leistungsfähige Filterung gehören dazu.
Futter und Futterumstellung
Bieten Sie mehrmals täglich kleine Portionen unterschiedlicher Frostfuttersorten an, beispielsweise Mysis, Artemia und geeignete marine Mischungen. Beobachten Sie die tatsächliche Aufnahme. Trockenfutter kann schrittweise ergänzt werden, darf anfangs aber nicht als sicher akzeptiert gelten. Ein Tier, das nur am Aufbau pickt, ist dadurch noch nicht ausreichend ernährt.
Eingewöhnung
Gleichen Sie zunächst die Temperatur an und prüfen Sie die Salinität von Transport- und Aquarienwasser. Anschließend kann unter Temperaturkontrolle langsam Aquarienwasser zugegeben werden, etwa mit der Tropfmethode. Setzen Sie den Fisch bei gedämpftem Licht um und geben Sie möglichst kein Transportwasser in das Aquarium.
Geschlechtsunterschiede
Eine verlässliche Geschlechtsbestimmung anhand der üblichen äußeren Merkmale ist nicht möglich. Größe oder Farbintensität allein reichen dafür nicht aus. Bei geplanter Paarhaltung sollten Verhalten und gegenseitige Duldung im Vordergrund stehen.
Zucht
Masken Falterfische geben Eier ins freie Wasser ab und bilden zur Fortpflanzung Paare. Die anschließende Larvenaufzucht stellt hohe Anforderungen und ist keine realistische Routineaufgabe im Heimaquarium. Dieses Angebot wird ohne Nachzuchtkennzeichnung geführt; eine Nachzucht wird daher nicht zugesichert.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Art erreicht eine Gesamtlänge bis etwa 23 cm; kleinere Handelsgrößen sind Jungtiere und bestimmen nicht den langfristigen Platzbedarf. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Fische |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
| Endgröße: | über 20 bis 30 cm |
| Haltungsform: | Paarhaltung |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.