Margeritenkoralle „Metallic Rot“ (Nachzucht), Goniopora minor, Größe S–M
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Margeritenkoralle „Metallic Rot“ (Nachzucht), Goniopora minor, Größe S–M
| Deutscher Name: | Margeritenkoralle „Metallic Rot“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Goniopora minor |
| Synonyme: | Blumentopfkoralle, Goniopora, Goni, Metallic Red Goniopora |
| Herkunft: | Indopazifik; dieses Tier ist eine Nachzucht aus Aquarienkultur |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS) aus der Familie Poritidae |
| Lichtbedarf: | Mäßig, etwa 75–150 PAR, schrittweise steigern |
| Strömung: | Mäßig und abwechselnd, ohne direkten Pumpenstrahl |
| Wasserwerte: | Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1.280–1.400 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Unten bis Mitte, fester Untergrund, 8–10 cm Abstand |
| Ernährung: | Licht über Zooxanthellen, dazu feines Zoo- und Staubfutter |
| Wachstum: | Langsam bis mäßig, halbkugelige bis krustige Kolonien |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll, für erfahrene Riffaquarianer |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Margeritenkoralle „Metallic Rot“ (Nachzucht) (Goniopora minor)
Goniopora minor ist eine Margeritenkoralle aus dem Indopazifik. Die Gattung Goniopora kommt vom Roten Meer und Ostafrika über den Indischen Ozean und Südostasien bis zum Great Barrier Reef und zu den Inseln des westlichen Pazifiks vor. In der Natur wächst Goniopora minor vor allem in geschützten, flachen Riffzonen und Lagunen, häufig in wenigen Metern Tiefe und oft in etwas trüberem Wasser. Die Kolonien sind halbkugelig bis krustenförmig und werden von langen, blumenähnlichen Polypen mit je 24 Tentakeln bedeckt. Wildfarben sind meist braun oder grün, häufig mit abgesetzt gefärbter Mundscheibe und hellen Tentakelspitzen. Die Handelsform „Metallic Rot“ fällt dagegen durch ein intensives, metallisch schimmerndes Rot der Polypen auf. Rote Margeritenkorallen sind im Handel vergleichsweise selten. Dieses Tier stammt aus Nachzucht in Aquarienkultur, ist dadurch an Riffbecken gewöhnt und entlastet die natürlichen Bestände. Wie alle Steinkorallen ist auch diese Art in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgeführt.
Haltung im Riffaquarium
Die Margeritenkoralle „Metallic Rot“ fühlt sich in einem gut eingefahrenen Riffaquarium mit sehr stabilen Werten am wohlsten. Plötzliche Änderungen bei KH, Temperatur oder Salzgehalt führen schnell dazu, dass die Polypen eingezogen bleiben. Regelmäßige kleine Wasserwechsel und eine gleichmäßige Versorgung mit Calcium, KH und Magnesium sind deshalb die Grundlage. Ein Überschuss an Nährstoffen kann die rote Farbe verblassen lassen, daher sparsam füttern und Nitrat sowie Phosphat im Blick behalten. Gut geht es der Koralle, wenn die Polypen tagsüber voll ausgestreckt sind und gleichmäßig wehen. Sie eignet sich für Riffaquarianer, die bereits sicher mit großpolypigen Steinkorallen umgehen.
Licht, Strömung und Platzierung
Platziere die Koralle im unteren bis mittleren Beckenbereich auf einem festen, stabilen Untergrund. Die langen Polypen brauchen freien Raum und sollten weder Gestein noch Nachbarkorallen dauerhaft berühren, ein Abstand von 8 bis 10 Zentimetern hat sich bewährt. Beim Licht genügt eine mäßige Intensität von etwa 75 bis 150 PAR. Beginne mit einem eher schattigeren Platz und steigere die Helligkeit über einige Wochen, solange die Polypen gut öffnen. Die Strömung sollte mäßig und abwechselnd sein, damit die Polypen sanft schwingen und sich kein Schmutz absetzt. Ein direkter Pumpenstrahl lässt die Koralle dagegen geschlossen bleiben.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,024 bis 1,026 (rund 35 ‰ Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7 bis 9 °dKH. Calcium sollte zwischen 400 und 450 mg/l liegen, Magnesium zwischen 1.280 und 1.400 mg/l. Die Temperatur hältst du am besten bei 24 bis 27 °C. Nitrat um 5 bis 15 mg/l und Phosphat um 0,025 bis 0,05 mg/l sind ein guter Rahmen, beide Werte sollten messbar bleiben. Viel wichtiger als einzelne Zahlen ist die Stabilität aller Werte über Wochen und Monate.
Ernährung und Fütterung
Die Zooxanthellen im Gewebe liefern aus dem Licht einen Grundteil der Energie. Für gutes Wachstum und eine kräftige Farbe solltest du zusätzlich gezielt füttern. Gut angenommen werden feines Zooplankton, Hummereier, frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und feines Korallenstaubfutter. Zwei bis drei Fütterungen pro Woche am Abend, wenn die Polypen voll geöffnet sind, haben sich bewährt. Gib das Futter mit einer Pipette vorsichtig in die Nähe der Polypen und schalte die Strömung dafür kurz herunter. Halte die Mengen klein, damit die Nährstoffwerte nicht ansteigen.
Wachstum und Vermehrung
Goniopora minor wächst langsam bis mäßig. Aus dem Ableger entwickelt sich nach und nach eine halbkugelige bis krustenförmige Kolonie, die von den langen Polypen fast vollständig bedeckt wird. In der Natur erreichen Kolonien etwa 10 bis 20 Zentimeter. Die Teilung kräftiger Kolonien ist möglich, sollte aber vorsichtig erfolgen. Wie intensiv das metallische Rot erscheint, hängt auch vom Lichtspektrum und von der Nährstofflage ab. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Polypen nesseln und können Nachbarkorallen reizen, bei manchen Margeritenkorallen bilden sich zusätzlich verlängerte Tentakel. Auch unterschiedliche Goniopora sollten sich gegenseitig nicht berühren. Vermeide die direkte Nachbarschaft zu stark nesselnden Korallen wie Euphyllia oder Galaxea. In Becken mit vielen Weichkorallen empfiehlt sich Aktivkohle, um deren Abwehrstoffe zu binden. Friedliche Fische und Wirbellose sind gute Mitbewohner, Arten, die an Korallenpolypen fressen oder zupfen, passen dagegen nicht.
Eingewöhnung
Dimme nach der Ankunft das Licht und gleiche Temperatur und Salzgehalt langsam an, zum Beispiel mit der Tropfmethode über 20 bis 30 Minuten. Setze die Koralle anschließend an einen Platz mit mäßigem Licht und mäßiger Strömung. Ein Korallenbad direkt nach dem Transport lässt du bei Goniopora besser weg. Es ist normal, dass die Polypen nach dem Versand einige Tage geschlossen bleiben. Gib der Koralle diese Zeit, ohne sie mehrfach umzusetzen.
Lieferung
Geliefert wird eine Nachzucht als Ableger in der Größenklasse S–M. Diese Angabe ordnet den Ableger als klein bis mittelgroß ein und ist keine feste Zentimeterangabe. Da jeder Ableger ein Einzelstück ist, können Wuchsform und Zahl der Polypen etwas variieren. Der Versand erfolgt sorgfältig verpackt in Meerwasser.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.